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Musikindustrie reklamiert weiterhin Megaupload-Links

Megaupload dead

Megaupload dead

Selbst nach der Abschaltung des Filehosters Megaupload gehen bei Google Copyrightbeschwerden über Webseiten ein, die den ehemaligen Service nutzten. Dies geht aus dem Transparency Report des Suchmaschinenbetreibers hervor, der vom Portal Torrentfreak genauer unter die Lupe genommen wurde. Dabei fiel auf, dass sich die Industrie darum bemüht, das Ranking längst inaktiver Downloads zu senken.

Im Rahmen seines sogenannten Transparency Reports veröffentlicht die Suchmaschine Angaben, welche Urheber Copyrightverstöße auf bestimmten Domains melden. Falls ein Link tatsächlich als rechtswidrig anerkannt wird, hat dies eine Löschung aus der Suchauswahl oder zumindest ein gemindertes Ranking zur Folge. Dem Blog Torrentfreak ist dabei aufgefallen, dass besonders die Musikindustrie dieses System für letztlich völlig sinnlose Löschanfragen zu benutzen scheint.

In Dutzenden Takedown-Anfragen werden Inhalte reklamiert, die schlichtweg nicht existieren. Dabei dreht es sich oftmals um Links oder Verweise zu Portalen, die zum Teil bereits seit Monaten offline sind. Allein letzte Woche beklagten verschiedene Musiklabels knapp 70 Downloads auf dem Filehoster Megaupload, der bereits im Januar vom Netz genommen wurde. Auch etliche Anträge für die abgeschalteten Filesharing-Dienste Demonoid oder BTjunkie sind in den aktuellen Aufzeichnungen zu finden.

Torrentfreak wertet das Verhalten der vielen Urheberrechtsinhaber als Beweis dafür, dass die Verantwortlichen bei ihren Beschwerden nicht einmal die geringste Überprüfung vornehmen. Schließlich müsste man schon auf dem Mars leben, um nicht zu wissen, dass Megaupload schon seit rund neun Monaten nicht mehr existiert, so der Nachrichtenblog. Die Firmen würden offenbar nur Google durchsuchen, den Konzern mit Anfragen bombardieren und dann erwarten, dass das „Durcheinander aufgeräumt wird“.

Während unter der Adresse Megaupload.com weiterhin kein Filehoster mehr zu finden ist, arbeitet dessen Besitzer Kim Dotcom bereits an seinem nächsten Projekt. Bereits am 1. November 2012 soll der Service „Mega“ starten und eine „One-Click Privatsphäre“ für sämtliche Datentransfers bieten.

Bild-Quellen: blogspot

Text-Quellen: torrentfreak

Julian Wolf (g+) am Montag, 10.09.2012 18:12 Uhr

Tags: google megaupload musikindustrie

vgwort
 
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10 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • c64er am 11.09.2012 23:52:48

    Leute, wie kann man nur Kim Schmitz seine persönlichen Daten übermitteln. Sollte das Portal "Mega" wirklich eine Facebook Warez Seite werden, so wäre ich sehr sehr vorsichtig. Was die Jüngeren unter Euch vielleicht noch nicht wissen: Kim Schmitz hat in den 90er Jahren viele User der Mailboxscene h ...

  • Isschonwech am 11.09.2012 13:39:20

    Hat doch auch was positives, immerhin räumt die Contentindustrie die nicht mehr funktionierenden Links so selber auf und der geneigte "Raubkopierer" findet dann was er sucht einfacher ;). ich mag deine einstellung :D ...

  • nurnebemerkung am 11.09.2012 11:14:09

    Wenn noch 70 Downloads die Woche von "quasi toten" Servern stattfinden, würde ich den armen hilflosen Rechteverwertenzis eher einen Exorzisten ans Herz legen als einen anwalt. Die Megauplod server 2-3-5-7-11-13-17 und DCLXVI scheinen ja noch aktiv zu sein :D ...

  • Raeven am 11.09.2012 04:15:22

    Hat doch auch was positives, immerhin räumt die Contentindustrie die nicht mehr funktionierenden Links so selber auf und der geneigte "Raubkopierer" findet dann was er sucht einfacher ;). Aber an googles stelle würde ich so derart peinliche Anträge damit bestrafen, deren Ranking auch runter zu setz ...

  • Cyperfriend am 10.09.2012 22:50:49

    Lehrer: Nenne mir die Steigerung von "am dümmsten". Schüler: Contentindustrie Lehrer: Setzen, 1. ...

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