Das Logo von Facebox
Es war als lustige - und vor allem kostenlose - Marketingidee geplant: Ein historischer Badekarren auf Norderney wurde umgebaut und verwandelte sich so zu einem kleinen Videostudio. Begeisterte Touristen konnten so ihre Familie grüßen oder Empfehlungen über die Insel abgeben - ein Angebot, das relativ häufig benutzt wurde, egal ob von Kindern oder Großfamilien. Die Videos wurden anschließend ins Internet gestellt. "Das ist kostenlose Werbung vom Feinsten und eigentlich unbezahlbar. Alles ist garantiert echt. Da wird gesungen, es gibt Witze, oder es quetscht sich auch mal eine ganze Familie vor die Kamera, um der Oma nach Hause zu winken", so Inga Devermann, Marketingbeauftragte.
Mit dem Namen "Facebox" ist es nun aber vorbei. Das Namensvorbild Facebook konnte über diese Anspielung eher weniger lachen und sorgte nun dafür, dass die Marketingabteilung sich einen neuen Namen ausdenken muss. Die Anwälte der kalifornischen Firma meldeten sich bei der Insel und verwiesen auf Markenrechte. Damit nicht genug, es wurde auch das Deutsche Patent- und Markenamt hellhörig.
Die Verwechslungsgefahr sei einfach zu groß. So ist auch das ostfriesische Logo in einem Blauton gehalten, und auch die benutzte Schriftart scheint identisch mit der des sozialen Netzwerkes. "Eine unmittelbare schriftbildliche Verwechslungsgefahr ist daher nicht auszuschließen." Unter schlechten akustischen Bedingungen könne man die Namen deswegen unter Umständen nicht auseinander halten. Ein weiterer Problemfaktor: Die Ähnlichkeit der Vokale o und u.
Facebox selber scheint dies aber nicht besonders weh zu tun: "Wir können damit leben, wir wollten Facebook ja nicht wehtun." Nebenbei könnte die Markenstreitigkeit einen positiven Aspekt haben: Mehr kostenlose PR. "Unsere Facebox-Kampagne hat uns bundesweite Aufmerksamkeit und große Sympathie beschert", so Hans Rass vom Marketing. Auch für die Zukunft ist man zuversichtlich: "Wir machen weiter wie bisher - nur mit einem neuen Namen."
Bild-Quellen: norderney.de
Text-Quellen: heise.de
Robert Clausen (g+) am Mittwoch, 24.10.2012 08:40 Uhr
Dieses Beispiel zeigt wiedermal hervorragend in welchem System wir leben: Firmenrechte werden auch im letzten Dorf der letzten vergurkten Insel mit dem Bulldozer durchgesetzt und dass Facebook eigentlich ganz offen betrügerische Angebote auf deutschen Märkten platziert die ...
Dieses Beispiel zeigt wiedermal hervorragend in welchem System wir leben: Firmenrechte werden auch im letzten Dorf der letzten vergurkten Insel mit dem Bulldozer durchgesetzt und dass Facebook eigentlich ganz offen betrügerische Angebote auf deutschen Märkten platziert die eben keinen Datenschutz ge ...
bitte? Es geht hier auch ums Logo... Du willst also jeder chinesischen Firma erlauben 90% aller Firmennamen und Logos zu kopieren? Na dann viel Spaß. Toller Vorschlag. Und so durchdacht. ...
Eine Farce. Ich finde, es sollte ein Gesetz geben, dass es verbietet, Namensstreitereien gegen Namen aus zusammengesetzten Wörter aus dem Wörterbuch, zu führen. ...
wow, hat die news einen Bart Das kam doch schon letzes Jahr im Fernsehen. Ich glaube fast, es gab sogar hier einen Artikel darüber. Der Ausgang war völlig klar. Wer einen ähnlichen Namen + gleiche Schriftart benutzt muss mit sowas rechnen. ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.