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Europäische Datenschützer setzen Google eine Frist von vier Monaten

Larry Page

Larry Page

Larry Page ging auf der jährlichen Zeitgeist Konferenz von Google auf die Kritik europäischer Datenschützer ein, die eine Überarbeitung der neuen Nutzungsbestimmungen fordern. Diese seien mit europäischem Recht nicht kompatibel und würden, wenn sie nicht verändert werden, rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, so die französische Datenschutzbehörde CNIL.

Die 27 Datenschutzbehörden der EU-Mitgliedstaaten haben am gestrigen Dienstag einen Brief an Google-CEO Larry Page veröffentlicht. Sie fordern „Nachbesserungen bei der Datenschutzregelung binnen vier Monaten“, da sie ansonsten dem gültigen EU-Recht nicht entsprechen würde. Die neue Regelung sieht vor, dass der Suchmaschinenanbieter die Nutzerinformationen aus seinen diversen Diensten zusammenführen und gesammelt auswerten darf, um besser maßgeschneiderte Angebote für die Konsumenten erstellen zu können.

Die EU-Datenschützer weisen darauf hin, dass nach gültigem Recht „Informationen nur für den Zweck verwendet werden dürften, für den sie erhoben wurden“. Nachdem der Nutzer gar nicht genau wisse, welche Informationen bei welchem Dienst gespeichert würden, könne dieser gar nicht zustimmen oder widersprechen. Auch sei es wettbewerbsunzulässig, dass Google seinen eigenen Services höheren Rang zugestehe als jenen von Konkurrenten. Die neuen Nutzungsbestimmungen waren im März in Kraft getreten, und bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit Monaten äußerte sich Googles CEO Larry Page dem Wall Street Journal zufolge unter anderem zu den Bedenken der Europäischen Datenschützer. Auf der „Konferenz Google Zeitgeist“ in Arizona sprach er außerdem über den Wettbewerb mit Apple Maps und Googles neue Services. Zu der Kritik an den neuen Datenschutzrichtlinien seitens der EU meinte Page, man dürfe das Internet nicht „überregulieren“, schließlich wüssten wir heute nicht, wie das Internet von morgen aussehen und nach welchen Prinzipien es funktionieren werde. Was den geforderten Wettbewerb betrifft, meinte Page, dass ein Nutzer ja nicht von einer Suchmaschine auf die nächste verwiesen werden, sondern zu dem von ihm gesuchten Angebot geführt werden wolle. 

Wenn Google nicht innerhalb von vier Monaten die geforderten Nachbesserungen vorlegt, droht die französische Datenschutzbehörde CNIL mit „Disziplinarmaßnahmen“. Auch die „Zusammenfassung und Kürzung der Datenschutzerklärung“ wurde kritisiert, da sie die Informationen an die Nutzer noch weniger verständlich mache, also keinen Informationsgewinn bringe.

Bild-Quellen: google

Text-Quellen: süddeutsche.de spiegel welt.de cnet.com

Joan Z. am Mittwoch, 17.10.2012 15:43 Uhr

Tags: google europäische union larry page

vgwort
 
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3 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Shodan_v2-3 am 18.10.2012 11:27:09

    Die Inhalte die eingetragen werden müssen, schreibt dabei kein Gesetz vor. Sondern wurden vor Gerichtsbeschlüssen in die Wege geleitet und aus Bedacht mit in die Datenschutzerklärung aufgenommen. Kannst du das konkretisieren? Aber nun zu ...

  • antiHacker am 18.10.2012 03:22:55

    Die Datenschützer und ihre Spinnerein... das wird immer schlimmer. Bei einigen Punkten haben sie ja recht, wenn sie zu mehr Transparenz wettern. Aber dank Ihnen dürfen wir schon heute halbe Romane und am besten noch zur Sicherheit einen Rechtsexperten einschalten, wenn wir unser Impressum und die [ ...

  • CommodoX am 17.10.2012 15:47:48

    Warum überhaupt dauernd Fristen? 4 Monate für etwas, was sie selbst verschuldet haben (und bei der Menge an Anwälten wohl auch wissentlich)? Strafzahlung UND Frist zum ändern meinetwegen ........... :unknown: ...

  • joanZ am 17.10.2012 15:43:22

    Larry Page ging auf der jährlichen Zeitgeist Konferenz von Google auf die Kritik europäischer Datenschützer ein, die eine Überarbeitung der neuen Nutzungsbestimmungen fordern. Diese seien mit europäischem Recht nicht kompatibel und würden, wenn sie nicht verändert werden, rechtliche Konsequenzen nac ...

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