statue of surveillance?
Auf der dreitätigen Veranstaltung Hackers on Planet Earth (HOPE) sprach kürzlich in New York der ehemalige leitende Mitarbeiter der NSA, der einem Journalisten des Magazins Wired mit zahlreichen Informationen versorgte. Binney gehörte dem Geheimdienst 30 Jahre lang an, als technischer Direktor leitete er eine Untergruppe der Organisation. Nachdem ihn die Überwachungsmaßnahmen seines Arbeitgebers stark an die Zukunftsvisionen von George Orwell erinnerten, stieg er im Jahr 2001 aus. Kurz nach der Veröffentlichung des Wired-Artikels wurde seine Wohnung vom FBI durchsucht.
Auf der HOPE sagte Binney, seit dem Jahr 2001 erhalte die NSA täglich von einem der US-amerikanischen Provider durchschnittlich 320 Millionen Logdateien, dazu kommen die Daten der anderen Anbieter. Schätzungsweise 20 Billionen Kommunikationsdaten über Telefonanrufe, den Versand von SMS, E-Mails und andere Kommunikationsdaten wurden bis heute angehäuft. Von allen Bürgerinnen und Bürgern des eigenen Landes werden Informationen gesammelt. Vor allem interessiert die Mitarbeiter, mit welchen Personengruppen man im Kontakt steht. Ausgewertet wird auch, welche Aktivitäten privat wie beruflich durchgeführt werden. Binney bezeichnet dies als eine sehr gefährliche Entwicklung. Zensur und absolute Überwachung seien in den USA an der Tagesordnung, für dieses Urteil müsse man nicht paranoid sein. "Es geht nicht darum, dass man nichts zu verbergen hat. Es geht um den Bruch zahlreicher Rechte, die (noch immer) existieren." Die NSA weigert sich bis heute bekannt zu geben, wie viele Personen tatsächlich bespitzelt werden. Man begründet dies fortwährend damit, es handele sich dabei um Geheimnisse des Staates. Im Gegensatz dazu gab der Chef der NSA bekannt, man würde das eigene Volk nicht derart intensiv kontrollieren und habe kein Interesse an privaten E-Mails. Ein Redakteur des IT-Portals Techdirt konterte, man könne seine Worte auch so interpretieren, als seien ihnen die Rechte der Bürger völlig gleichgültig.
NSA bespitzelt jeden
Bekannt wurde kürzlich durch die NYT auch die groß angelegte Spähaktion der für die Arneimittel-Kontrolle zuständige Food and Drug Administration (FDA). Tausende private E-Mails von Angestellten an Kongressmitglieder, Rechtsanwälte, Journalisten und sogar an Präsident Barack Obama wurden mit Hilfe von Spionage-Computersoftware heimlich mitgelesen. Der Vorfall kam zufällig aufgrund einer Unachtsamkeit eines Mitarbeiters ans Tageslicht.
In der Tat erinnern derartige Vorfälle an die Thesen des Whistleblowers und ehemals ranghohen NSA-Mitarbeiters. Fragt sich, wie weit die Einwohner der USA tatsächlich noch vom Szenario des Buches 1984 entfernt sind.
Video: Interview mit William Binney auf der HOPE #9.
Bild-Quellen: 4thmedia.org
Text-Quellen: www.networkworld.com
Lars Sobiraj (g+) am Freitag, 20.07.2012 11:02 Uhr
An Waffen ist nichts positives, im Gegenteil. Wie das hast du eben mal hier entschieden? Wir können gerne Diskutieren ob das Negative oder Positive überwiegt ganz pauschal zu sagen das es an Waffen nichts Positives gibt ist aber Falsch. ...
Nein, die deutschen Behörden sind nicht so extrem. Allerdings habe ich mich bei NSA & Co. mit meinem Artikel einmal mehr zu einer Aufnahme in deren Kartei "qualifiziert". Da die Amis auch sämtliche Kommunikations- und Bankdaten aus Deutschland einsehen, gehe ich schon ...
Weiters interesannt in diesem Zusammenhang ist, welche Rechte die EU zur Niederschlagung von Aufständen laut Prof. Schachtschneider hat. Gemeint ist hier Artikel 2 Absatz 2 Punkt C der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK): Artik ...
Wieso sollte ich vor einer Regierung angst haben wo so was durchkommt.... Laut denn "Verschwörungstheoretikern" müsste der ja schon längst tot sein... Und was glaubst du was los wäre, wenn der kurz vor Veröffentlichung verschwindet oder unter mysteriösen Umständen s ...
Gut und Böse an sich gibt es nicht. ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Sener Dincer am 14.06.2013, 11:47 Uhr
Bezugnehmend auf die anhaltende Protestbewegung gegen Ministerpräsident Erdogan hat nun auch der StudiVZ-Gründer Ehssan Dariani seine Ansichten offenbart. Via Facebook-Mitteilung teilt er mit, dass möglicherweise die Zeit für einen bewaffneten Kampf gegen die türkische Regierung gekommen sei – und zwar „Stauffenberg-like“.