Wichtiger Taktgeber in der Landwirtschatf ist von Alters her der Wechsel der Jahreszeiten. Einer allerdings wird davon wohl wenig mitbekommen: WikiLeaks-Mitbegründer Julian Assange. Der nämlich rechnet damit, weitere sechs bis zwölf Monate in der ecuadorianischen Botschaft festzusitzen. Nun mögen böse Zungen behaupten, Nerds gingen ohnehin nicht freiwillig vor die Tür und bemerkten den Wechsel der Jahreszeiten primär an den Saison-Angeboten des Pizza-Bringdienstes, aber ein Jahr in der ecuadorianischen Botschaft - das klingt schon hart, egal, ob der eigene Nerdigkeits-Quotient die Anzahl der Sicherheitslücken in Java überschreitet (was allerdings eine beachtliche Leistung wäre, die bedingt, mindestens fünf Programmiersprachen fließend zu beherrschen und auf dem Schreibtisch einen Plüsch-Tux sitzen zu haben). Auch Assanges Kritiker müssen wohl einsehen, dass es ihm ernst ist mit seiner Furcht vor einer Auslieferung an die USA. Anderenfalls würde der Mann sich das nicht antun - ein schwedischer Knast ist wahrscheinlich verglichen mit der derzeitigen Situation eher eine Klassenfahrt als eine Strafe. Immerhin darf man da mal an die frische Luft. Ansonsten ist es um Assange derzeit ruhiger, während die Beteiligten Regierungen weiterhin fleißig verhandeln beziehungsweise das gezielte Lügen- und Intrigenspiel spielen, was, wie wir seit Tom Clancy oder spätestens seit Cablegate wissen, in diesen Preisen als Verhandlung durchgeht. Diejenigen, die ohnehin fanden, dass dem Mann allzu viel Aufmerksamkeit gewidmet wird, dürften diese relative Funktstille begrüßen. Sie müssen sich allerdings schon einmal drauf gefasst machen, dass dieser Zustand nicht ewig anhalten wird - jemand wie Assange kann auf laute und kontroverse Aktionen oder Wortmeldungen nicht lange verzichten, das liegt nicht in seiner Natur. Es sei denn natürlich, in der Botschaft fällt das DSL aus. Das allerdings wären dann wirklich unzumutbare Lebensumstände für einen Digital Native…
Kommen wir von Herrn Assange, für den das Internet quasi Erstwohnsitz ist, zu einem Personenkreis, dem dieses "Gebiet" traditionell eher ein Buch mit sieben Siegeln ist: dem BKA. Dieses sucht Trojaner-Entwickler für seine nächsten Schnüffel-Aktionen. Um ein weiteres Desaster zu vermeiden wie bei den höchst professionellen Produkten der Firma DigiTask, über die die ganze Hackerszene noch heute lacht, versucht man diesmal sogar, kompetente Leute zu rekrutieren. Diese, so die Stellenanzeige, müssen programmieren können, gute Fähigkeiten beim Lösen von Problemen sowie eine große Kreativität besitzen; Fähigkeiten in der Arbeit mit außerhalb von Redmond entwickelten Betriebssystemen sind ein Plus. Ich glaube, die haben einfach eines ihrer üblichen Fahndungsplakate genommen und das "gesucht wegen Terrorismus in Kooperation mit extremistischen Cybers" durch "Software-Entwickler gesucht" ersetzt. Wer darauf hereinfällt und tatsächlich glaubt, als kreativer, IT-affiner Mensch glücklich damit zu werden, Spitzel-Software für eine Behörde zu entwickeln, erfüllt den Straftatbestand polizeiwidriger Naivität und tut mir heute schon leid - obwohl, das darf man auch nicht unterschlagen, im Gegensatz zu ähnlichen Gesuchen in der Vergangenheit das Schmerzensgeld diesmal ganz ordentlich ist.
Die dümmsten Bauern ernten bekanntlich die dicksten Kartoffeln (für Germanisten und andere Nerds gibt es auch die Variante mit den sub-terraren Agrarprodukten, die aber letztendlich auch auf das selbe hinausläuft, nämlich Pommes). Wer dagegen im Internet etwas Dummes sagt, muss mitunter massive und nicht immer verhältnismäßige Folgen tragen. Glück hatte nun aber ein Schüler, der auf Facebook androhte, Amok zu laufen, wenn ihm unsympathische Klassenkameraden in dem Sozialen Netzwerk Freundschaftsanfragen schicken: er wurde in dieser Woche freigesprochen. Gut so, denn dumme, unbedachte Äußerungen auf ungeeigneten Plattformen gehören in einem gewissen Alter mehr oder weniger dazu und sollten nicht in massiven Strafen enden, Geschmack hin oder her. Bei Politikern jenseits der 50, die aus diesem Verhalten noch immer nicht herausgewachsen sind, bin ich allerdings durchaus für empfindliche Strafen, bevorzugt Entzug der medialen und öffentlichen Aufmerksamkeit, das tut diesen Leuten wahrscheinlich am meisten weh…
Er freut sich schon auf die Trollcon 2012.
In diesem Sinne verabschiede ich mich von euch. Trollt nicht zuviel, programmiert keine extremistischen Cyber-Trojaner und lauft nicht auf Facebook Amok (auch wenn es angesichts von Duckface-Bildern, virtuellen Mafia-Imperien/Raumstationen/Bauernhöfen und pubertären Beziehungskisten-Postings irgendwie verzeihlich wäre). Wir lesen uns demnächst an dieser Stelle wieder und eines verspreche ich euch: die Absurditäten werden nicht ausgehen. Macht es gut!
Annika Kremer (g+) am Sonntag, 09.09.2012 20:10 Uhr
Hmm also ich erkenne die sich ändernden Jahreszeit meißtens am google Schriftzug... wenn der anders aussieht weiß man: "oh da is was im Busch!" Alternativ kann man auch die patentierte Echtzeit Temperatur Messung durchführen: man stellt sich raus zum rauchen und wenn man freiert und alles weiß ist, ...
Tja, aber etliche meiner "Trollereien" wurden und werden langsam zu unserer Realität! Das sind dann Momente, in denen ich es nicht mag Recht zu behalten, da habe ich dann lieber das "Gehöhne" in meinen Ohren klingeln, als das mir die Bundeswehr die Knarre unter die Nase hält, bei einem Bundeswehr[ST ...
So langsam hält in Deutschland der Herbst Einzug. In ländlichen Gegenden verbindet man damit vor allem die Zeit, in der Getreide, Obst und Gemüse eingebracht werden. Auch ohne einen eigenen Acker jedoch können wir im Gulli eine reiche Ernte feiern - der Eine erntet den Lohn seiner Mühen, der Andere ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.