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BMG will 20 Dollar pro Download kassieren

Money makes the world go around?

Money makes the world go around?

Das Fachmagazin "Music Week" berichtet von einer neuen Aktion des Musiklabels BMG. In den USA werden mit Hilfe der Internet-Anbieter E-Mails des Labels an deren Kunden verschickt. 20 Dollar pro Download möchte das Label vom Anschlussinhaber kassieren, dafür sieht man von allen juristischen Schritten ab. Bei aktiven Downloadern können so aber in kürzester Zeit sehr hohe Summen entstehen.

Böse Zungen behaupten, die ganze Aktion erinnere ein wenig an den Ablasshandel der katholischen Kirche. Die Sünde besteht darin, urheberrechtlich geschützte Musikdateien heruntergeladen zu haben. Die Busse soll in Form von 20 Dollar pro Download getätigt werden. Dafür werden die Anschlussinhaber vollumfänglich von allen rechtlichen Schritten des Labels, also der Sündenstrafe, freigesprochen. Den Inhabern des Internet-Anschlusses wird damit gedroht, auf sie käme ansonsten eine Zahlungsaufforderung von bis zu 150.000 US-Dollar zu, die sie mit ihrer Überweisung an die Firma Digital Rights vermeiden könnten.

Problematisch erscheint in diesem Zusammenhang aber, dass die Anschlussinhaber in den USA nur haftbar sind, sofern sie Dritten den freien Datenaustausch über ihre Leitung vorsätzlich oder grob fahrlässig ermöglichen. Von daher sind sie nicht zwingend verantwortlich für das, was die Nutzer ihres Anschlusses tun. Auch wird kritisiert, die Vertragsbeziehungen zwischen dem Anschlussinhaber und dem Internet-Service-Provider würden verwischt. Selbst die Weitergabe der E-Mail-Adresse an das Plattenlabel wird kritisch hinterfragt. Die Pflicht der ISPs die Anzeige eines Rechteinhabers an den Kunden zu schicken wird in diesem Fall dafür eingesetzt, um eine direkte Kommunikation mit dem Anschlussinhaber zu ermöglichen. Bislang ist leider nicht bekannt, wie man mit den Betreibern von Internetcafés verfahren will. In deren Eingangspostfach dürften sich in kürzester Zeit zahlreiche Zahlungsaufforderungen sammeln.

Für manche Beobachter ist dieses Vorgehen ein Vorgriff auf die bereits verabschiedete Six Strikes-Gesetzgebung. Demnach sollen Anschlussinhaber in den USA künftig nach sechs Urheberrechtsverletzungen von ihrer Leitung getrennt werden. Daneben ist eine Drosselung der Übertragungsgeschwindigkeit geplant.

Bild-Quellen: tangledweb.deviantart.com

Text-Quellen: urheberrecht.org MusicWeek TorrentFreak

Lars Sobiraj (g+) am Donnerstag, 20.09.2012 09:39 Uhr

Tags: bmg six strikes digital rights corp

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32 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • sonny85 am 21.09.2012 16:59:06

    ...also hör verdammt nochmal auf diesen dummen Kampfbegriff zu nutzen.. Hast du meine Beiträge überhaupt gelesen? Sind dir die Vergleiche mit "Falschparken" und "Schwarzfahren" entgangen? Ich habe nie behauptet das der Begriff "Raubkopie" aus juristischer Si ...

  • alter_Bekannter am 21.09.2012 14:03:58

    @Sonny85 § 249 Raub (1) Wer mit Gewalt gegen eine Person oder unter Anwendung von Drohungen mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben eine fremde bewegliche Sache einem anderen in der Absicht wegnimmt, die Sache sich oder einem Dritten rechtswidrig zuzueignen, wird mit Freiheitsstrafe nic ...

  • braegler am 21.09.2012 13:18:49

    Da kommt aber wieder "Isschonwech" Beitrag zum Tragen. Ich werd mir den Quatsch nicht runterladen, und ebensowenig kaufen. Die Allgemeinheit interessiert es herzlich wenig, dass du mit der heutigen Musik nichts anfangen kannst. Es ist zwar deine Meinung die man akzeptieren muss, sowie ich es ...

  • Lovntola am 21.09.2012 13:02:36

    Nicht weil ich es sage, sondern weil Du es schreibst. Jawohl :o Es geht eben nicht nur ihm so. Was will ich mit der heute doch so "beliebten" Retortenmusik, die durch Unterstützung von TV & Co. die Charts stürmt. Die Allgemeinheit ...

  • braegler am 21.09.2012 12:53:48

    Jawohl, Herr General. Disqualifiziert, weil Sie es sagen. Nicht weil ich es sage, sondern weil Du es schreibst. Geht nur dir so. Es geht eben nicht nur ihm so. Was will ich mit der heute doch so "beliebten" Retortenmusik, die durch Unterstützung von TV & Co. die Chart ...

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