EU plant totale Überwachung
Das technische Komitee "Lawful Interception" des ETSI hat in der Vergangenheit bereits Überwachungsstandards entwickelt, um Strafverfolgungsbehörden und Geheimdiensten Zugriff auf die Telekommunikation von Bürgern zu ermöglichen. Wenn EU-Kommissarin Neelie Kroes derzeit auf einen einheitlichen Rechtsrahmen der Cloud drängt, so dürfte dies damit im direkten Zusammenhang stehen. Das ETSI hat bereits einen Entwurf entwickelt, der Ermittlern und Geheimdiensten bei Cloud-Anbietern und sozialen Netzwerken eine geheime Hintertür öffnet, damit diese in Echtzeit die Kommunikation von verdächtigen Bürgern überwachen können. US-Sicherheitsbehörden haben schon länger umfangreiche Zugriffsrechte, sofern sie sich laut dem Patriot Act auf die Abwehr von Terrorgefahren berufen. Die US-Behörden dürfen aber nur landeseigene Anbieter zur Mitarbeit drängen, die EU will ihren Zugriff unabhängig vom Serverstandort erreichen.
Internet-Provider sollen eine Art technisches Frühwarnsystem für verschlüsselte Verbindungen installieren. Will sich jemand per HTTPS verbinden um der staatlichen Überwachung zu entgehen, wird der Datenstrom vom Internet-Provider über eine Standard-Umleitung geführt. Auf dem Rechner, der die Umleitung durchführt, sollen die Ermittler per "Man-in-the-middle"-Angriff Zugang zu den übermittelten verschlüsselten Daten erhalten. Die Nutzer erhalten von den Überwachungsmaßnahmen zu keinem Zeitpunkt Kenntnis. Der dafür verwendete Standard nennt sich "Dynamic Triggering" und steht beim ETSI kurz vor der Vollendung.
Das Komitee "Lawful Interception" vom ETSI setzt sich zusammen aus aktiven Geheimdienstmitarbeitern, ehemaligen Agenten, die nun bei Telekommunikations-Ausrüstern arbeiten und deren Technikern. Dazu kommen laut Erich Moechel vom ORF Polizeibeamte aus Spezialabteilungen, Ministerialbürokraten mit einschlägigen Aufgaben sowie Vertreter internationaler Telekommunikationsunternehmen und deren Zulieferer. Laut Moechel sei die behördliche Datenanalyse per "Deep Packet Inspection" und die Überwachung per "Man-in-the-Middle"-Angriff keine Utopie mehr. Zumindest die Analyse aller Datenströme kommt bereits in verschiedenen Staaten wie Großbritannien zur Anwendung.
Wer sich für die technischen Details interessiert, kann diese im ETSI Draft nachlesen.
Bild-Quellen: grindl.deviantart.com
Text-Quellen: orf.at hyperland
Lars Sobiraj (g+) am Samstag, 04.08.2012 12:11 Uhr
Es geht dabei auch gar nicht darum, das die Behörden die Transportsicherheit aufbrechen können. Es geht schlicht wie auch heute bei der Telekommunikationsüberwachung darum, das die recht einfach Zugriff auf die Daten bekommen: dort wo die Daten sowieso unverschlüsselt liegen. B ...
Es geht dabei auch gar nicht darum, das die Behörden die Transportsicherheit aufbrechen können. Es geht schlicht wie auch heute bei der Telekommunikationsüberwachung darum, das die recht einfach Zugriff auf die Daten bekommen: dort wo die Daten sowieso unverschlüsselt liegen. Beim Anbieter. ...
Man, hört doch bitte mit dem Spekulieren um Brute Force Angriffe auf und schaut euch lieber das an, der Herr hier hat Videos darüber gemacht, um es nicht immer wieder und wieder wiederkäuen zu müssen: 1. Passwortsicherheit: http://www.youtube.com/watch?v=hPflSOilmok&feature=relmfu 2. Bru ...
Naja, man muss das mal realistisch sehen, AES ist mit seiner 128 Bit Kantenlänge relativ "Sicher", also die Hürde zum Knacken ist recht hoch, es sei denn man hat einen Rechenknecht (zentraler Cluster) bzw. ein N'te Menge an Rechen ...
maan, Leute, es is Sommerloch.. versüttelungen braucht doch kein Mensch .. guckt doch mal, wieviele WinRAR archive mit WAREZ auf den ganzen hostern liegen. :D unverssütselt und auf Facebook mit dem "Schatzi"-Passwort is sowieso alles zu finde ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Sener Dincer am 14.06.2013, 11:47 Uhr
Bezugnehmend auf die anhaltende Protestbewegung gegen Ministerpräsident Erdogan hat nun auch der StudiVZ-Gründer Ehssan Dariani seine Ansichten offenbart. Via Facebook-Mitteilung teilt er mit, dass möglicherweise die Zeit für einen bewaffneten Kampf gegen die türkische Regierung gekommen sei – und zwar „Stauffenberg-like“.