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07. September 2005
20.000 Strafanzeigen gegen eDonkey-NutzerLogistep läßt automatisiert Filesharer anzeigen Gegen über 20.000 eDonkey-User ließ eine Karlsruher Rechtsanwaltskanzlei Strafanzeigen wegen Urheberrechtsverletzungen einreichen. Möglich machte dies die Zusammenarbeit mit der Schweizer Firma Logistep, welche automatisiert den Esel nach bestimmten Dateien und ihren Anbietern durchforstet. Anschließend wird der ISP des Filesharers per Mail zum Logging der Daten des Nutzers aufgefordert. Das Unternehmen gab bekannt, wöchentlich problemlos weitere 10.000 Anzeigen ermöglichen zu können. dass die Aktion insoweit gefruchtet hat, als dass Earth 2160 in Tauschbörsen so gut wie nicht mehr zu finden ist und dadurch die Verkäufe anhaltend sehr zufriedenstellend sind. Und einen lukrativen Nebenerwerb scheint sich Zuxxez nebenher erschließen zu wollen: man habe nicht vor, unbedingt die Anzeigen auch bis zum Gerichtsverfahren eskalieren zu lassen, für 50 Euro Schadensersatz sei Zuxxez bereit, eine mögliche Zivilklage fallen zu lassen. Analog rechnet heise auch für die Strafverfahren nicht mit Prozessen: wahrscheinlicher sei, dass die Richter den angezeigten Usern anbieten, das Verfahren gegen die Zahlung einer Geldbuße einzustellen. Spannender ist indessen, wie weit die Versprechungen der Logistep nun tatsächlich in die Tat umgesetzt werden können: die Firma gibt an, rechtlich problemlos verwertbare Userdaten erfassen zu können. Logistep hat die anzeigende Anwaltskanzlei zwar mit den Namen der angebotenen Files, IP-Adressen, emule-Nickname und dem Zeitpunkt des Angebots versorgt, die Methode, wie die Daten ermittelt wurden, sei jedoch unklar, Details der eingesetzten Technik von Logistep sind unbekannt. Ein korrekter Timestampo sei jedoch unerläßlich für die sichere Zuordnung vom Tauschbörsenangebot zum konkreten User. Trotz dieser Unsicherheiten habe die Karlsruher Staatsanwaltschaft in allen Fällen die Ermittlungen aufgenommen - wenngleich sich die Geister streiten, ob eine solche Flut von Anzeigen tatsächlich bewältigbar ist. Der Einschüchterungseffekt dürfte eintreten, die User befinden sich im klassischen Gefangenendilemma - wenn man nicht davon ausgehen kann, dass alle anderen User ebenfalls der Einigung gegen Geldbuße nicht zustimmen, ist es leicht möglich, dass man zu einer überschaubaren Handvoll von Leuten zählt, gegen die problemlos ein Prozess geführt werden kann. Logistep hat indessen keinerlei Details über die eingesetzte Technik bekanntgegeben. Man habe jedoch schon einige größere Kunden für die angebotenen Dienste gewinnen können. Neben der Ermittlung von Tauschbörsennnutzern bietet die Logistep an, Erstanbieter von Dateien ermitteln zu können oder Filesharingnetze mit vom Original ununterscheidbaren, jedoch nutzlosen Fakedateien überschwemmen zu können. Verwandte News
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