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Sicherheitsmängel bei populären Cloud-Speicherdiensten

Das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) untersuchte kürzlich die Sicherheit der sieben populären Cloud-Speicherdienste Dropbox, CloudMe, CrashPlan, Mozy, TeamDrive, UbuntuOne und Wuala. Das Ergebnis: jeder der untersuchten Dienste wies ernstzunehmende Sicherheitsmängel auf.

Wie die Sicherheitsexperten in ihrem Forschungspapier erklären, gibt es bei allen untersuchten Diensten Sicherheitsprobleme. 

Eines der festgestellten Probleme waren eindeutig technische Mängel wie etwa das Fehlen einer angemessenen Verschlüsselung. So verschlüsseln einige der untersuchten Dienste, darunter das extrem beliebte DropBox, die Daten nicht schon bei der Übertragung, sondern erst, wenn diese tatsächlich in der Cloud abgelegt werden. So kann jemand, der die Daten beim Hochladen ausliest - etwa über ein ungesichertes WLAN - Zugang zu sensiblen Informationen erlangen. Andere Dienste verschlüsseln zwar die Dateien, machen aber die Dateinamen für andere Nutzer des Dienstes offen zugänglich. Bei Mozy werden schwache Passwörter ohne einen entsprechenden Hinweis akzeptiert. Ganz schwach schneidet Ubuntu One ab: hier fehlt eine Verschlüsselung nach Angaben des SIT völlig. Zu beachten ist allerdings, dass die Untersuchung bereits im Januar 2012 stattfand und einige der Dienste nach eigenen Angaben mittlerweile nachgebessert haben. Eine Liste der seither vorgenommenen Verbesserungen ist online einsehbar. 

Neben den technischen Sicherheitslücken stellte das Fraunhofer-Institut bei einigen Diensten auch Mängel in der Benutzerführung fest, die unerfahrene Anwender beispielsweise dazu verleiten könnten, sensible Daten für Suchmaschinen auffindbar zu machen. Dies wird zunehmend zum Problem, da auch Nutzer mit weniger technischen Kenntnissen zunehmend auf Cloud-Speicherdienste setzen.

Text-Quellen: netzwelt

Annika Kremer (g+) am Mittwoch, 16.05.2012 13:39 Uhr

Tags: cloud cloud computing fraunhofer dropbox

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7 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • Warlord85 am 17.05.2012 00:50:41

    Schade, dass nie erwähnt wird, dass es mit TeamDrive möglich ist (völlig kostenlos) einen eigenen Server zu betreiben. Das ist für mich das ausschlaggebende Argument, weshalb ich TeamDrive bevorzuge. Das einzige Manko ist, dass es (bisher) keine mobilen Clients bzw. allgeme ...

  • Nwabudike am 16.05.2012 15:39:42

    Seitdem Software-Entwicklung immer mehr quick&dirty-Arbeit ist, sprießen die Lücken wie Grashalme aus dem Boden. Da kann man direkt mal wieder den Kapitalismus beschimpfen, der keine Zeit für gute Software hat. ...

  • Lucas9991 am 16.05.2012 15:36:20

    Schade, dass nie erwähnt wird, dass es mit TeamDrive möglich ist (völlig kostenlos) einen eigenen Server zu betreiben. Das ist für mich das ausschlaggebende Argument, weshalb ich TeamDrive bevorzuge. Das einzige Manko ist, dass es (bisher) keine mobilen Clients bzw. allgemein gesagt keine offene API ...

  • Warlord85 am 16.05.2012 15:31:46

    Der Anbieter muss nicht zwangsläufig den Schlüssel haben. Es gibt durchaus solche Dienste bei denen er lokal beim Nutzer liegt. Wuala z. B. Ganze Container müssen bei TC übrigens nicht übertragen werden. Dropbox z. B. überträgt nur die geänderten Teile eine Containers. Mir i ...

  • mathmos am 16.05.2012 14:33:19

    Der Anbieter muss nicht zwangsläufig den Schlüssel haben. Es gibt durchaus solche Dienste bei denen er lokal beim Nutzer liegt. Wuala z. B. Ganze Container müssen bei TC übrigens nicht übertragen werden. Dropbox z. B. überträgt nur die geänderten Teile eine Containers. Mir ist EncFS aber inzwischen ...

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