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Schweizer Bundesverwaltung: mit verdecktem Microsoft-Deal

Der Bund wickelte unbemerkt einen wichtigen Deal mit dem Software-Giganten Microsoft ab. Viele Open-Source-Vertreter und Microsoft-Konkurrenten sind nun entrüstet, da es nie eine offizielle Ausschreibung zu diesem Geschäft gab.

Für knappe 42 Millionen Franken kaufte sich das Bundesamt für Bauten und Logistik (BBL)  in der Schweiz wichtige Lizenzen für die Nutzung des Microsoft Office-Pakets und die Verwendung des prominenten Betriebssystems Vista. Der Auftrag wurde auf Seiten der Bundesverwaltung nirgends in Aussicht gestellt und wurde am 23. Februar diesen Jahres hinter verschlossen Türen mit dem vermögenden Unternehmen Microsoft ausgehandelt. Von einer öffentlichen Bekanntgabe in der Presse habe die Bundesverwaltung in der Schweiz mit voller Absicht abgesehen, um erdenkliche Erschwernisse oder Kompliziertheiten mit der Open-Source-Gemeinde außer Kraft setzen zu können.Viele Rechtsexperten und Vertreter der Open-Source-Gemeinde kritisieren nun, dass die Verhüllung solch eines bedeutungsvollen Geschäftes sowohl rechtswidrig als auch haarsträubend sei. Anbieter von Open-Source-Anwendungen sind sich darüber einig, dass mit einem verborgenen Deal vielen Anbietern die Möglichkeit genommen werde, die eigene Software zu präsentieren. Dadurch, dass unzählige potenzielle Anbieter ohne Weiteres vom Wettbewerb ausgeschlossen werden, könne man von einer Standardisierung sprechen, die eine faire Marktwirtschaft spürbar zu Fall bringe. In diesem Zusammenhang sei es offensichtlich, dass es zahlreiche Open-Source-Software gibt, die eine angemessene Alternative zu den kostenintensiven Microsoft-Produkten darstellen können.

Katja Lunau, die Sprecherin des schweizer Bundesamtes für Bauten und Logistik, begründete die Vorgehensweise des Bundes damit, dass im vorliegenden Fall ein Wettbewerb undurchführbar sei. Es handle sich laut Lunau lediglich um eine Verlängerung der bestehenden Lizenzverträge mit dem Unternehmen Microsoft. Außerdem sei ein Wettbewerb noch aus dem Grund ausgeschlossen, weil man beim Auftrag von einer besonderen Vereinbarung mit Microsoft sprechen könne. (Buddy09)

(via www.nzz.ch, thx!)

News Redaktion am Mittwoch, 06.05.2009 16:15 Uhr

tagsTags: microsoft open source bundesamt schweiz katja lunau

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17 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • AFFEEE am 07.05.2009 16:40:39

    sind trotzdem nur ein paar dollars was glaubst du kostet die ganze umstellung und schulung der mitarbeiter ?? da sind doch zb 400€ für einen arbeitsplatz nix gruss ...

  • Netsukka am 07.05.2009 14:25:53

    Ganz zu schweigen davon, dass so den schweizer Behörden die Chance entgeht, einen vernünftigen Standard für digitale Dokumente zu nutzen. Da werden bestimmt keine PDF oder odt Dateien oder wenigstens docs versendet, das geht doch bestimmt alles über docx raus. Na prost Mahlzeit! ...

  • The_Best am 07.05.2009 13:17:35

    ich kenne kein unternehmen was auf linux gewechselt ist, wegen ein paar dollars warum sind in der dritten welt so viele illegale microsoft produkte vertreten ?? mfg von "ein paar dollars" dürfte hierbei kaum die rede sein. es geht um 42 millionen franken, die die regierung ...

  • AFFEEE am 07.05.2009 08:20:29

    ich kenne kein unternehmen was auf linux gewechselt ist, wegen ein paar dollars warum sind in der dritten welt so viele illegale microsoft produkte vertreten ?? mfg ...

  • am 07.05.2009 06:43:21

    weiss wie sensibel die User auf solche grossen Änderungen reagieren. Viele sind zu inkompetent oder uninteressiert um die Funktionen eines Computers ohne eine Windowsoberfläche zu kapieren... Und in einem Zeitalter von grosser Arbeitslosigkeit findet sich schnell ein Nachfo ...

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