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Guild Wars 2: 11.000 Accounts kompromittiert

Guild Wars 2 (Logo)

Guild Wars 2 (Logo)

Berichten zufolge wurden mehr als 11.000 Accounts des populären MMORPGs Guild Wars 2 gehackt. Ein Teil der von den Angreifern erbeuteten und anschließend mit Hilfe von Passwort-Crackern entschlüsselten Datensätze stammt offenbar von einer vor kurzem kompromittierten Fan-Seite.

Die Accounts werden offenbar nicht mit Hilfe von Malware - etwa Trojanern mit Keylogger-Funktion - übernommen. Vielmehr scheinen die Angreifer auf den menschlichen Faktor zu setzen und sich Schwächen bei den verwendeten Passwörtern zunutze zu machen.

Publisher ArenaNet versucht derzeit, die Welle von Account-Verlusten einzudämmen. Das Unternehmen ist dazu übergegangen, Spielern eine E-Mail zu schicken, sobald sich jemand von einer ungewohnten Location aus in ihr Spiele-Konto einloggt. Zudem weist ArenaNet die Nutzer darauf hin, möglichst lange und komplizierte Passwörter zu wählen. Experten empfehlen eine Länge von mindestens acht, besser "13 oder mehr", Zeichen. Das Passwort sollte nicht in gängigen Wörterbüchern zu finden sein und neben Buchstaben möglichst auch Zahlen und Sonderzeichen enthalten.

Besonders riskant ist die mehrfache Verwendung von Passwörtern. "Wenn du deinen Account nicht gehackt bekommen willst, benutze nicht dieselbe Kombination von E-Mail-Adresse und Passwort, die du für ein anderes Spiel oder eine andere Website genutzt hast. Hacker haben große Listen von E-Mail-Adressen und Passwörtern, dass sie mit Hilfe von Malware und Sicherheitslücken von anderen Spielen und Websites gesammelt haben, und sie testen Guild Wars 2 systematisch auf passende Konten," schrieben die Guild-Wars-2-Betreiber bereits am vergangenen Wochenende. Unter anderem sollen Angreifer eine Fan-Website zu Guild Wars 2 kompromittiert und die dortige Datenbank abgegriffen haben.

Sicherheitsexperten vermuten, dass es sich bei den Angriffen um eine organisierte Kampagne - womöglich mit Ausgangspunkt in China - handelt. Weitere Erkenntnisse gibt es aber noch nicht.

 

Text-Quellen: Ars Technica

Annika Kremer (g+) am Samstag, 08.09.2012 11:28 Uhr

Tags: cybercrime passwort mmorpg guildwars arenanet

 
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12 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Proximo am 10.09.2012 17:22:59

    @Rob_ert: Kein schlechter Ansatz, allerdings sind Mutatoren von 1-3 Zeichen keine echte Hürde für moderne Rechner. Generell gilt aber dass Sonderzeichen als Worttrenner einfach zu merken sind und dennoch die Sicherheit ungemein erhöhen. @Kakihara123: Bei einer Infektion durch einen guten Trojaner i ...

  • zeyka am 09.09.2012 23:23:35

    naja, da müssen se nochmal nachbessern. bin ich persöhnlich anderer meinung. ich sehe das ganze eher als sowas wie natürliche auslese :) wenn die angaben aus den news wirklich stimmen, dann sind die user selber schuld (mal von primitiven passwörtern abgesehen). auf d ...

  • xxextaxx am 09.09.2012 10:42:09

    was nix bringt, wenn die mail mit demselben pw ausgestattet ist wie gw2 ...

  • Die4all am 08.09.2012 21:08:00

    wenn ichs richtig verstanden hab verlangen sie ja auch keine extra authentifizierung wenn das login ausm ausland kommt, man bekommt nur ne info. naja, da müssen se nochmal nachbessern. Nein absolut falsch. Der Standard ist, dass man bei jeden IP-Wechsel seinen Zugang ...

  • Igel0 am 08.09.2012 20:07:50

    wundert mich ehrlich gesagt nich. für ein so beliebtes spiel ham se kein großartiges sicherheitssystem. es wird kein besonders konplexes pw verlangt und es gibt auch keine 2 phasen authentifizierung. wenn ichs richtig verstanden hab verlangen sie ja auch keine extra authentifizierung wenn das login ...

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