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Update

Hacktivisten legen Domain-Registrar GoDaddy lahm

GoDaddy (Werbegrafik)

GoDaddy (Werbegrafik)

GoDaddy.com, der größte Domain-Registrar im Internet, wurde von unbekannten Angreifern lahmgelegt. Zahlreiche Websites sind deswegen offline. Ein Hacktivist, der sich als Mitglied des Internet-Kollektivs Anonymous präsentiert, übernahm auf Twitter die Verantwortung für den Angriff.

Auf Twitter räumte GoDaddy bereits ein, dass es technische Probleme gebe. Details gab man allerdings nicht bekannt. Dafür meldete sich, ebenfalls über den Microblogging-Dienst, der Hacktivist @AnonymousOwn3r zu Wort. Er erklärte, der Angriff gehe nicht vom Anonymous-Kollektiv, sondern alleine von ihm als Aktivisten aus. Zur Begründung sagte er lediglich, er wolle die Cyber-Sicherheit testen. Daneben gebe es noch andere Gründe, zu denen er sich aber derzeit nicht äußern könne.

 

@film_girl I'm taking godaddy down bacause well i'd like to test how the cyber security is safe and for more reasons that i can not talk now

— Anonymous Own3r (@AnonymousOwn3r) September 10, 2012

 

Von Hacktivisten und Sympathisanten musste "AnonymousOwn3r" teilweise Kritik einstecken. Sie verwiesen auf die unbeteiligten Opfer, etwa kleine Betriebe und Privatpersonen, von denen einige wahrscheinlich sogar die von dem Hacktivisten propagierte Ideologie eines freien Internets teilen.

Unklar ist noch, auf welchem technischen Wege es dem Hacktivisten gelang, die DNS-Server lahmzulegen.

Update 1 (10. September, 00:41 Uhr):

Einem Bericht der IT-News-Website "The Register" zufolge wird die Infrastruktur von GoDaddy von einem ausgedehnten DDoS-Angriff lahmgelegt.

Update 2 (10. September: 11:25 Uhr):

Wie GoDaddy bereits gegen zwei Uhr nachts deutscher Zeit auf Twitter mitteilte, ist die Infrastruktur mittlerweile weitgehend wieder verfügbar. Der Domain-Registrar betonte außerdem, dass (was bei einem DDoS-Angriff extrem wahrscheinlich ist) durch den Angriff keinerlei Kundendaten kompromittiert worden seien.

 

Most customer hosted sites back online. We're working out the last few kinks for our site & control centers. No customer data compromised.

— Go Daddy (@GoDaddy) September 11, 2012

 

Text-Quellen: RT

Annika Kremer (g+) am Dienstag, 11.09.2012 11:25 Uhr

Tags: domain dns anonymous hacktivismus godaddy

 
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11 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • enteKross am 12.09.2012 07:43:02

    Mich würde der technische Hintergrund interessieren. Wieso ist es extrem wahrscheinlich, dass bei einem DDoS-Angriff gleich noch die Server "gehackt" werden könnten? Wie muss man sich das vorstellen? Guckst du keine Filme? Damit wird Stein für Stein die Firewall zers ...

  • Annika_Kremer am 11.09.2012 23:14:07

    Ist wohl alles eine große Ente, laut GoDaddy gab es kein DDoS oder ein Hack, sie haben nur selber ihre Routing-Tabellen zerschossen... Und ein unbekannter Twitter-Account reicht heutzutage um die Menschheit zu veräppeln, schöne neue technisierte Welt :D [URL="http:/ ...

  • nixeinfallenname am 11.09.2012 20:22:51

    Ist wohl alles eine große Ente, laut GoDaddy gab es kein DDoS oder ein Hack, sie haben nur selber ihre Routing-Tabellen zerschossen... Und ein unbekannter Twitter-Account reicht heutzutage um die Menschheit zu veräppeln, schöne neue technisierte Welt :D [URL="http://www.godaddy.com/newscenter/relea ...

  • Xandy am 11.09.2012 18:48:09

    Und wie läuft so etwas ab? Wenn die Server des Registrars nicht laufen, leiten die DNS-Server der Provider doch trotzdem auf die richtige IP weiter! ...

  • Annika_Kremer am 11.09.2012 18:09:08

    Mich würde der technische Hintergrund interessieren. Wieso ist es extrem wahrscheinlich, dass bei einem DDoS-Angriff gleich noch die Server "gehackt" werden könnten? Wie muss man sich das vorstellen? Anders herum: es ist extrem wahrscheinlich, dass bei einem DDoS-Ang ...

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