Erst durch eine Kleine Anfrage des Abgeordneten Andrej Hunko von der Linkspartei präzisierte das Bundesministerium des Inneren, wie die Zusammenarbeit zwischen deutschen und weißrussischen Polizisten verlief.
Der Antwort des Ministeriums zufolge sollen deutsche Polizisten ihren Kollegen aus Weißrussland bei der Benutzung einer Software geholfen haben, mit der sich automatisiert große Datenbestände analysieren lassen. Das unter dem Namen "Analyst's Notebook" von der IBM-Tochter i2 vertriebene Programm kann aus den gewonnen Informationen Hypothesen ableiten. Laut Produktbeschreibung nützlich für "ein rasches Handeln bei der Bekämpfung von Verbrechen und Terrorismus".
Andrej Hunke ist der Meinung, es handele sich um eine Fortbildung in Sachen Rasterfahndung. Das berichtet die ZEIT. Durchgeführt worden sei dieser Lehrgang im Juni 2009.
Gegenstand der Veranstaltung: "Methoden und Techniken, die bei der Verarbeitung von Informationen für kriminalpolizeiliche Aufgaben hilfreich sein können." Erwähnt werden die "Bewertung von Informationen, ihre strukturierte Betrachtung in Matrizen o.ä., bis hin zu Techniken der Visualisierung, der Erstellung von Hypothesen etc." Dies geht aus einem der ZEIT vorliegenden Dokument hervor.
Hunke kritisiert: "Meiner Meinung nach hält hier eine Rasterfahndung Einzug, deren Anwendung tief in das Persönlichkeitsrecht der Ausgeforschten eingreift. Wenn Computer Zusammenhänge zwischen Personen, Sachen und Orten analysieren, bedeutet das eine grundsätzliche Veränderung der Polizeiarbeit. Die zunehmende Verlagerung der Strafverfolgung ins Vorfeld bekommt digitale Schützenhilfe."
Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Weißrussland sorgte vor wenigen Wochen für Empörung. Zwar dementierte das Innenministerium die Lieferung von Schlagstöcken, doch musste es technische Unterstützung durch Computer einräumen. In der Diskussion stand immer wieder die prekäre Menschenrechtslage in dem autoritär regierten Staat, dessen Machthaber als der letzte Diktator Europas bezeichnet wird.
Text-Quellen: http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2012-09/bka-weissrussland-software-rasterfahndung/seite-2
Robert Clausen (g+) am Montag, 17.09.2012 23:17 Uhr
Wenn die Stummen den Tauben die Welt erklären... ...
Bereits länger war bekannt, dass die deutschen Strafverfolgungsbehörden mit der Weißrussischen Polizei eine Kooperation eingingen. Wie nun herauskam, leiteten deutsche Polizisten ihre Kollegen bei der Benutzung von Software zu Rasterfahndung an. Das bestätigt das Bundesministerium des Inneren. [url ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.