Screenshot der FoWL-Startseite
FoWL ist konzipiert als Soziales Netzwerk für Menschen, die aktivistische Kampagnen und Projekte - vor allem, aber nicht ausschließlich, WikiLeaks - durch Maßnahmen wie Ideensammlungen, Spendensammlungen, Aufklärungskampagnen oder Pressearbeit unterstützen wollen. Das Netzwerk ist in einer Art Zellenstruktur organisiert.
Ein unbekannter WikiLeaks-Aktivist veröffentlichte am gestrigen Montag die 12 Punkte umfassende Liste, die anschließend von der auf WikiLeaks-Berichterstattung spezialisierten News-Seite "WL Central" übernommen wurde. Einige der Punkte befassen sich mit der Art und Weise, wie auf FoWL kommuniziert werden soll. So heißt es: "WL Friends stellt euch Leute vor, die ihr kennen wollt, aber noch nicht kennt. Facebook verbindet euch mit Leuten, die ihr schon kennt - das ist sinnlos." Aussagen wie diese dürften durchaus kontrovers sein, schätzen doch viele Menschen Soziale Netzwerke als einfache Methode der Kommunikation oder als Möglichkeit, Menschen wiederzufinden, zu denen der Kontakt aus diversen Gründen abgebrochen ist.
Überzeugender dürften für viele Menschen die Argumente sein, die die Sicherheit des WikiLeaks-Netzwerks in den Vordergrund stellen. So heißt es, Facebook sei ein "Massen-Überwachungswerkzeug", was angesichts der anhaltenden Datenschutz-Bedenken gegenüber dieser Plattform durchaus vielen Menschen einleuchten dürfte. Allerdings ist auch dieser Punkt sehr aggressiv verfasst und wirft Facebook-Nutzern vor, ihre Freunde durch die Nutzung des Sozialen Netzwerks zu "verraten" - eine Art von Argumentation, die man von WikiLeaks und insbesondere dessen Gründer Julian Assange kennt und die beiden nicht nur Sympathien einbringt. Andere sicherheits-bezogene Punkte sind sachlicher formuliert. So heißt es unter Anderem, Facebook zeichne alle Handlungen seiner Benutzer auf und gebe diese an die US-Regierung sowie an einflussreiche Unternehmen weiter, was FoWL nicht tue. Zudem seien bei FoWL alle Daten so verschlüsselt, dass selbst die System-Administratoren diese nicht entschlüsseln könnten - dies könnten erst die Nutzer selbst, was automatisch beim Einloggen geschehe. Sollte dies tatsächlich funktionieren und sicher umgesetzt sein, ist es tatsächlich für sicherheitsbewusste Nutzer ein sehr interessantes Feature. Angeblich verwendet FoWL Militär- und höchsten Industriestandards entsprechende Kryptographie, unter anderem OpenPGP. FoWL ist außerdem dezentral aufgebaut, was eine Kontrolle ausgetauschter Inhalte massiv erschwert.
Das Soziale Netzwerk befindet sich seit Ende letzten Jahres in einer Beta-Phase, in der Nutzer Accounts registrieren, die Plattform aber noch nicht aktiv nutzen können. Es hieß, diese Beta-Phase werde andauern, bis genug Nutzer zusammen gekommen seien. Allerdings wurde der Start von FoWL mehrfach nach hinten verschoben. Die Gründe dafür sind unklar - es könnte sich um technische Probleme handeln, um unerwartet geringes Interesse potentieller Nutzer oder um eine Reihe anderer Gründe. Nun kündigte WikiLeaks jedoch an, dass die Beta-Phase schon am nächsten Wochenende enden wird. Auf Twitter teilte ein WikiLeaks-Aktivist mit, Interessenten hätten noch fünf Tage, um durch eine Vorab-Registrierung Teil des "Kern-Netzwerks" zu werden.
5 days left to join WLFriends core wlfriends.org
— WikiLeaks (@wikileaks) May 21, 2012
Annika Kremer (g+) am Dienstag, 22.05.2012 16:42 Uhr
Wir werden sehen. Wenn ich demnächst meine Artikel von Guantanamo aus verfasse, hattest du recht. ...
Ein zentraler Punkt mit vielen Nutzerdaten von Aktivisten & deren Kommunikation. Aufgebaut angeblich von einer kleinen hilflosen Widerstandsgruppe... und nachwie vor boykottiert von allen großen Banken. Aber absolut sicher usw... Während das US-Militär jeden Tag aufs neue verkündet dass Cyberwarfa ...
http://s.gullipics.com/image/z/h/2/hq2x3b-j7wd42-xgez/phpu3FBDS.small.png Oman ... :) ...
Auch Geheimdienste können nicht zaubern. ...
"WL Friends stellt euch Leute vor, die ihr kennen wollt, aber noch nicht kennt. Facebook verbindet euch mit Leuten, die ihr schon kennt - das ist sinnlos." Dieses "Argument" ist schwachsinnig/sinnlos. Facebook verbindet auch Leute, die man bislang noch nicht kannte, aber kennenlernen ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Sener Dincer am 14.06.2013, 11:47 Uhr
Bezugnehmend auf die anhaltende Protestbewegung gegen Ministerpräsident Erdogan hat nun auch der StudiVZ-Gründer Ehssan Dariani seine Ansichten offenbart. Via Facebook-Mitteilung teilt er mit, dass möglicherweise die Zeit für einen bewaffneten Kampf gegen die türkische Regierung gekommen sei – und zwar „Stauffenberg-like“.