Steve Ballmer in Köln. Foto: Lars Sobiraj
Laut der Aussage einiger Programmierer wurde Skype Frühjahr dieses Jahres inhaltlich stark verändert. Den Kollegen von ExtremTech gab man als Antwort zurück, dabei handele es sich lediglich um ein reguläres Update, mit Überwachung habe die Veränderung nichts zu tun. Seit dem Kauf durch Microsoft im Mai 2011 vergrößerte sich die Zahl der Nutzer, nicht zuletzt durch die Einbindung in ihre Spielkonsole und die Windows Phones, stark. Alleine im letzten Quartal gab man einen Anstieg von 50 Prozent bekannt.
Was diverse Journalisten so misstrauisch macht, ist ein Patent von Juni 2011, mit dem VoIP-Programme wie Skype unbemerkt die Kommunikation der Nutzer mitschneiden können. Skype-Sprecher Claim Haas wollte weder bestätigen noch leugnen, ob die von Microsoft patentierte Technik auch bei Skype zum Einsatz kommt. Haas gab lediglich bekannt, die Microsoft-Tochter kooperiere mit allen behördlichen Stellen auch in technischer Hinsicht, sofern es die gesetzlichen Vorgaben erforderlich machen. In den Nutzungsbedingungen wird außerdem festgehalten, dass zur Strafverfolgung oder anderen Zwecken Behörden persönliche Informationen oder Kommunikationsdaten ausgehändigt werden, sofern der Anbieter dazu aufgefordert wird. Zudem werden alle Chatnachrichten für maximal 30 Tage gespeichert. Die Speicherdauer kann aber auf Anfrage von Behörden verlängert werden. Die entscheidende Frage ist nun, ob Microsoft dem Druck der 663 Millionen registrierten Nutzer und dem damit verbundenen Interesse der staatlichen Stellen gewachsen ist.
Wer auf seine Sicherheit bedacht ist, hat mittlerweile auf Jitsi (ehemals SIP Communicator) oder andere Alternativen gewechselt. Das Open Source Programm bietet seinen Nutzern die komplette Verschlüsselung ihrer Kommunikation an. Jitsi ist kostenlos und für Windows, Mac OS X und zahlreiche Linux-Distributionen erhältlich. Unser Interview mit dem Jitsi-Entwickler Emil Ivov aus dem Jahr 2009 ist übrigens hier verfügbar.
Text-Quellen: slate.com
Lars Sobiraj (g+) am Dienstag, 24.07.2012 13:21 Uhr
... Wird Zeit für ne Signatur: Mit Bitcoin wäre euch das bisher nicht so oft passiert*g* Jop, und darunter auch: Mit Verschlüsselung wäre ech das auch nicht passiert. Verwendet OTR und PGP! Der freie Bürger hat eigentlich bereits seit über 10 Jahren di ...
Ich verstehe euch alle irgendwie nicht, es scheint wohl keinen so richtig zu interessieren, dass es in Deutschland ein Gesetz gibt, dass jeden Telekommunikationsdiensteanbieter (Skype, Facebook, Web.de, GMX, Yahoo.de, Sipgate, easybell...) mit mehr als 1000Kunden dazu verpflichtet diese "Abhörschni ...
...Ich kenne wenige die den Programmcode erst komplett durchackern und dann aus selbigen dann sich noch selber ein Paket bauen. Im Grunde genommen kenne ich gar keinen der beides macht. Muss man auch nicht, das Zauberwort nennt sich Versionsverwaltung ;) ...
Skype war doch schon immer berüchtigt dafür. Auch bevor Microsoft es übernahm. :coffee: jup nix neues... ...
Natürlich kann Skype wie Jeder andere nicht unter Opensource stehende Sicherheitsdienst abgehört werden. Wie wenn jeder der CSS produziert gleich ein Backdoor einbaut... Denkbar ist das, zumindest für eine gewisse Zeit, auch bei OSS. Ich kenne wenige die den Pr ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.