Facebook Partys
Der Landespolizeipräsident von Baden-Württemberg Wolf Hammann und Innenminister Reinhold Gall (SPD) kündigten an, künftig alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um den Verantwortlichen die Kosten für Polizeieinsätze, beispielsweise Platzverweise wegen Ruhestörungen oder im Rahmen von Streitigkeiten begangenen Delikten wie Beleidigungen oder Körperverletzung, in Rechnung zu stellen. Pro eingesetztem Polizisten vor Ort werden 45 bis 48 Euro pro Stunde fällig.
In Süddeutschland fanden in den letzten Wochen die über das soziale Netzwerk organisierten Feiern häufiger als sonst statt. Eine Facebook-Party in Ulm kostete den Steuerzahler 60.000 Euro. In Konstanz wurde mit Hilfe von 200 Einsatzkräften verhindert, dass die geladenen Gäste ein Freibad für ihre Veranstaltung in Anspruch nahmen. Der Veranstalter benutzte für seine Einladung einen Fakeaccount bei Facebook. Geradezu rekordverdächtig fallen die Kosten einer Veranstaltung in Backnang aus. Mit zirka 140.000 Euro wird die Feier zu Buche schlagen. Die Polizei zählt 23 Straftaten wie Körperverletzungen, Sachbeschädigungen, Aufforderungen zu Straftaten, das Abbrennen von Pyrotechnik, einen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz und einen Diebstahl. Drei Personen wurden im Verlauf des Abends verletzt. Die Ermittlungsbehörden des Landes und Bundes blianzierten Personal- und Sachkosten von ungefähr 120.000 Euro. Darüber hinaus waren Einsatzkräfte der Sicherheits- und Ordnungsbehörden, der Freiwilligen Feuerwehr, des DRK, des Technischen Hilfswerks, des DLRG und des städtischen Bauhofes und Ordnungsamtes sowie private Sicherheitsdienste anwesend. Diese Stellen haben bislang Rechnungen in Höhe von 20.000 Euro eingereicht.
Doch damit nicht genug. Es wurde eine Folgeveranstaltung im Plattenwald angekündigt, die die Stadt Backnang bereits verboten hat. Die Polizei steht derzeit in Kontakt mit Facebook und anderen Online-Portalen zur Identifizierung der verantwortlichen Personen. Zwei Teilnehmer konnten nach Polizeiangaben bislang identifiziert werden. Die Auseinandersetzungen fanden aber offline wie online statt. So wurden auf der eigenen Seite mehrere Falschnachrichten und gefälschte Fotos gepostet, um Stimmung gegen die Polizei zu machen. Unter anderem wurde behauptet, die Beamten würden mit Wasserwerfern und Schlagstöcken gegen die Partygäste vorgehen. Auch wurde auf der Seite der Veranstaltung dazu aufgerufen, mehrere Gebäude "auseinander zu nehmen". Die Polizei kommentierte die Aussagen mit ihren Gegendarstellungen.
Bislang will der Innenminister von Baden-Württemberg keine Gesetzesänderungen anregen. Er gab bekannt, die zur Verfügung stehenden Instrumente seien bisher ausreichend. Falls notwendig, will Reinhold Gall die Problematik aber bei den zuständigen Gremien ansprechen. Sollten sich derartig hochpreisige Einsätze mehrfach wiederholen, könnte es möglicherweise noch dazu kommen.
Bild-Quellen: bangkokrecorder
Text-Quellen: teltarif.de
Lars Sobiraj (g+) am Montag, 09.07.2012 14:26 Uhr
Es geht weder um "Saufen", noch um "Feiern". Es geht um pure und bewusste Eskalation und Zerstörung. Ich muss zugeben, dass ich selbst noch nie bei einer dieser Partys war. Ein Arbeitskollege hat mir allerdings von Tessas Party (iirc die erst FB-Party in Deutsc ...
Stimme dir absolut zu, zuerst sollten mal die Vereine dick zur Kasse gebeten werden... da regt sich aber niemand drüber auf von den Politikern. Gehört halt zu der Kategorie Brot und Spiele um das dumme Volk schön ruhig zu halten. Dafür kann man mal was springen lassen. Wo lieg ...
das ist doch ein übliches bild, jedes we zu den fußballspielen. da gibts auch schon seit jahrzenten mehr oder weniger regelmäßig ausschreitungen und erfordern massive polizeieinsätze. Stimme dir absolut zu, zuerst sollten mal die Vereine dick zur Kasse gebeten wer ...
Das find ich gut, wenn ich dann mit meinen Jungs vom MC zu dir fahre (Reisefreiheit) und uns alle vor deinem Haus versammeln (Versammlungsfreiheit) und dir dann auf unsere Art die Meinung sagen (Meinungsfreiheit), dann ist das für dich also vollig ok? :D Wenn dann irgendwa ...
Es geht um pure und bewusste Eskalation und Zerstörung. Ich denke Eskalation trifft es ganz gut auf den Punkt. Ich glaube nicht, dass Zerstörung wirklich im Vordergrund steht, auch wenn sie bewusst in Kauf genommen wird. Gerade bei solchen Veranstaltungen sin ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.