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13. Juli 2007

2,84 Milliarden Dollar pro Jahr nicht genug Porno-Industrie gründet Antipiratenorganisation GAPA

Trotz einem Erlös von 2,84 Milliarden Dollar alleine in den USA im Jahr 2006 gründeten einige Mitglieder der Unterhaltungsindustrie für Erwachsene vor kurzem nach dem Vorbild der Platten- (RIAA) und Filmindustrie (MPAA) die GAPA. Im San Fernando Valley, dem El Dorado der Pornoindustrie wachsen die Bäume im Gegensatz zu den vergangenen Jahren und Jahrzehnten nicht mehr in den Himmel. Hatte sich dieser Sektor in den letzten fünfzehn Jahren mit insgesamt 6.000 Mitarbeitern alleine im Valley nahezu vervierfacht, so war gleichzeitig in 2006 ein Absatzminus der X-rated DVDs um fünfzehn Prozent zu verzeichnen. Die Filesharer wurden als Schuldige schnell ausgemacht, die Global Anti-Piracy Agency, Inc. soll künftig für Abhilfe sorgen.

Die Aussagen der Gründungsmitglieder kommen einem aus anderen Fraktionen höchst bekannt vor. Man rechnet dem geneigten Publikum vor, alleine das illegale Filesharing hätte den Rechteinhabern in diesem Sektor nahezu 2 Milliarden Dollar gekostet. Wie man diese Zahl auf das Absatzminus der Porno-DVDs umbrechen will, bleibt bisher ein Geheimnis. Tatsache ist, der Hauptanteil des Gewinns in diesem Bereich bleibt einem erlesenen Kreis von wenigen Monopolisten wie Playboy, Hustler und Frontier vorbehalten. Dazu kommt, dass ein nicht unerheblicher Teil des Umsatzes von Nachtclubs und Firmen eingebracht wird, die abseits vom Valley ihr Sexspielzeug in alle Herren Länder vertreiben. Ebenfalls dicke Fische im Biz sind Pay-per-View und Abodienste, TV-Kabel-Unternehmen und Satellitenfirmen, TV-PronSender und last but not least Hotels. Das Einkommen eines durchschnittlichen Unternehmens und ihrer Angestellten bzw. Darstellerinnen im San Fernando "Porno"-Valley ist weniger hoch als viele Beobachter ursprünglich angenommen haben. Das ist offensichtlich Grund genug für den jetzt gezeigten Aktionismus. Das ausgemachte Ziel der Organisation wird dementsprechend sein, die big Fishes der unbezahlten pornographischen Inhalte aus dem Netz zu fangen. Auf die Einzelperson, die sich zwischendurch ein paar Videos herunter lädt, hat man es (noch) nicht abgesehen.

Aber die Global Anti-Piracy Agency befindet sich noch in ihrer Gründungsphase. Man sucht in der überaus gut verdienenden eigenen Fraktion dementsprechend noch nach zahlreichen neuen Mitgliedern, Spendern und Unterstützung jeglicher Art. Nach Vorbild der RIAA und MPAA will man einerseits Druck auf die Politiker und andererseits Druck auf die Filesharing-Portale des eigenen Landes ausüben. Die Geschäftsführerin Goldberg rechnet mit ersten erkennbaren Aktionen und Erfolgen der GAPA frühestens im September diesen Jahres.

Das hier implementierte Video ist eine Doku vom kalifornischen Good Magazine, welches ohne Worte und übermäßig viel nackte Haut auskommt. Höchst kurzweilig und informativ werden alle relevanten Daten, Zahlen und Fakten der Internet-Pron-Industrie von Kelle Marie präsentiert. Die 26-jährige Darstellerin verdient ihre Dollars höchst selbst durch die Zurschaustellung ihres Körpers auf der gleichnamigen Website. 12% aller Seiten im Netz haben pornographische Inhalte, täglich gehen 266 Neue mit nackten Tatsachen online. Jede vierte Suchanfrage steht in direkter Verbindung zu Sex, Pornos, diversen spezifischen weiblichen Körperteilen und denen ihnen verwandten Begriffen...



Good Magazine: Internet Porn

  • 25 Kommentare zum Artikel
  • Zitat: Zitat von smartphoenix Wunschträume? NE im ernst....ich glaube das größte Problem ist einfach, das man Sex auch sehr gut mit seinem PArtner selber machen kann....(okay....muss man nicht ^^ ) und das immer mehr Privat Pornos auftauchen. Und da Privatpornos noch diese Priese Voyeurismus mit sich bringen, sind diese auch interessanter. Finde ich zumindest. Naja....aber sollen sie doch ne eine Orga ...

    thebloodyOne am 16.07.2007 21:25
  • Zitat: Zitat von thebloodyOne Der Traffick bleibt denke ich der selbe wie sonst auch ... Ist "Traffick" n typo (vor allem in diesem Zusammenhang) oder hast Du ein Copyright drauf? Auf jeden Fall genial ;-)

  • Werksqualität haben diese Filme in aller Regel nicht - aber Laufbildschutz geniesen sie nach der deutschen Rechtsprechung allemal. http://www.modern-times.org/blog/ind...und-filmrecht/ Warum sollen Kopierer davon provitieren?

    Gravenreuth am 09.09.2007 21:43
  • Youporn 4 Ever! Kommt, geh mer für die spenden.

    westberliner am 09.09.2007 21:57
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