Screenshot der Anfrage
Die Aktivistin chapeaudefee veröffentlichte bei Twitter einen Screenshot des sozialen Netzwerks und fragte ihre Follower, wer noch vom "Spitzel-Gate" Facebooks betroffen sei. Die Anfrage von Facebook klingt höchst freundlich und soll den Betreibern angeblich dabei helfen zu verstehen, wie das Portal von seinen Anwendern genutzt wird. Unter Angabe des Vor- und Nachnamens, Wohnorts und des Profilfotos wird man gefragt, ob der im Profil hinterlegte Name dem Realnamen der Person entspricht.
Gegenüber der Webseite Talking Points Memo (TPM) gab Facebook bekannt, man experimentiere seit einigen Monaten mit derartigen Umfragen. Das System habe in verschiedenen Ausfertigungen zur Verfügung gestanden und unterscheide sich lediglich durch die gestellten Fragen. Weniger auskunftsfreudig wurde der Sprecher, als er sagen sollte, welchen räumlichen und zeitlichen Umfang die Bespitzelung hatte. Man gab lediglich bekannt, die Erkundigungen waren zeitlich beschränkt, das Experiment habe man mittlerweile abgeschlossen. Angeblich sollte die Umfrage lediglich der firmeneigenen Statistik dienen. Wer als Identitätsfälscher enttarnt wurde, dem drohte angeblich keine Sperre oder andere Konsequenzen. Die Betreiber wollten nach eigener Auskunft lediglich in Erfahrung bringen, wie ihr Portal genutzt wird. Der Facebook-Sprecher versuchte auch klarzustellen, nur weil man die Frage an deren Kontakte verschickte, hätte man die betreffenden Nutzer nicht verdächtigt.
Dabei wäre es für Facebook als auch für Google Plus oder YouTube möglich, Accounts zu sperren, die deren Nutzungsbedingungen widersprechen. In allen drei Fällen wird die Angabe des tatsächlichen Namens und nicht eines Pseudonyms verlangt. Die Betreiber hoffen, dass sich die Anwender zahmer und innerhalb der juristischen Vorgaben verhalten, sofern ihre Identität bekannt ist. Ohne ausdrückliche Erlaubnis ist es bei Facebook nicht erlaubt, einen fremden oder einen Fantasienamen zu benutzen. Wer sich einen Namen unbefugt angeeignet hat, der darf gesperrt werden.
deleted: fake account
Und trotzdem wird dies häufig praktiziert. Rund 8,7 Prozent aller Personen benutzen bei Facebook einen falschen Namen. Bei 955 Millionen Usern wären das in etwa 83,1 Millionen Menschen. Jugendliche, Frauen und Anhänger einer ethnischen oder religiösen Minderheit haben gute Gründe, die Preisgabe ihres Namens zu vermeiden. Als Facebook kürzlich rund 10.000 Fake-Accounts an einem Tag löschte, gingen bei den Spielen und Fan-Seiten von Eminem, Rihanna oder Shakira die Fans um 15 bis 22 Prozent zurück. Texas HoldEm Poker von Zyga verlor sogar über 96.000 Likes an einem Tag.
Untersuchungen haben zudem gezeigt, dass derartige Bestrebungen oftmals ins Leere laufen. Laut einer Studie hielten sich im Jahr 2007 nur 0,9 Prozent aller südkoreanischen Blogbetreiber daran, bei mehr als 100.000 Besuchern ihren echten Namen im Impressum anzugeben. Man fand sogar heraus, dass damit der gegenteilige Effekt erzielt wurde. Die aktivsten Kommentatoren verwendeten noch mehr Kraftausdrücke als vor dem Erlass der südkoreanischen Gesetze. Zwischenzeitlich wurde das Gesetz wieder aufgehoben. Einerseits war es damit nicht wie erhofft möglich, das Web aufzuräumen und andererseits widersprach es dem Recht auf Meinungsfreiheit.
Bild-Quellen: chapeaudefee techcrunch
Text-Quellen: naked security TPM Paul Bernal
Lars Sobiraj (g+) am Donnerstag, 27.09.2012 13:33 Uhr
Ich hatte mal so eine Anfrage über eine Person, deren Freundesanfrage ich abgelehnt hatte. ...
Man darf auch die ganzen Idioten nicht vergessen die sich z.B. Sarah Cookiecrememonster oä. nennen :confused: ...
Ich habe schon häufiger davon gehört. ...
8,7 Prozent aller Personen benutzen bei Facebook einen falschen Namen Das sind definitiv mehr ^^ So eine Anfrage zur Bestätigung hab ich nie bekommen... :unknown: ...
Ein Sprecher von Facebook kündigte gegenüber US-Medien an, man werde künftig keine Anfragen mehr an Nutzer verschicken, die die Identität ihrer Kontakte bestätigen oder sie als Nutzer eines Fake-Accounts denunzieren sollten. Allerdings weigert sich Facebook bekannt zu geben, in welchem Ausmaß, inner ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.