Das umfangreiche Manuskript zur Umfrage aus Allensbach mit dem Titel "Der Wert der Freiheit in der Freiheit" gibt an, dass es 88% der Befragten wichtig ist, staatlich nicht überwacht zu werden und 64% sogar sehr wichtig. Nur wenige andere Freiheitsrechte sind den Deutschen so wichtig. Dass andererseits nur 33% angeben, dass die Freiheit, nicht überwacht zu werden, bereits verwirklicht ist, offenbart jedoch eine Diskrepanz zwischen Wunschdenken und Realität wie bei keinem anderen Freiheitsrecht. Und während 20% meinen, dass man zugunsten des Schutzes vor Verbrechen und Terrorismus die eigene Freiheit in Zukunft einschränken müsse, wollen immerhin 15% den Staat nicht in der Rolle des Aufpassers sehen. Es hat also durchaus den Anschein, als sei die Mehrheit mit der gegenwärtigen Situation zufrieden, denn nur 33% sehen in der fortschreitenden Verschärfung der Überwachungsgesetze des Staates eine Gefahr für die Freiheit. Die Allensbacher Umfrage geht aber noch tiefer ins Detail, da nicht nur die staatliche Überwachung an sich Thema war, sondern auch nicht minder wichtige Freiheitsrechte, wie beispielsweise die freie Meinungsäußerung, die Berufswahl oder die Chancengleichheit. 80% gaben an, dass ihnen die freie Meinungsäußerung das Wichtigste sei, gefolgt von der Möglichkeit, das eigene Leben führen zu können, wie man möchte (71 %) und eine ausreichende Gesundheitsfürsorge durch die Krankenkassen (68%). Die Tatsache, dass sich jedoch nur 5% der Befragten in ihrem Handeln vollkommen frei fühlen, zeigt, dass zumindest in psychologischer Hinsicht der Staat von einem überwiegenden Teil der Bevölkerung als Vormund wahrgenommen wird.
Wie sich Umfragen jedoch unterscheiden können, sieht man im direkten Vergleich der Umfrage des Instituts in Allensbach mit dem von T-Systems in Auftrag gegebenen "Sicherheitsreport 2012". Dort gaben 46% an, dass ihnen die Freiheit wichtiger als die Sicherheit sei, während 44% genau das Umgekehrte behaupteten. Zum ersten Mal seit 2001 geht der Trend wieder in Richtung Freiheit. 61% gaben im Sicherheitsreport an, dass sie sich große Sorgen aufgrund der staatlichen Überwachung machten und sogar 49% meinten, dass die Überwachung noch weiter zunehmen werde.
Aber auch die Umfrage von T-Systems beschränkt sich nicht nur auf die staatliche Überwachung. Bemerkenswert ist, dass ein Großteil der Bevölkerung in den IT- und Datenschutzthemen die größten Probleme sieht. Noch weit vor Bedrohungen durch Naturkatastrophen (62%), Terrorismus (mit nur 44% ein niedrigerer Wert, als viele mediale Darstellungen nahe legen), lebensbedrohlichen Krankheiten (40%) oder einem Gewaltverbrechen zum Opfer zu fallen (44%). Ob diese Ängste begründet sind oder nicht, sei dahingestellt. Sie lassen zumindest den Schluss zu, dass sie hauptsächlich abstrakter Natur sind. Nicht mehr direkt die eigene Unversehrtheit bedrohende Gefahren sind im Fokus, sondern primär zunächst unsichtbare Gefahren. Es ist hier weniger die Angst vor Virenbefall auf dem eigenen Rechner, dem man meist mit einer entsprechenden Software vorbeugen kann; es ist vielmehr die Angst vor einer in der letzten Zeit vor allem in den Medien oft zu hörenden Bedrohung: dem Cyberwar. Während vor gar nicht allzu langer Zeit konventionelle Kriege mit Präventivschlägen begonnen wurden, so sind es heute groß angelegte virtuelle Angriffe mit äußerst komplex entworfenen Programmen.
Während das Institut für Demoskopie in Allensbach gar keine Zahlen der befragten Personen, sondern nur Prozente angibt, nennt der "Sicherheitsreport 2012" von T-Systems 1.617 befragte Personen die "repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 16 Jahre" sind. Ob beide Umfragen tatsächlich für die deutsche Bevölkerung repräsentativ sind, ist daher, wie so oft, unklar.
Peter Lindner am Samstag, 13.10.2012 00:28 Uhr
Da stimme ich dir zu Dasist doch schön! Anstatt die Ermittlungsqualität zu erhöhen, wird die Überwachungsquantität erhöht.[ ...
Da stimme ich dir zu, aber man muss sich auch mal die Methoden unserer Polizeikräfte anschauen. Anstatt die Ermittlungsqualität zu erhöhen, wird die Überwachungsquantität erhöht. ...
phre4k Ich meine, daß die deutschen Polizeikräfte das Terrorproblem im Griff haben. ...
Rasterfahndung auch okay, Säbelasslack Sebelrassler? :D Ich finde deinen Standpunkt nicht nur gewagt, sondern mittlerweile auch recht angreifend. Denen gegenüber, die nicht auf Denunzierung ihrer Nachbarn aufgrund ihrer Religion stehen. Denen, die den Islam friedlich ausüben und si ...
Es müssen ja nur etwas mehr als 1000 überwacht und durch Karikaturen vorzeigen weggeekelt werden und bei einem Teil hat man das ja schon geschafft. Eben. 1000. Nicht 80.000.000 ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.