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Waren die Syria Files den Mainstream-Medien zu heikel?

Syria Files - Anonymous erhebt Vorwürfe gegen die Mainsteam-Medien

Syria Files - Anonymous erhebt Vorwürfe gegen die Mainsteam-Medien

Sollten die von WikiLeaks als "Syria Files" veröffentlichten E-Mails einflussreicher Personen aus Syrien ursprünglich gar nicht auschließlich bei der Enthüllungsplattform veröffentlicht werden? Eine kürzlich veröffentlichte Stellungnahme von Anonymous-Aktivisten scheint dies nahe zu legen. Darin heißt es, die E-Mails habe man zunächst erfolglos Journalisten der Mainstream-Medien angeboten.

Eine am vergangenen Dienstag veröffentlichte Stellungnahme von Anonymous-Aktivisten der "Operation AntiSec" befasste sich primär mit dem kürzlich erfolgten Leak von einer Million iOS-Datensätzen (gulli:News berichtete). Daneben aber findet sich auch eine interessante Randnotiz, die Licht in die Geschichte der "Syria Files" bringt.

In der Stellungnahme heißt es, man habe die E-Mails in Zusammenarbeit mit dem TV-Sender "Al Jazeera English" veröffentlichen wollen. Die Verantwortlichen AJEs hätten die beteiligten Journalisten aber nach einer Weile angewiesen, nicht weiter zu recherchieren. Die Hacktivisten implizieren, dass AJE Vergeltungsaktionen von Islamisten befürchtete.

Anschließend, so die Hacktivisten, hätten sie die E-Mails auf die WikiLeaks-Server hochgeladen. Aufgrund von Julian Assanges Zusammenarbeit mit dem als Kreml-nah geltenden russischen TV-Sender "Russia Today" (RT) - Assange arbeitete mit RT für seine Talkshow "The World Tomorrow" zusammen, betonte aber stets, der Sender habe keinerlei inhaltlichen Einfluss auf die Sendung - habe man aber befürchtet, Assange könnte die Bedeutung der E-Mails herunterspielen.

Daher, so berichten die Hacktivisten, habe man die Mails anschließend auch an die Nachrichtenagentur "Associated Press" (AP) weitergeleitet. Die AP-Verantwortlichen hätten sich aber, ebenso wie AJE, dazu entschlossen, die Story nicht zu bringen.

"Schließlich wurden die syrischen E-Mails von WikiLeaks veröffentlicht, nachdem jeder andere die Flucht ergriffen hatte," schreibt Anonymous. Viele Journalisten hätten bereits vor der Veröffentlichung der E-Mails von deren Existenz gewusst, dies aber verschwiegen. Man habe einen Fehler gemacht, so Anonymous, und wolle sich bei Julian Assange entschuldigen, dass man an ihm gezweifelt habe. "Wir hätten deine Hingabe nicht anzweifeln sollen," so die Hacktivisten an Assange. Sie versprechen, aus diesem Fehler lernen zu wollen. Bedeutet dies, dass zukünftig mit weiterer Zusammenarbeit zwischen Anonymous und WikiLeaks zu rechnen ist?

Annika Kremer (g+) am Donnerstag, 13.09.2012 20:29 Uhr

Tags: julian assange anonymous wikileaks syrien hacktivismus syria files

 
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4 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • sumpfratte_ am 14.09.2012 17:36:19

    Die Kids von Anonymous kritisieren also, dass Journalisten um ihre Sicherheit fürchten? :m). Ist es neid?! Ist es die typische deutsche "Ich meckere weil ich es kann Menthalität". Einige Aktionen mag man Verurteilen, steht jedem frei, dennoch habe ich vor gerad ...

  • decree am 14.09.2012 00:41:15

    Al-Jaazera gehört Hamad der wiederum von Anfang an die Oppositionellen in Syrien fianziell und mit Waffen supportet, wird wohl nich in seinem Interesse liegen mit den Leakmails. AP ist sowieso vom gleichen Clan gesteuert wie reuters, die filtern halt was nicht passt. ...

  • Mr.Harmlos am 13.09.2012 21:22:42

    Die werden auch mal erwachsen und reifer ... Das lässt sich bei dir wohl auch nicht verhindern ^^ Was machst du persönlich denn besser so selber und so ... Die Abwärtsspirale der Holzmedien ist bedauerlich aber wie überall heutzutage Fehlen die Vorbilder und Erfah ...

  • Lovntola am 13.09.2012 20:36:55

    Die Hacktivisten implizieren, dass AJE Vergeltungsaktionen von Islamisten befürchtete. Die Kids von Anonymous kritisieren also, dass Journalisten um ihre Sicherheit fürchten? :m) Sie sind ja anonym, zeigen kein Gesicht und genießen so Narrenfreiheit (bis einer geschnappt wird, dann ...

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