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Ecuador will Assange notfalls in der Botschaft medizinisch behandeln lassen

Julian Assange

Julian Assange

Sollte WikiLeaks-Mitbegründer Julian Assange während seines Aufenthalts in der ecuadorianischen Botschaft ernstahft erkranken und Großbritannien nicht bereit sein, ihm freies Geleit zu einem Krankenhaus und zurück zuzusichern, wäre Ecuador nach eigenen Angaben darauf vorbereitet, einen Operationssaal innerhalb der Botschaft einzurichten.

Im Rahmen der Verhandlungen des vergangenen Donnerstag (gulli:News berichtete) diskutierten Ecuadors Außenminister Ricardo Patinño und sein britischer Gegenpart William Hague unter anderem auch über Notfallpläne für den Fall, dass Assange ernsthaft erkrankt. Hague wollte keine Zusicherungen machen, sondern erklärte lediglich, er werde sich mit Regierungsbeamten und Juristen beraten und anschließend wieder bei Patiño melden. Ein namentlich nicht genannter britischer Regierungsangehöriger kommentierte die Situation allerdings mit der Aussage, vielleicht hätte Ecuador sich dies früher überlegen sollen, bevor es Assange Asyl zusicherte. Er fügte hinzu, dass Großbritannien nach wie vor verpflichtet sei, Assange festzunehmen, sobald er die Botschaft verlässt.

Patiño erklärte gegenüber der britischen Zeitung "The Guardian": "Eine Sache, die wir vorgeschlagen haben, ist, einen Krankenwagen draußen geparkt zu haben. Was wir gesagt haben, sollte ein solcher Fall eintreten, sollten wir bereit sein, einen Operationssaal im Gebäude zu installieren, außer Herr Hague antwortet, wie er es versprochen hat, in den nächsten Tagen zu tun, dass er [Assange] in ein Krankenhaus gehen kann."

Der Minister sagte, Australien habe angeboten, zu helfen, Assanges Gesundheitsvorsorge zu organisieren, falls der gebürtige Australier länger in der Botschaft bleiben müsse.

Assange machte während der Ansprache vor der UN am Donnerstag keinen gesunden EIndruck - er war blass, heiser und schniefte häufig. Diese Symptome können allerdings schon mit etwas vergleichsweise harmlosem wie einer Erkältung erklärt werden - Patiño jedenfalls sagte, er wisse von keinen Erkrankungen Assanges. Er gab aber auch zu bedenken: "Wir wissen, dass jeder, der unter diesen Bedingungen von Gefangenschaft lebt, schnell gesundheitliche Probleme entwickeln kann, nicht nur körperlich sondern auch psychisch. Stellt euch vor, ihr müsst drei Monate lang in einem Raum bleiben. Stellt euch vor, euch stehen fünf Jahre unter diesen Bedingungen bevor."

Text-Quellen: The Guardian

Annika Kremer (g+) am Samstag, 29.09.2012 11:55 Uhr

Tags: großbritannien julian assange wikileaks ecuador

 
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5 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • metalmephisto am 30.09.2012 16:36:52

    stimmt, und warum veranstallten die denn noch immer so einen cirkus? ^^ ich versteh diese politiker einfach nicht :unknown: ...

  • blahblah am 30.09.2012 06:47:42

    Also ich finde es sehr interessant und unterhaltsam. Ist doch lustig wie Assange und Ecuador allen auf der Nase herumtanzen. :T ...

  • n87 am 29.09.2012 14:04:34

    Danke Annika! Dank der Nachricht kann ich beruhigt schlafen gehen. ...

  • Balneator am 29.09.2012 13:15:12

    /sign ...

  • arnoldrimmer am 29.09.2012 12:24:04

    Hauptsache News damit wir ihn nicht vergessen... ...

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