Die Besucher der Webseiten des BKA und der Heilbronner Polizei wurden offenbar systematisch überwacht. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Focus. Offenbar wurden die IP-Adressen aller Besucher gespeichert, die sich auf den entsprechenden Webseiten für den Fall der getöteten Polizistin Michèle Kiesewetter interessierten. Focus berichtet: "Bei der Suche nach den Tätern griff die Soko 'Parkplatz' laut FOCUS auf juristisch heikle Methoden zurück. So überwachten die Fahnder mit Hilfe des Bundeskriminalamts zwischen Mai 2007 und Januar 2008 die Homepage der Polizeidirektion Heilbronn. Jeder Internetnutzer, der sich über den Mordfall informierte, wurde registriert. In vertraulichen Vermerken der Polizisten heißt es FOCUS zufolge, die Spionage-Aktion sollte der Öffentlichkeit 'nicht bekannt werden', da sie rechtlich auf 'sehr wackeligen Beinen steht'."
Diese Methode ist beim Bundeskriminalamt nicht unbekannt. Offenbar geht dort das systematische Aufstellen von so genannten Honeypots als praxistaugliche Ermittlungsmethode durch, obwohl sich die Beamten über die Fragwürdigkeit im Klaren sind. Eine ähnliche Taktik wurde von den Ermittlungsbehörden bereits seit 2004 angewendet. Im Fall der linken Untergrundorganisation militante gruppe speicherte das BKA nicht nur die IP-Adressen sämtlicher Besucher der eigens für diese Gruppe angelegten Unterseite von bka.de, sondern stellte auch Anfragen über die Inhaber der IP-Adressen an die Provider. Dabei handelt es sich ganz klar um Honeypots. Im Rahmen der Ermittlungen gegen die militante Gruppe erlaubten sich die Ermittlungsbehörden aber noch ganz andere Kuriositäten. Weil sie beim googlen von Begriffen wie 'Gentrifizierung', die von der militanten Gruppe genutzt wurden, auf den Sozialwissenschaftler Andrej Holm stießen, observierten sie diesen über ein Jahr und nahmen ihn schließlich fest, obwohl er unschuldig war.
Auch im Fall der Polizistin Michèle Kiesewetter kamen merkwürdige Ermittlungstaktiken ans Licht. So sollen Polizisten mit Geisterbeschwörern nach dem Mörder der 22-Jährigen gesucht haben. Sie wurde 2004 vermutlich von Mitgliedern der rechten Terrorgruppe NSU erschossen.
Text-Quellen: focus.de
Robert Clausen (g+) am Donnerstag, 21.06.2012 22:08 Uhr
Das Vorgehen ist als solches nichts Neues. Ich bezweifel aber ob denen das überhaupt etwas gebracht hat. Wer seine Identität verschleiern will, hat dafür doch genügend Mittel und Wege. ...
Ich erinnere mich an News wo es darum ging dass denen das eindeutig verboten wurde. Meiner Meinung nach war das ein Verbot gegen das BKA. Keine Ahnung, ob dieses Verbot auch für andere gilt. Wie ich Deutschland kenne wahrscheinlich nicht... Aber da das BKA ja ber ...
1984 kommt näher. Ich würd sagen, es ist schon vorbei und entfernt sich immer weiter. :) ...
1984 kommt näher. ...
Wie Hirnverbrannt: Geisterbeschwörer zu befragen. Ich hoffe nicht auf Steuerzahlerkosten. also bin mir sehr sicher, dass alles was der Geisterbeschwörer erzählt hat, stimmt. Nur hatte er sich wohl einfach verwählt :D ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.