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Go Daddy: Ausfälle wurden nicht durch Hack verursacht

Go Daddy (Werbegrafik)

Go Daddy (Werbegrafik)

Der am gestrigen Montag erfolgte großflächige Ausfall beim Domain-Registrar Go Daddy ist nach Angaben eines Firmen-Sprechers aufgeklärt. Wie das Unternehmen auf seiner Website mitteilte, handelte es sich keineswegs, wie zunächst berichtet, um einen Angriff hacktivistischer Gruppierungen. Vielmehr waren technische Probleme der Grund für die Ausfälle.

Wie Go Daddys CEO Scott Wagner mitteilt, dauerte es insgesamt rund sechs Stunden, die kompletten Dienste nach dem Ausfall wiederherzustellen. Das Unternehmen betont, der Ausfall sei "nicht durch äußere Einflüsse" zustande gekommen. "Es war kein 'Hack' und es war kein Denial-of-Service-Angriff (DDoS)", betont das Unternehmen. 

Vielmehr seien die Probleme durch "eine Serie interner Netzwerk-Ereignisse" verursacht worden, in deren Folge die Routing-Tabellen der eingesetzten Router beschädigt worden seien. Nachdem man die Probleme identifiziert habe, habe man schnellstmöglich "korrigierende Maßnahmen ergriffen", um den Kunden möglichst schnell wieder die normalen Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen. Man habe außerdem Maßnahmen ergriffen, die verhindern sollen, dass es erneut zu einem derartigen Ausfall kommt.

Wagner entschuldigt sich in der Stellungnahme bei den betroffenen Kunden und bedankt sich für deren Geduld.

Bei den Äußerungen des angeblichen Hacktivisten "AnonymousOwn3r", der auf Twitter die Verantwortung für den Ausfall übernahm, handelt es sich somit scheinbar um einen Hoax, also einen Versuch, die Öffentlichkeit durch falsche Informationen hinters Licht zu führen. AnonymousOwn3r bleibt allerdings bei seiner Version und behauptet mittlerweile sogar, in die Server Go Daddys eingebrochen zu sein und dort Daten kopiert zu haben. Die Motive für sein Verhalten sind derzeit unklar - wahrscheinlich geht es vor allem um den Wunsch nach Aufmerksamkeit.

 

Now yes I broke into the security of one of godaddy servers! just expect!

— Anonymous Own3r (@AnonymousOwn3r) September 11, 2012

 

Annika Kremer (g+) am Dienstag, 11.09.2012 23:37 Uhr

Tags: domain routing hacktivismus godaddy it-forensik

 
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