Schematische Darstellung einer Cloud-Infrastruktur
Das Thema Cloud Computing hat nach wie vor große Bedeutung in der IT. Nicht ohne Grund war die "Datenwolke" auch eines der zentralen Themen auf der diesjährigen CeBIT. Allerdings gibt es immer wieder Kritik, IT-Sicherheit und Datenschutz seien bei Cloud-Anwendungen vielfach nicht ausreichend. Dieses Problems nimmt sich nun auch die EU-Kommission an. Vor allem die mangelnde Rechtssicherheit ist in Kroes' Augen ein Problem. Es geht etwa um die Haftung, wenn in die Wolke ausgelagerte Daten verlorengehen oder gar in die Hände Unbefugter gelangen. "Derzeit ist die Situation ziemlich verwirrend", sagte Kroes in einer Rede Ende Juni. Auch die Regeln für Daten, deren Speichern womöglich ein Copyright-Vergehen darstelle, seien nicht immer eindeutig, sagte ein Sprecher der EU-Kommissarin. Zum Beispiel sei dies der Fall, wenn der mutmaßliche Rechteverletzer in einem anderen Land beheimatet ist als der Server, auf dem die Daten liegen.
Die EU-Strategie, aus deren Entwurf die "Financial Times Deutschland (FTD)" vorab zitierte, will der unübersichtlichen Lage mit einheitlichen Regeln entgegenwirken. Der Entwurf beinhaltet laut FTD unter anderem ein Zertifikat, das die Nutzer informieren soll, inwieweit die Anbieter Datenschutz und Sicherheit garantieren. Außerdem sollten demnach die sogenannten Standardvertragsklauseln für die Verarbeitung personenbezogener Daten neu formuliert werden.
Einen Dialog zum Thema will die EU unter anderen mit den USA führen - Daten europäischer Nutzer könnten schließlich auch in Übersee gespeichert werden, wie ihr Sprecher sagte. Zwischen den beiden Gesprächspartnern dürfte es durchaus einigen Klärungsbedarf geben. So schockierten die USA vor etwa einem Jahr viele europäische Nutzer mit der Rechtsauffassung, in der Cloud abgelegte Daten - egal, wo sie gespeichert sind - könnten nicht vor Zugriffen unter dem berüchtigten US-Antiterror-Gesetzespaket "Patriot Act" geschützt werden, falls der Cloud-Anbieter seinen Hauptsitz in den USA hat (gulli:News berichtete).
Kroes will den Verbrauchern zudem ermöglichen, ihre Daten ohne viel Aufwand zu einem neuen Anbieter zu verlagern, wenn sie mit ihrem alten Cloud-Dienstleister unzufrieden sind oder ein Konkurrent ihnen ein attraktiveres Angebot macht.
Bild-Quellen: Sam Johnston unter CC-BY-SA 3.0
Text-Quellen: AFP
Annika Kremer (g+) am Montag, 09.07.2012 19:17 Uhr
Alle Wolken haben rechteckig zu sein! Wer was mit Dreiecken oder Kreisen macht wird Gottes-Zorn... ähm den der EU-Kommission zu spüren bekommen!! ...
Die EU-Kommission strebt von den EU-Mitgliedsländern gemeinsam erarbeitete und umgesetzte Standards für Datenschutz und IT-Sicherheit beim Cloud Computing an. EU-Justizkommissarin Neelie Kroes wolle noch "diesen Sommer" eine Strategie vorlegen, sagte ihr Sprecher in Brüssel. Die Kommission hat seit ...
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