Per E-Mail wiederholte "DietPepsi" den Journalisten gegenüber seine Erklärung, AntiLeaks wolle mit seinen Aktionen gegen WikiLeaks und insbesondere gegen die Rolle von Julian Assange und dessen Asyl-Antrag an die Regierung Ecuadors protestieren. Er dementierte Behauptungen, denen zufolge die Angriffe mit dem von WikiLeaks kürzlich veröffentlichten Dokumenten über das Überwachungssystem "Trapwire" in Zusammenhang stehen. "Ich möchte all den Verschwörungstheoretikern da draußen klar mahcen, dass wir nichts mit der Regierung der USA oder Trapwire zu tun haben," erklärte "DietPepsi" in seiner Stellungnahme gegenüber The Register, "Wir finden es ziemlich amüsant, all diese Twitter-Kommentare von Leuten zu lesen, die uns verdächtigen, die NSA/CIA/FBI oder sogar WikiLeaks selbst zu sein". In einer später per Twitter veröffentlichten Stellungnahme bezeichnete der Hacktivist entsprechende Spekulationen als "richtiggehend komisch".
In seiner Stellungnahme weist "DietPepsi" außerdem darauf hin, dass seine Gruppe bewiesen habe, tatsächlich hinter den DDoS-Angriffen zu stehen. Die Gruppe habe zwei Fach-Publikationen - darunter gulli - vorab mitgeteilt, welche Website sie als nächstes angreifen werde, und diese dann tatsächlich lahmgelegt. In der Tat konnte der Hacktivist dies gegenüber gulli:News mit der Website des ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa demonstrieren.
Auf Twitter behauptet AntiLeaks außerdem, für den Ausfall des Internet-Streams der letzte Nacht ausgestrahlten Rede Correas verantwortlich zu sein. Mitten in einer Ansprache Correas, in der dieser unter anderem den Zeitplan zur Entscheidung über Assanges Asyl-Antrag bekannt gab (gulli:News berichtete), war der Stream zur Entrüstung vieler Assange-Unterstützer zusammengebrochen.
You guys really think I'm going to allow you to watch this press conference?
— Anti Leaks (@AntiLeaks) August 14, 2012#Wikileaks#Antileaks
Trotz der neuen Stellungnahme Antileaks' bleibt vieles unklar. Die Behauptung, nichts mit dem Trapwire-Leak zu tun zu haben, ist durchaus plausibel, begannen doch die Angriffe bereits Tage vor der Veröffentlichung. Zudem ist teilweise auch von Seiten kritischer Publikationen zu lesen, dass dieser Leak keineswegs so brisant sei, wie vielfach angenommen, sondern das Projekt stets öffentlich beworben worden sei und die von WikiLeaks im Rahmen der "Global Intelligence Files" veröffentlichten Informationen zudem teilweise veraltet seien. Eine Analyse von gulli:News zu diesem Thema ist derzeit in Arbeit. Eventuelle Geheimdienst-Kontakte von Antileaks sind möglich, aber zum jetztigen Zeitpunkt als eher unwahrscheinlich zu bewerten. DDoS-Angriffe sind eine äußerst auffällige und technisch wenig anspruchsvolle Angriffsmethode, wie sie tatsächlich oft von Hacktivisten als Ausdruck von Protest gewählt wird. Für einen Geheimdienst, der bekanntermaßen eher verdeckt, gezielt und diskret operiert, wäre ein derartiges Verhalten eher untypisch. Unklar sind allerdings die Einzelheiten der Gruppe Antileaks wie Organisationsstruktur, Personenzahl und eventuelle weitergehende Zielsetzungen. Öffentlich aufgetreten ist bislang nur der unter dem Pseudonym "DietPepsi" agierende Sprecher der Gruppe. Ob er womöglich alleine die gesamte Gruppierung darstellt oder wie viele Personen im Hintergrund mit ihm zusammen agieren, lässt sich von außen kaum feststellen. Festzuhalten bleibt, dass Antileaks über erhebliche Kapazitäten an Bandbreite und Rechenleistung verfügen muss, um derartig ausgedehnte und effektive DDoS-Angriffe durchzuführen. Womöglich betreibt die Gruppe für diesen Zweck ein Botnet.
Annika Kremer (g+) am Dienstag, 14.08.2012 17:45 Uhr
Das jemand eine andere Meinung hat reicht hier wohl nicht aus. Mir würden spontan Hacktivisten einfallen, denen das schon Grund genug wäre. ...
Ich wage sogar zu behaupten, dass diese Angriffe und die damit einhergehende Aufmerksamkeit in den Medien WL sogar hilft. Vorallem in einer Zeit in der keine besonderen Leaks veröffentlicht werden ist jede Erwähnung in den Medien gut. Vielleicht lassen sich dadurch ja sogar noch ein paar Leute zu Sp ...
Du schließt also aus meinem Posting, dass ich ein Assange-Sympathisant bin? Interessant, was du da hineininterpretierst. ja sonst hättest du nicht solch eine einseitige denkweise. ...
Einfach mal die Motiv-Frage stellen. Das jemand eine andere Meinung hat reicht hier wohl nicht aus. Es ist bekannt dass enormer Aufwand betrieben wird um WL mundtot zu machen und zwar von Profis auf dem Gebiet. Was wäre ein Profi der seine Methoden nie ändert? Das hierzu fremde Institutionen ins B ...
Wikileaks hat es ja so gewollt... (http://board.gulli.com/thread/1711473-wikileaks-trotz-ddos-angriffen-wieder-online). Das dahinter "die" Lobby steckt, halte ich in dem Fall für recht unwahrscheinlich. Das sind vermutlich wirklich nur "Patrioten" mit gewissen Resourcen. ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.