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Rafael Correa: Kontroverse Aussagen über den Fall Assange

Ecuadors Präsident Rafael Correa nahm erneut öffentlich Stellung zum Fall des Transparenz-Aktivisten Julian Assange. Dabei zeigte sich der Politiker zum Dialog mit Großbritannien bereit. Correa machte aber auch eine äußerst kontroverse Aussage: die Assange zur Last gelegten Sexualdelikte seien in Südamerika nicht strafbar, erklärte der Politiker.

In seiner Stellungnahme erklärte Correa, in seinen Augen würden die Handlungen Assanges - unter anderem soll dieser mit einer Frau ungeschützten Geschlechtsverkehr gehabt haben, nachdem das Kondom, auf dessen Verwendung sie bestanden hatte, gerissen war, und obwohl diese ihn bat, aufzuhören - in Lateinamerika kein kriminelles Verhalten darstellen. Dennoch solle Assange zu den Vorwürfen Stellung nehmen, so Correa. Diese Äußerungen könnten sich als äußerst kontrovers erweisen.

Daneben griff Correa die britische Regierung an und warf ihr Heuchelei vor. Er deutete an, Ecuador werde seine Position im Fall Assange beibehalten, auch wenn dies im Umgang mit Großbritannien politische oder wirtschaftliche Nachteile mit sich brächte. Assange habe durch das ihm gewährte Asyl "das Recht, so lange in der Botschaft zu bleiben, wie er will", betonte Correa.

Der ecuadorianische Präsident deutete aber auch seine grundsätzliche Verhandlungsbereitschaft an. Wenn Großbritannien seine Drohung, der Botschaft notfalls den diplomatischen Status zu entziehen und diese zu stürmen zurückziehe, sei die ecuaorianische Regierung bereit, die Verhandlungen über das Schicksal Assanges wieder aufzunehmen, erklärte Correa. Er bezeichnete die Aussagen der britischen Regierung als "unhöflich, dreist und inakzeptabel" und erklärte: "Wir erwarten keine Entschuldigung, aber natürlich erwarten wir, dass Großbritannien den sehr ernsten Fehler, den es gemacht hat, als es androhte, dass sie unsere diplomatische Mission verletzen könnten, um Herrn Julian Assange festzunehmen, korrigiert."

Correa deutete drei Möglichkeiten an, die diplomatischen Auseinandersetzungen über Assanges Zukunft zu beenden: Großbritannien müsse Assange freies Geleit für die Ausreise nach Ecuador zusichern, Assange müsse das Asyl aus eigenem Willen verlassen oder die Regierung Ecuadors müsse ihre Meinung ändern, was nach Aussage Correas nicht passieren werde. 

Text-Quellen: The Guardian Reuters

Annika Kremer (g+) am Mittwoch, 22.08.2012 11:05 Uhr

Tags: julian assange wikileaks ecuador

 
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8 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • MrDraco am 23.08.2012 19:02:44

    Ich korregiere mich selbst: Sie haben ihn aus Unsicherheit nicht angezeigt sondern um Beratung gebeten. Eine Polizistin hat dann den Stein ins Rollen gebracht, nicht die 2 Damen. Das erklärt auch das Frühstück. Sie waren sich noch unsicher. Klar, ka ...

  • hathoor am 23.08.2012 12:30:22

    Also komm, die Frau hat ja wohl auch eine gewisse Macht im Sex. Sie liegt nicht auf dem Rücken, die Augen zu, Arme und Beine am Bett gefesselt und murmelt leise: "Bitte nicht ohne Kondom..." Nicht jeder macht Blümchensex was ist wenn es genau so war? Ist gar nicht so selten und kann ...

  • Lovntola am 23.08.2012 00:05:56

    Und das sie ihm am nächsten Morgen Frühstück gemacht hat auch. Ich korregiere mich selbst: Sie haben ihn aus Unsicherheit nicht angezeigt sondern um Beratung gebeten. Eine Polizistin hat dann den Stein ins Rollen gebracht, nicht die 2 Damen. Das erklärt auch das Frü ...

  • MrDraco am 22.08.2012 23:58:34

    Alleine schon die Tatsache, dass sie zur Polizei gegangen ist, sollte dir zu denken geben, oder? Und das sie ihm am nächsten Morgen Frühstück gemacht hat auch. ...

  • Lovntola am 22.08.2012 20:43:45

    Hätte sie das getan, dann wäre die Vergewaltigung klar und da sie zur Polizei gegangen ist, wäre das auch in der Anklage. Aber von dem gewaltsamen Auseinanderdrücken ihrer Schenkel habe ich noch nichts gehört. Alleine schon die Tatsache, dass sie zur Polizei gega ...

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