Antileaks hatte am gestrigen Dienstag gegenüber gulli:News die Verantwortung für anhaltende DDoS-Angriffe übernommen, die einen Großteil der WikiLeaks-Infrastruktur - die eigentliche Website ebenso wie den Merchandise-Shop - seit dem vergangenen Freitag lahm legen (gulli:News berichtete). Auf ihrem Twitter-Account äußert sich die Gruppe äußerst negativ über WikiLeaks und spricht sich dagegen aus, WikiLeaks-Mitbegründer Julian Assange Asyl in Ecuador zu gewähren.
In einer Stellungnahme erklärte der Sprecher der Gruppe, ein unter dem Pseudonym "DietPepsi" auftretender Hacktivist, Antileaks führe die Angriffe nicht durch, um sich damit in den Mittelpunkt zu stellen. Vielmehr seien die Mitglieder der Gruppe junge US-Bürger, die "zutiefst besorgt" seien über "aktuelle Entwicklungen rund um Julian Assange und seinen Versuch, in Ecuador Asyl zu bekommen". Julian Assange, so werfen die Antileaks-Mitglieder ihm vor, habe bei den WikiLeaks-Veröffentlichungen "ein komplettes Fehlen von Rücksichtnahme auf die Sicherheit unserer Männer und Frauen in den Streitkräften und der Afghanen, deren Leben er in Gefahr gebracht hat" gezeigt. Dies bezieht sich offenbar auf Vorwürfe, WikiLeaks habe einige Informationen in den sogenannten "War Logs" nicht umfassend genug redigiert und damit US-Soldaten sowie einheimische US-Informanten in Gefahr gebracht.
Bei den aktuellen DDoS-Angriffen, so "DietPepsi", handle es sich um "Protest gegen seine [Assanges] Versuche, nach Ecuador vor der Gerichtsbarkeit zu fliehen". Das nämlich könnte Nachahmer auf den Plan rufen und Gleichgesinnte dazu ermutigen, sich "in seinem Namen zu erheben".
Gruppen wie Antileaks zeigen, dass es Hacktivisten mittlerweile im gesamten politischen Spektrum gibt. Während die meisten Hacktivisten WikiLeaks gut heißen und verteidigen - so erklärte insbesondere das Internet-Kollektiv Anonymous immer wieder seine Solidarität mit dem Transparenz-Projekt - gibt es, das zeigen die Aktivitäten von Antileaks, auch konservative und patriotische Hacktivisten, die die Taten von WikiLeaks ablehnen. Der politische Dialog im Internet wird mittlerweile auch per DDoS und Defacement geführt - was immer man davon halten mag.
Annika Kremer (g+) am Mittwoch, 08.08.2012 10:59 Uhr
Frage an die sonst üblichen Anti-DDoS, Anti-Anonymous Protestler hier (eh schon wissen): Sind das jetzt auch unreife Script-Kiddies, oder wird hier mit zweierlei Maß gemessen? :coffee: Jup, sind ebenfalls, wie Anonymous, Idioten. :) ...
Was mich an dieser ganzen Wikileaks-Sache jetzt schon seit langem nervt ist Assange. Der ist doch nur an die Oeffentlichkeit gegangen um Mami und Papi zu zeigen wie toll er ist. Dass er Wikileaks dadurch zu einer Lachnummer macht, war #Attention-Whore# Assange wohl nicht so wichtig. Warum will Wikil ...
Hier im Thread sind schon verschiedene Begriffe gefallen: Patriotismus, Nationalismus, Rechtsradikalismus... Ich kann da kaum einen Unterschied zwischen all dem festmachen. Frag mal den Patrioten, ob er Steuerschlupflöcher nutzt, wenn er sie findet? (Mitt Romney soll da auch ein guter Ansprechpartn ...
Ich glaube, dass irgendein amerikanischer Geheimdienst dahinter steckt, der mit dieser Aktion das Image der USA aufzubessern versucht. ...
Und analog dazu: diejenigen, die sich immer so vehement dafür einsetzen, dass DDoS ein legitimer Ausdruck von Protest ist: gilt das auch noch, wenn sich die Angriffe gegen WikiLeaks richten statt gegen Regierungen und Rüstungsfirmen? Auch wenns mir nicht gefäll ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.