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Nachdem der Chaos Computer Club (CCC) erhebliche Probleme mit der bis dahin eingesetzten Software der Firma Digitask dokumentierte - diese stellte sich als unsicher heraus und wies einige vom Gesetz nicht abgedeckte Features auf - beschloss die Bundesregierung, dass das BKA die benötigte Überwachungssoftware in Zukunft selbst programmieren soll. Dazu wurde eigens ein Kompetenzzentrum eingerichtet. Dieses ist jedoch derzeit offenbar nicht in der Lage, der gestellten Aufgabe gerecht zu werden. Das zumindest entnimmt die MZ der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage des Linkspartei-Abgeordneten Jan Korte. Laut dieser werde die Software der Firma DigiTask nicht mehr eingesetzt - wenig überraschend, ist diese doch nicht nur juristisch bedenklich, sondern wird seit der Arbeit des CCC auch von praktisch jeder gängigen Sicherheitssoftware erkannt. Dazu, eine Nachfolge-Software zu entwickeln, ist das BKA jedoch laut dem Antwortschreiben derzeit noch nicht in der Lage.
Um die Zeit zu überbrücken, bis eine geeignete Eigenentwicklung zur Verfügung steht, wird nach Regierungsangaben "seitens des Bundeskriminalamtes eine kommerzielle Übergangslösung vorbereitet". Um ein Desaster wie mit DigiTask zu vermeiden, darf die Bundesregierung nur Software für diesen Zweck kaufen, in deren Quellcode sie zuvor Einblick nehmen kann.
Bekanntermaßen wurde bereits vor einiger Zeit die Software "FinSpy" des Unternehmens Gamma International auf eine mögliche Eignung als "Bundestrojaner" getestet. Dies sorgte für einige Kritik, da Gamma auch Überwachungstechnologie an repressive Regimes liefert und viele Menschen daher die geschäftliche Kooperation der Bundesregierung mit diesem Unternehmen als ethisch fragwürdig einstuft.
Der innenpolitische Sprecher der CDU / CSU-Bundestagsfraktion, Hans-Peter Uhl, sagte dazu: "Die Entwicklung von Software durch das BKA wird voraussichtlich noch Monate dauern, vielleicht sogar Jahre. Vielleicht werden wir eines Tages sogar kleinlaut zugeben müssen, dass wir es gar nicht können."
Korte sagte, dem Kompetenzzentrum mangele es offenbar an der Kompetenz, Programme zu entwickeln. "Dass das Bundeskriminalamt jetzt wieder auf private Dienstleister zurückgreifen will, ist ein Armutszeugnis für den Innenminister", erklärte er. "Schließlich hat dieser die Eigenentwicklung als Lösung für die verfassungsrechtlichen Probleme angekündigt." Das BKA äußerte sich nicht zu diesem Thema.
Annika Kremer (g+) am Dienstag, 09.10.2012 16:46 Uhr
Das ganze Umfeld eines Beamten ist Wissensfeindlich. Es wird nie ein Trojaner vom BKA geben. yay! Denke schon, dass genügend Entwickler vorhanden wären die das KnowHow hätten. Siehe xda-developers-Forum -> da sitzen die 14jährigen an customized ROMs und bauen ...
Als wenn sich keine Programmierer finden würden, die so etwas programmieren würden. Geld regiert die Welt. ...
Man ließt ne News dass der BKA Trojaner angeblich nicht entwickelt werden kann, wer sagt dass er nicht schon längst existiert und das ganze nur eine "Ablenkung" ist um den Bürger in den Glauben zu versetzen, dass keiner existiert? :rolleyes: ...
Vermutlich an einem oder mehrerer dieser Punkte: 1. Zu schlechte Bezahlung, wenn man bedenkt, was man mit dieser Art Software auf illegalem Wege oder in der freien Wirtschaft verdienen kann... 2. Gibt es eher wenige Programmierer die das nötige KnowHow haben. Die Auswahl an ...
Die können dann vielleicht solche Sachen ;) Danke für den Link, hatte das App schon beinahe vergessen. ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.