Die neue Funktion für Spiele nennt sich "Start now" und befindet sich bei Facebook noch in der Testphase. Anbieter wie Zynga, Kixeye und EA sollen bereits erste Verträge mit dem sozialen Netzwerk unterschrieben haben. Spiele wie Indiana Jones Adventure World, Backyard Monsters, Zynga Slingo, Battle Pirates und viele mehr sollen schon in absehbarer Zeit die grundlegenden Informationen der Profile und die Freundesliste abgreifen dürfen, ohne vorher die Zustimmung der Benutzer einzuholen. Während des Spiels kann der Anwender jederzeit alle Zugriffe auf die eigenen Daten verbieten. Erste Tests zeigten viele neue Anmeldungen und wenige Personen, die nachträglich dem Datenzugriff widersprochen haben. Möglicherweise werden von den Anwendern zu einem späteren Zeitpunkt noch zusätzliche Freigaben angefordert. Es ist allerdings fraglich, ob sich viele Personen dem zusätzlichen Zugriff sperren werden, sollten sie schon einige Stunden Spielspaß erlebt haben. Die Spielehersteller hoffen, dass sie auf diesem Weg die Anzahl der Mitspieler und somit auch die Anzahl der gesammelten Daten erhöhen können.
Bislang wurden viele Nutzer von den umfangreichen Zugriffsrechten abgeschreckt und haben die Spiele nicht einmal ausprobiert. Nach Angaben des Newsportals Inside Facebook dürfte es bis zur Einführung dieses Features aber noch etwas dauern. Möglicherweise wird der Betreiber anfangs nur wenige Premium-Partner auswählen, die über diese neue Funktion verfügen dürfen. Datenschützer warnen, obwohl die Freigaben zu Beginn der Spiele eher geringfügig ausfallen. Bei monatlich mehr als 230 Millionen Mitspielern und 130 Spielen, die pro Monat mehr als eine Million aktive Teilnehmer vorweisen können, handelt es sich hierbei um einen gigantischen Markt (Stand Juni 2012). Die Währung der Gegenwart sind bei Facebook die Datenfreigaben und keine monatlichen Gebühren, die von den Spielern erhoben werden. "Start now" könnte von den Anbietern auch dazu benutzt werden, um eher kritische Mitspieler anzulocken, um im Verlauf der Spiele von ihnen umfangreiche Rechte einzufordern.
Doch es tut sich auch einiges bei den Facebook-Gruppen. Bald soll flächendeckend bei allen Gruppen die "Wer hat es gesehen"-Funktion eingeführt werden. So kann man demnächst auf einen Blick sehen, wer von den Gruppenmitgliedern bereits einen neuen Beitrag gesehen hat. Das bedeutet allerdings lediglich, dass dem Gruppenmitglied der Beitrag angezeigt wurde. Ob die Person den Inhalt des Beitrages auch wirklich gelesen oder verinnerlicht hat, kann Facebook natürlich nicht überprüfen. Allerdings kann sich innerhalb einer Gruppe künftig niemand mehr mit dem Argument rausreden, er habe eine Ankündigung nicht mitbekommen. Die Funktion soll auch in der mobilen Version von Facebook integriert werden. Noch ist die Funktion nicht flächendeckend verfügbar, sie wird nach und nach bei allen Gruppen eingebunden.
Neuigkeiten gibt es auch für Betreiber von Seiten. Bislang gab es keine Möglichkeit, mit dem eigenen Usernamen innerhalb der eigenen Seite zu posten. Betritt man nun seine eigene Seite, kann man neue Postings oder Kommentare alternativ unter dem Seitennamen oder mit dem eigenen Namen versehen. Gerade wenn mehrere Personen innerhalb einer Seite aktiv sind, können die Leser künftig besser erkennen, wer inhaltlich für neue Postings verantwortlich ist oder etwas mit einer "Gefällt mir"-Angabe versehen hat.
Bild-Quellen: lukreszja.deviantart.com mathieuberenguer.deviantart.com
Text-Quellen: Inside Facebook Inside Facebook allfacebook.de
Lars Sobiraj (g+) am Montag, 16.07.2012 11:28 Uhr
Zwangssozialisierung :D Erinnert an die Arbeitslager der Christen in den 40ern und 50ern. ...
Mit dem Gruppenzwang hast du auf jeden Fall Recht. Auch ich bin nur bei Facebook registriert weil 99% meiner alten Schulkameraden und Bekannten dort sind. Leider gibt es immer besonders dumme Menschen die bei jedem Scheiss mitmachen. Genau wie diese komische Chronik. Bei den Leuten bei denen man es ...
Ich hoffe inständig, dass nicht so viele Leute so dumm sind FB Zugriff auf das eigene E-Mail-Konto zu geben. Auch darf man nicht vergessen, dass es bei den heutigen Jugendlichen einen enormen Gruppendruck gibt. Wer nicht bei FB ist, ist out und kann viele Informationen nicht mitbekommen. Ich weiß n ...
Facebook einfach selber meiden --> keine Daten an Facebook klappt nicht ganz. beispiel: adressbücher hochladen. dadurch kommen ohne eigenes zutun schon genug daten zusammen, beispielsweise die sexuelle ausrichtung (jemand mit überdurchschnittlich vielen homosexuellen ...
Gibt eine ganz einfache Lösung: Facebook einfach selber meiden --> keine Daten an Facebook auch keine Daten für die Spielehersteller ..... ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.