bald verboten: die Privatkopie
In Japan wurde am 20. Juni ein neues Gesetz verabschiedet, welches eine deutliche Verschärfung des Urheberrechts darstellt. Das Hochladen urheberrechtlich geschützter Werke wurde bereits in der Vergangenheit mit Haftstrafen von bis zu zehn Jahren geahndet. Jetzt betrifft das Gesetz auch den Download der Werke. Kritiker warnen vor möglichen Strafen beim Anschauen von illegalen Filmen bei YouTube oder anderen Video-Plattformen. Das Gesetz, welches am 1. Oktober in Kraft treten soll, erlaubt es Rechteinhabern, Downloader mit Haftstrafen von bis zu zwei Jahren oder umgerechnet 25.000 US-Dollar Strafe zu belegen. Ein befragter japanischer Rechtsanwalt befürchtet, die neuen Regelungen könnten der Polizei bei der willkürlichen Verfolgung von Raubkopierern Tür und Tor öffnen. In den USA und vielen anderen Staaten erlaubte Dienste wie YouTube werden in Japan im Herbst mitunter zu empfindlichen Strafen führen.
Daneben besagt das Gesetz, dass die Kopie von Daten von einer DVD oder CD auf die eigene Festplatte illegal ist. Der Verkauf jeglicher kommerzieller Ripping-Software wird ebenfalls ab dem 1. Oktober verboten. Insbesondere will man verhindern, dass die Anwender den Kopierschutz ihrer gekauften Medien umgehen, um sich private Kopien anzufertigen. Was den Interessen der Rechteinhaber entspricht, beschneidet die japanischen Konsumenten in erheblicher Weise in ihrer Freiheit. Sie dürfen künftig nicht mehr frei darüber entscheiden, was sie mit ihren gekauften Speichermedien tun.
Bild-Quellen: ehow tech
Text-Quellen: itmedia.co.jp torrentFreak
Lars Sobiraj (g+) am Freitag, 22.06.2012 17:07 Uhr
Dann wird der WindowsMediaplayer ja wieder schlanker, wenn er keine Ripfunktion mehr hat.^^ ...
Ich weiß ja nicht, wie es in Japan ist, aber hierzulande hat der Konsument DRM bei CDs ja eine deutliche Absage erteilt. Die Dinger lassen sich nicht verkaufen. ...
Kann denen das mit Youtube nich eh egal sein? Dachte die benutzen da fast nur niconico. ...
Wie kommst du darauf, das jemand in Japan dafür auf der Straße geht. Selbst diese Aktion steht unter Strafe. Nein, Demonstrationen stehen nicht unter Strafe. Wie ein Vorredner von mir schon gesagt hat, ist Japan NICHT China. Dass es in Japan seltener Demonstrationen g ...
Es wäre wirklich interessant zu sehen wie viele Japaner dagegen auf die Straße gehn bzw. anderweitig Protest üben. Wahrscheinlich keine 1000 Leute in dem 100 Mio. Land. Wie kommst du darauf, das jemand in Japan dafür auf der Straße geht. Selbst diese Aktion steht u ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.