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Streitpunkt Smart TV

Samsung Smart-TV

Samsung Smart-TV

Die Rundfunksender ZDF und RTL wehren sich gegen die Präsenz von Internetdiensten durch Überblendung von Sendungen. Mindern diese tatsächlich die Qualität des Fernsehens, oder muss man den Herstellern der Smart TV-Geräte beipflichten, die eine bessere Ausnutzung der technischen Möglichkeiten fordern und in den Vorbehalten der Sender eine Bevormundung der Verbraucher sehen?

Ein Smart TV, auch Hybrid-TV genannt, ist ein Fernsehgerät mit Internetanschluss und einigen Funktionen eines Computers. Smarte Fernsehgeräte verfügen über Zusatzschnittstellen wie USB, Netzwerk, WLAN und Speicherkarten. Mit den Geräten kann man im Internet surfen oder beispielsweise Filme aus einer Onlinevideothek abrufen. Zur vollen Ausschöpfung der Möglichkeiten und insbesondere der Darstellung von Fernsehsendungen mit HD-Qualität sollte ein Breitbandanschluss von mindestens 6.000 kbit/s. 8.000 kbit/s vorhanden sein.

Zwei Positionen prallen beim Thema Smart-TV öffentlich aufeinander. Zum einen fürchten die Rundfunkanbieter um die Qualität und damit die Akzeptanz ihrer Programmangebote beim Publikum, zum anderen werfen Gerätehersteller und Zeitschriftenverleger den TV-Sendern Bevormundung der Verbraucher vor.

Ein Vertreter von ersterer Gruppe ist ZDF-Produktionsdirektor Andreas Bereczky, welcher die Meinung vertritt, dass der Zuschauer sich für den TV- Sender entscheidet, den er einschaltet, und nicht für Smart TV. Auch der Bereichsleiter Strategische Unternehmensentwicklung von RTL, Marcus Dimpfel, ist der Ansicht, dass die Integrität der Sendungen durch die Präsenz von Internetdiensten in Mitleidenschaft gezogen wird. Beide unterstreichen die Hochwertigkeit ihrer Programmangebote und deren Auswirkung auf die Beliebtheit von Smart-TV- Geräten. Dimpfel warnt außerdem davor, dass das heikle Gleichgewicht der werbefinanzierten TV-Sender durch gezielte Überblendungen gestört werden könnte.

Gerätehersteller und Verleger sehen das anders. Sie plädieren für die Freiheit des Zuschauers, sich das Bildschirmgeschehen selbst auszusuchen. Alles andere sei verbraucherfeindlich. Allerdings sollen die Suchmaschinenanbieter in Zukunft für die von ihnen verwendeten Presseerzeugnisse im Internet an die Verleger zahlen, ein Anspruch, der durch das Leistungsschutzrecht der Verlage abgedeckt wird. Die Hersteller der modernen Geräte sind im Zwiespalt zwischen den Wünschen der Verbraucher und den Argumenten der Rundfunkanbieter.

Aus diesen Gründen werden die Möglichkeiten der Technik, was App-Portale und Rundfunkangebote betrifft, noch nicht voll ausgeschöpft – denn Fernsehen ist nur ein Angebot der modernen Geräte. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich Sender und Internetanbieter bald auf eine Lösung einigen können, denn letztlich gehen derartige Machtkämpfe stets zu Lasten des Verbrauchers.

Text-Quellen: golem

Joan Z. am Donnerstag, 06.09.2012 12:41 Uhr

Tags: fernsehen rundfunk verleger tv smart-tv

 
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11 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • money am 07.09.2012 14:07:19

    Hmm diese Vollpfosten sind auch nur den ganzen Tag am rumheulen :m) Hoch qualitatives Programm? :eek: wo? Hab ich bei denen jedenfalls noch nicht gesehn. :rolleyes: Naja vilt bin ich auch einfach nur blind und erkenne den pädagogischen Wert von Familie im Brennpunkt Frauen tausch und x Diarys nic ...

  • tophirsch am 07.09.2012 12:20:20

    Dass diese Fernseh-Heinis auch ständig rumheulen müssen...Statt sich mit einem qualitativ hochwertigen Programm hervorzutun wird nur gemeckert. "Nänänä dat dürft ihr nich, ihr könnt euch doch jetz nich für was anderes als Fernsehen entscheiden, weil weil wir dann ja kein Geld mehr verdienen. *seufz* ...

  • Hagar Quinn am 06.09.2012 14:53:38

    Wo keine Qualität ist, gibt es auch kein grund sich darüber zu beschweren, die 3 Sender habe ich nicht mal in meiner Senderleiste.. wie alles anderre von den ÖR :unknown: Bin mal gespannt wann die TVs bezahlbar sind... bin ja noch recht glücklich mit meinem aktuellen TV :T ...

  • Spinne am 06.09.2012 13:56:49

    ZDF-Produktionsdirektor Andreas Bereczky, welcher die Meinung vertritt, dass der Zuschauer sich für den TV- Sender entscheidet, den er einschaltet, und nicht für Smart TV. Ich erinnere hier mal an die jüngste Übertragungspolitik der ÖR bei Olympia 2012. Im TV wurden fast nur (Live) W ...

  • sonny85 am 06.09.2012 13:49:48

    Lächerlich was RTL da von sich gibt. Jede Erweiterung des TV Gerätes würde die minderwertige Qualität des RTL Programmes um ein vielfaches aufwerten, selbst der "mute" Button der Fernbedienung macht RTL wesentlich erträglicher. Davon ab verweist auch RTL oft genug im laufenden Programm auf Internets ...

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