
Im Rahmen einer geplanten Verschärfung des Waffenrechts kamen Pläne auf, auch die Sportart Paintball, bei der gegnerische Teams mit Farbkugeln aufeinander schießen, zu verbieten (gulli:news berichtete). Von diesen Plänen rückt Wiefelspütz, kurz vor dem entscheidenden Treffen der Großen Koalition zum Waffenrecht am heutigen Dienstag Abend, nun offenbar ein Stück weit ab.
"Manche Innenpolitiker der SPD haben Zweifel, ob ein Verbot von Paintball zielführend ist", so der SPD-Innenexperte gegenüber der Zeitung taz. Grund ist nicht etwa eine kürzlich entdeckte Vorliebe für Paintball, sondern schlicht praktische Erwägungen. "Ich halte Paintball für sittenwidrig, frage mich aber, ob eine solche Überzeugung für ein Verbot ausreicht," erklärte Wiefelspütz. Er betonte zudem, dass niemand "an einen direkten Zusammenhang von Amokläufen wie in Winnenden mit Spielen wie Paintball oder Gotcha glaube".
"Wer Paintballspieler auf diese Weise kriminalisiert, vertritt Schwachsinnsthesen", sagte Wiefelspütz. "Winnenden war nur der Anlass für ein Verbot." Stattdessen beruft sich der Politiker auf das humanistische Menschenbild. Mit diesem hält er es für unvereinbar, wenn Leute in einem Spiel aufeinander schießen.
Beobachter vermuten, dass auch die negative öffentliche Reaktion auf das geplante Verbot die SPD zum teilweisen Umdenken bewegt hat. Zahlreiche Paintballspieler und, unterstützt von anderen Gruppen, übten bereits lautstarke Kritik am geplanten Verbot ihrer Lieblingssportart. Allerdings betrifft dieser Sinneswandel bei Weitem nicht alle SPD-Politiker. Parteifreunde von Wiefelspütz, wie etwa der Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag, Sebastian Edathy, sind nach wie vor klar für ein Verbot.
Ganz entschieden weiterhin für ein Paintball-Verbot ist auch die CDU/CSU-Fraktion."Für uns ist klar, dass Paintball verboten werden muss", sagte beispielsweise der als "konservativer Hardliner" bekannte Dr. Hans-Peter Uhl, über den die taz berichtete: "Er hatte bereits vor über einem Jahrzehnt als Kreisverwaltungsreferent in München Paintball unter freiem Himmel mit Bezug auf das Ordnungswidrigkeitengesetz verbieten lassen. Erst als sich die Spieler dort in Hallen zurückzogen, konnte ihnen Uhl nichts mehr anhaben. Bis heute."
Man darf also gespannt sein, wie sich die Verhandlungen heute entwickeln und ob der teilweise Sinneswandel innerhalb der SPD ausreicht, um einen Unterschied zu machen. gulli:news wird weiterhin in dieser Angelegenheit berichten. (Annika Kremer)
(via taz, thx!)
News Redaktion am Dienstag, 12.05.2009 19:51 Uhr
Wohl eher: "SPD überlegt einzuknicken: In welche Richtung auch immer" Es wäre schön, wenn sie mal zur Abwechslung in Richtung Freiheit knicken oder umfallen würden. ;) ...
Paintball-Verbot: SPD unsicher Wohl eher: "SPD überlegt einzuknicken: In welche Richtung auch immer" ...
Ich hoffe sehr für dich dass dein Markierer ein F im Fünfeck hat... Was ist das? Warum findet man das nur in DE? =>Beschußzeichen einer "Freien WAFFE". Und da kannst du dich noch so sehr auf den Kopf stellen. Gesetzlich gibt es keinen Unterschied zwischen PB und Lupi/Luftgewehr und ...
Ich hoffe sehr für dich dass dein Markierer ein F im Fünfeck hat... Was ist das? Warum findet man das nur in DE? =>Beschußzeichen einer "Freien WAFFE". Und da kannst du dich noch so sehr auf den Kopf stellen. Gesetzlich gibt es keinen Unterschied zwischen PB und Lupi/Luftgewehr und co. Im übrig ...
Sehr interessanter Fall auf abgeordnetenwatch.de: Vom 09.05 Hallo Herr Kurt Segner, Ich wollte Sie nur an ihre Antwort vom 17.10.2008 Erinnern wo sie ausdrücklich gegen ein Verbot von Paintball sind. Folgendes Zitat: "Ihren Vergleich von sogenannten Killerspielen mit Sportarten wie Fechten, Boxe ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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