Fake-Account bei Facebook?
Kürzlich wurde bekannt, etwa 83 der beinahe 900 Millionen Facebook-Accounts beinhalten falsche Angaben der Nutzer oder täuschen eine falsche Identität vor. Der Anbieter geht momentan offenbar vermehrt gegen Fake-Accounts vor und sperrt diese im Verdachtsfall. Eine Freischaltung wird davon abhängig gemacht, ob dem Betreiber die Kopie eines aussagekräftigen Dokuments oder des eigenen Ausweises vorgelegt wird. Laut Personalausweisgesetz ist das Scannen des Lichtbildausweises aber in Deutschland verboten. Der Gesetzgeber möchte damit vermeiden, dass die auf dem Ausweis vermerkte Berechtigungs-Nummer in Umlauf gerät. Neben der Ausweisfunktion dienen die neueren Papiere auch der Signatur und zur Authentisierung. Zum Schutz dieser Funktion soll weder die Berechtigungs-Nummer noch eine Kopie des Dokuments aus der Hand gegeben werden. Facebook begnügt sich zwar auch mit dem Scan eines Führerscheins, Studenten- oder Büchereiausweises oder mit Kopien von Rechnungen. Allerdings warnt der Strafrechtler Udo Vetter davor, sich selbst Dokumente zu konstruieren, um so den Fake-Account zu erhalten. Sollte man den Fälscher identifizieren können, würde das zuständige Gericht diesen Vorgang wahrscheinlich als Urkundenfälschung werten. Dafür müsste das nachgemachte Dokument aber erstmal auffallen. Für eine Verfolgung des Delikts müsste der Staatsanwaltschaft zudem eine Anzeige vorliegen.
Eine Gruppierung innerhalb der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) fordert derzeit eine Änderung des Telekommunikationsgesetzes (TKG). Nach ihren Vorstellungen soll das Recht zur anonymen Nutzung von Online-Diensten grundsätzlich abgeschafft werden. Der Jungen Polizei geht es darum, Veranstalter von Facebook-Partys ausfindig zu machen, damit diese für die Kosten der Räumung und weitere Schäden durch die Partygäste aufkommen müssen. Die Polizisten begrüßen zudem die neue "Petz-Funktion", bei der Facebook-User dazu aufgefordert werden, dem Betreiber falsche Accounts zu melden und die Richtigkeit der Angaben Dritter zu überprüfen und zu bestätigen.
Fake-Account bei Facebook
Ohne es direkt auszuführen, verlangt die Polizeigewerkschaft damit die Durchführung einer illegalen Handlung, nämlich die Übermittlung der eigenen Ausweiskopie. Warum man dem US-amerikanischen Unternehmen aber so viele Daten preisgeben soll, wird nicht ausgeführt. Datenschützer stellen zudem in Frage, ob man mit den geplanten Maßnahmen dem Jugendschutz dienen könne. Erotik-Anbieter mit Sitz außerhalb der Bundesrepublik Deutschland unterliegen derartigen Pflichten zur Prüfung des Alters ihrer Nutzer nicht.
Doch schaut man sich ein wenig bei der DPolG um, so liegt der wahre Grund für die erzwungene Identifikation auf der Hand: Derzeit setzt man sich tatkräftig dafür ein, Facebook künftig intensiv auf Bundesebene als Fahndungsinstrument einzusetzen. Die Online-Fahndung auf Foren, Microblogging-Anbietern oder sozialen Netzwerken kann aber nur gelingen, sofern alle Nutzer mit ihrem echten Namen angemeldet sind.
Bild-Quellen: media.salon.com
Text-Quellen: lawblog.de jungepolizei.de
Lars Sobiraj (g+) am Freitag, 07.09.2012 11:45 Uhr
Vergiss nicht das polizeiliche Führungszeugnis und die Krankenakte, je ungefährlicher und gesünder der Nutzer ist, desto mehr ist sein Profil wert. ...
Als nächstes müssen (amtlich beglaubigte) Kopien der folgenden Dokumente eingereicht werden: - Schulzeugnis - Arbeitsvertrag - Heiratsurkunde - Meldebescheinigung - etc... Weil da kann jeder ja sonst auch unfug schreiben und damit die Werbepartner richtige Daten bekommen Qualität d ...
An alle die hier "Stasi!" rufen: schämt euch! Ihr beleidigt hier die opfer der schrecklichen Stasi, indem ihr sie mit sowas harmlosen vergleicht. :buh: ...
facebooks money, facebooks rules. wems net passt, der kann gehen oder braucht net zu kommen. so easy ist das. Trottel. - Bald nutzen fortgeschrittene User bezahlten VPN um auf facebook zu gehen - Bald wird man beweisen müssen, dass man einen Ausweis hat - Bald wird ma ...
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Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.