EU Flagge
Ende dieser Woche soll ein „Pakt für Wachstum und Arbeitsplätze“ von Staats- und Regierungschefs beschlossen werden. Vertreter großer Konzerne hoffen damit auf Deregulierungen und fordern in einem Brief mehr Freiheiten für die Wirtschaft ein. Die elitäre Industriellenvereinigung genannt ERT, „European Roundtable of Industrialists“ (http://www.ert.eu/), fordert in einem Schreiben einen „sofortigen Stopp all jener unternehmensbezogenen Regulierungen, deren unmittelbarer Nutzen für Wachstum nicht erwiesen ist“. Laut „Welt Online“ unterstützen 50 Leiter europäischer Großkonzerne, darunter Peter Löscher (Siemens), Gerhard Cromme (ThyssenKrupp), Norbert Reithofer (BMW) und René Obermann (Telekom), allesamt Mitglieder von ERT, das Anliegen.
Der Kern des Schreibens lässt sich zusammenfassen mit: Wenn es ein Anliegen der EU ist, dass die Industrie Arbeitsplätze schafft, dann darf die Industrie auch nicht zu streng beaufsichtigt werden. Dies sieht der „Wachstumspakt“, der Ende der Woche beschlossen werden soll, vor. Darin werden die EU-Länder verpflichtet „Strukturreformen durchzuführen“, Justiz und Staatsverwaltung schlagkräftiger zu machen um „heimisches Wachstumspotential zu erschließen“. Auch die EU-Kommission soll sich demnach verpflichten „Regulierungslasten zu senken“. Kurzgefasst sollen Hindernisse für investitionswillige Unternehmen abgebaut werden.
Den europäischen Telekom-Unternehmen ist besonders die Preisdeckelung (Gulli berichtete) ist ein Dorn im Auge. Die Seit Anfang Juli geltende Regulierung setzt eine preisliche Obergrenze für Roaming innerhalb der EU. Chefs von 22 großen europäischen Telekommunikationsunternehmen unterzeichneten das Schreiben der ERT. So heißt es im Anliegen: "Wir glauben, dass eine Änderung der Telekom-Politik der EU dringend nötig ist, um die besten Bedingungen für private Investitionen und Innovationen zu schaffen". Detaillierter geht es den Leitern darum „den Regulationsdruck im Telekom-Sektor zu vermindern, um Investoren zu versichern, dass ihr Geschäftsmodell nicht unterminiert wird". Die Chefs zeigen sich also besorgt über die strengen Vorgaben aus Brüssel und das daraus resultierende sinkende Interesse von Kapitalgebern in die Unternehmen zu investieren.
Bild-Quellen: deviantart
Text-Quellen: Welt Online
Two Bit am Montag, 25.06.2012 13:31 Uhr
Und vorneweg segelt die Telekom-Branche mit der Forderung: Die Gelegenheit nutzen die Chefs der Telekom-Unternehmen zu einem Appell an die EU-Spitzen, es nicht zu übertreiben mit verbraucherfreundlicher Regulierung: Gerade zum 1. Juli etwa schreibt ihnen europäische Gesetzgebung vor, die Roa ...
Also ich hätte eine Anfrage zur Deregulierung ja von vielen erwartet*, aber nicht von der Telefonindustrie. Die Telefonindustrie besitzt das ausgereifteste Modell der Preisdiskriminierung, was momentan auf dem Markt existiert. Durch die Wahl eines Tarifes zahlt jeder soviel, wie er maximal bereit i ...
Oh ja... alleine die Überschrift sagt alles. Da könnte auch stehen: - Waffenindustrie fordert Deregulierung des Kriegsvölkerrechts... - Fleischindustrie fordert Deregulierung des Tierschutzrechts... - Drogenbarone fordern Deregulierung des Grenzschutzes... Natürlich fordern die Industrievertreter ...
http://www.youtube.com/watch?v=T6XYrz-zviQ Denn die Überregulierung ist an Maßlosigkeit schuld. ...
Das ist die wichtigste Abstimmung seit min. 10 Jahren. Informiert euch, vorallem über den ESM. Der Vertrag kann bei Wikipedia eingesehen werden. Durchlesen ist eigentlich Pflicht für jeden, der Demokratie mag. Wenn man dies nicht tut, dann haben wir morgen einen absolutistischen EU-Staat. EDIT: ups ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.