Screenshot des Codes
Auch das Softwareunternehmen Microsoft arbeitet regelmäßig an der Weiterentwicklung des Linuxkernels, um das Konkurrenzprodukt kompatibel zu den eigenen Technologien zu halten. Zuletzt nahm sich einer der Entwickler der sogenannten HyperV-Virtualisierungsumgebung an, die vom neuen Code unterstützt werden sollte.
Während des Programmierens schien sich der verantwortliche Entwickler jedoch einen Scherz erlaubt zu haben. Statt für eine bestimmte Variable einen gewöhnlichen String zu verwenden, griff er zu der Hex-Bezeichnung „0xB16B00B5“. Im alternativen Leet-Alphabet, das bei internetaffinen Personen bekannt ist, bedeutet diese Zeichenfolge „bigboobs“.
Zuerst wurde das unbeholfen verwendete Wort vom Entwickler Paolo Bonzini entdeckt, der den Vorfall als „kindisch“ bezeichnete. Die Webseite Networkworld nahm sich der Sache an und erkundigte sich bei Microsoft über den Vorfall. Dort war man sich über den Sachverhalt offenbar bereits bewusst und entschuldigte sich für den Fauxpas. Um den Fehler zu beheben, werde man beim nächsten Update des Scripts, die unglücklich benannte Variable beseitigen, so der Konzern.
Auch die Webseite itwire berichtete am vergangenen Mittwoch über den Vorfall. Dort versuchte der Autor des Artikels, Sam Varghese den Sachverhalt allerdings etwas zu relativieren. Schließlich seien Begriffe wie fuck, shit oder bastard zumindest seit Kernel-Version 2.4 überall im Script zu finden. Nicht zuletzt sei die Zahl der Personen, die zum Frühstück regelmäßig den aktuellen Quellcode des Linux-Kernels lese, eher gering.
Prompt reagierte jedoch die weibliche Programmiererin, Máirín Duffy in einem Kommentar auf die beschwichtigenden Worte. Diese erklärte, dass die vorgeblich beleidigenden Codezeilen in der Tat ein Problem darstellen würden. Durch die vielen offensiven Anspielungen entstehe letztlich ein schlechtes Arbeitsklima für Frauen in der Opensource-Szene.
Bild-Quellen: lkml
Text-Quellen: lkml
Julian Wolf (g+) am Freitag, 20.07.2012 16:35 Uhr
Die von Microsoft produzierten Big Boobs sind mir wurscht. Als viel plamabler erachte ich es jedoch, dass MS-Programmierer scheinbar nicht die simpelsten Grundlagen professioneller Softwareentwicklung beachten. Eine der grundlegenden Regeln ist, im Zusammenhang des Codes sinnvolle Variablennamen zu ...
ich finde es viel schlimmer, das Microsoft am Linuxkernel rumfuchtelt :D ^ This! Ein Skandal ist das! ;D ...
Wenn man so leicht eine News bekommt, dann werd ich in Zukunft auch immer ganz böse Wörter in meinen Programmen verwenden :) Und diese wären? ...
Das ist wie gesagt das lustige ^^ Wer Linux verwendet soll mal am Windows 2000 Code, der schon seit einiger Zeit im Netz herumgeistert ein grep -iR "fuck" src/ und dann grep -iR "fuck" src/ | wc -l machen ^^ Ich hab das mal beim Linux 3.5er Kernel gemacht ;D http://pastebin.com/xtxHjD ...
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