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Ecuador besorgt über Gesundheit von Julian Assange

Ecuador ist nach eigenen Angaben besorgt über den Gesundheitszustand von WikiLeaks-Mitbegründer Julian Assange. Daher ersuchte das südamerikanische Land, in dessen Botschaft sich Assange derzeit aufhält, Großbritannien, Assange freies Geleit zu einem Londoner Krankenhaus zu gewähren, sollte er medizinische Behandlung benötigen.

Nach wie vor ist die Londoner Polizei bereit, Assange festzunehmen, sobald er das Botschaftsgelände verlässt. Ecuador bemüht sich jedoch darum, Assange im Bedarfsfall eine Behandlung in einem Londoner Krankenhaus zu ermöglichen. Das teilte ein ranghoher ecuadorianischer Diplomat in Moskau gegenüber dem russischen Radio-Sender "Die Stimme Russlands" mit.

"Assange ist merklich dünner geworden und wir sind besorgt über seine Gesundheit", so der stellvertretende Außenminister Ecuadors, Marco Albuja Martinez in einem Kommentar, der von der ecuadorianischen Botschaft in Moskau bestätigt wurde. Sollte Assange ernsthaft erkranken, so Martinez, habe Ecuador zwei Möglichkeiten: Assange der Botschaft medizinisch versorgen zu lassen oder ihn in ein Krankenhaus zu bringen. "Dies ist eine sehr ernste Situation und sie kann Assanges Menschenrechte beeinträchtigen," sagte der Politiker.

Ecuador ersuchte das britische Außenministerium daher, ein Dokument auszustellen, dass es Assange ermöglichen würde, im Bedarfsfall sicher ein Londoner Krankenhaus aufzusuchen und nach seiner Genesung als Flüchtling in die Botschaft zurückzukehren.

Das Außenministerium Großbritanniens ist nach eigenen Angaben nicht über Assanges gesundheitliche Probleme informiert. "Ecuador hat uns nicht mitgeteilt, dass Herr Assange krank ist. Sollten sie das allerdings tun, würden wir über diese Angelegenheit nachdenken," so ein Ministeriums-Sprecher. 

Martinez zeigte sich zufrieden damit, dass Großbritannien das Ansuchen Ecuadors zumindest nicht direkt abgelehnt habe. "Wir werden sie nicht unter Druck setzen und werden geduldig eine Antwort abwarten, so dass Assange wenn nötig medizinische Behandlung erhalten kann," sagte er in Moskau.

Text-Quellen: Reuters

Annika Kremer (g+) am Mittwoch, 24.10.2012 17:26 Uhr

Tags: großbritannien julian assange wikileaks ecuador

 
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8 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Matek0101 am 27.10.2012 19:55:06

    Ernsthafte Erkrankungen können nunmal nicht vom Arzt per Hausbesuch behandelt werden - gerade wenn es um komplexe Dinge und vor allem Diagnoseverfahren (CT, MRT und co.) geht wird ein Krankenhaus unumgänglich... Ich glaube auch, der eine oder andere hier unterschätzt die enorm ...

  • muadipp am 25.10.2012 06:48:40

    Es waren mal wieder knappe 9 Tage wo es sitll um ihn wurden und schwupps ist das in den Medien glaubt man dem noch was? ...

  • Dieter85 am 24.10.2012 23:23:46

    "gefängnisähnliche Situation" Die sich Assange selbst zuzuschreiben hat. Irgendwie ironisch. Ernsthafte Erkrankungen können nunmal nicht vom Arzt per Hausbesuch behandelt werden Dann soll Herr Staatsfeind erst einmal beweisen, dass er so e ...

  • DenKe am 24.10.2012 23:02:55

    Ernsthafte Erkrankungen können nunmal nicht vom Arzt per Hausbesuch behandelt werden - gerade wenn es um komplexe Dinge und vor allem Diagnoseverfahren (CT, MRT und co.) geht wird ein Krankenhaus unumgänglich... Ich glaube auch, der eine oder andere hier unterschätzt die enorme Belastung durch so e ...

  • IronCandy am 24.10.2012 22:11:39

    Zum Glück machen Ärzte auch Hausbesuche. Dagegen kann ja wohl keiner was haben. Dass wär aber nicht cool genug... Assange muss mindestens einmal in nen Krankenhaus einbrechen und sich ne Verfolgsjagd mit den Bullen liefern... sonst redet ja keinen mehr über seinen a ...

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