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Apple verbietet App zur Anzeige von Drohnenaktivitäten

Screenshot von drones+

Screenshot von drones+

Als anrüchig und geschmacklos wurde eine neue App für das iPhone eingestuft, die die Aktivitäten des US-Militärs visualisieren sollte. Überall dort, wo der Einsatz von Drohnen Menschenleben kostet, sollte das Tool dies auf der Landkarte anzeigen. Apple erteilte allerdings mit verschiedenen Begründungen keine Erlaubnis, "Drones+" in den eigenen App Store aufzunehmen.

Der New Yorker Entwickler Josh Begley erhielt kürzlich aus Cupertino innerhalb eines Monats die dritte Ablehnung in Folge. Apple möchte sein Tool nicht in den App Store aufnehmen. Die Idee der App ist simpel: Mit einer gepushten Nachricht sollte jeder Nutzer des Programms darauf aufmerksam gemacht werden, dass erneut der Einsatz einer Drohne des US-Militärs Menschenleben gekostet hat. Anschließend konnte man sich den Einsatzort auf einer Karte anschauen.

Für Apple ist das Tool offenbar zu kritisch. Sie stuften "Drones+" als anrüchig und geschmacklos ein, wie sie im letzten Antwortbrief an den Entwickler schrieben. Der Hersteller aus Cupertino ist darüber hinaus zur Ansicht gekommen, es bringe schlichtweg "keinen Nutzen" mit sich, den Anwendern mitzuteilen, wo in Pakistan, Jemen oder Somalia eine Drohne eingesetzt wurde. Die zweite Ablehnung wurde mit einem Firmenlogo begründet, welches aus der App verschwinden sollte. Schließlich erfolgte die Begründung, seine Applikation sei inhaltlich geschmacklos und krude. Entwickler Begley ist verwirrt, weil in der Software keine Fotos von ermordeten Zivilisten oder Terroristen angezeigt werden. Sein Programm greift lediglich auf die öffentliche Datenbank von britischen Journalisten zu, die derartige Angriffe archiviert.

drones iphone app

drones iphone app

Wie er beim vierten Anlauf die Pressemeldungen anders aufbereiten kann, um den Vorstellungen des Konzerns zu entsprechen, ist dem New Yorker Programmierer schleierhaft. Aber vielleicht geht es ja genau darum, dem Entwickler jede Chance auf eine Aufnahme in den App Store zu nehmen. Denn im Gegensatz zu seiner Anwendung wird es allen anderen Verlagen erlaubt, derartige Nachrichten über die Geräte des Herstellers zu vertreiben. Begley überlegt momentan, sein politisch motiviertes Programm auf Android-Geräte zu portieren. Man darf gespannt sein, ob ihm Google nach der Fertigstellung vergleichbare Probleme bereiten wird.

 

Bild-Quellen: wired.com

Text-Quellen: wired.com

Lars Sobiraj (g+) am Donnerstag, 30.08.2012 18:03 Uhr

Tags: iphone appstore drohne josh begley

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vgwort
 
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23 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Suicicoo am 31.08.2012 19:40:00

    Colonel Walter E. Kurtz: „Wir bilden junge Männer aus, um auf Menschen Bomben zu werfen. Aber ihre Kommandeure wollen ihnen nicht erlauben, das Wort ‚Fuck’ auf ihre Flugzeuge zu schreiben, weil das obszön ist.“ ...

  • king lui* am 31.08.2012 18:38:13

    Wer das nicht verstanden hat nicht flamen sonst stellt sich nacher noch herraus das du nur ein program in einem PC eines Nerds bist :P aber mal spaß bei seite wer das nicht versteht nicht auf meinen Post antworten sonst werdet ihr nur ausgelacht Die Farbwahrnehmu ...

  • blub84 am 31.08.2012 17:05:37

    Die typische amerikanische Scheinheiligkeit. Drohnenangriffe sind schon okay, aber Apps, die die simplen Fakten darstellen, sind "geschmacklos". :m) ...

  • OihOihOih am 31.08.2012 11:51:21

    klar unter drone versteht der normale Otto doof verbraucher "kein mensch" Aber es gibt Defakto KEINE AKTIVE "TÖDLICHE" WAFFE Die OHNE MENSCHLICHE Steuerung auskommt Ich glaub dass hier die Meisten wissen, dass diese Drohnen von Menschen ihre Routen und Ei ...

  • Rsistor am 31.08.2012 10:47:02

    Das ist doch wie jede andere Absage aus. Apple = Unternehmen und das will sich einfach politisch nicht öffentlich festlegen, weil die dann ganz genau die andere Seite als Kunden verlieren. Schön neutral bleiben und an allen verdienen Ein Konzern ab einer gewissen Grö ...

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