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Welttag der Pressefreiheit am 3. Mai

World Press Freedom Day

World Press Freedom Day

Zum Welttag der Pressefreiheit am 3. Mai verleiht die UNESCO den Guillermo Cano-Preis für Pressefreiheit an den aserbaidschanischen Journalisten und Menschenrechtsaktivisten Eynulla Fatullayev. Der 35-Jährige ist ehemaliger Chefredakteur und Gründer der unabhängigen Wochenzeitung "Realny Azerbaijan" und der aserbaidschanischen Tageszeitung "Gundalik Azarbaycan".

Fatullayev hat sich immer wieder beharrlich für die Presse- und Meinungsfreiheit in Aserbaidschan eingesetzt und wurde inhaftiert. Nach seiner Festnahme 2007 wurde er im Mai letzten Jahres vom aserbaidschanischen Staatspräsidenten begnadigt. Die internationale Gemeinschaft hatte wiederholt die Freilassung des Journalisten gefordert. Im Juli 2011 gründete Fatullayev die "Public Union for Human Rights", eine Nichtregierungsorganisation für die Durchsetzung der Menschenrechte.

Die Regierung des Europaratsmitglieds Aserbaidschan lässt immer wieder kritische Reporter und Blogger krankenhausreif schlagen. Die Opfer erhalten dann mehrjährige Freiheitsstrafen wegen „Hooliganismus“. Zum ersten Mal seit 5 Jahren wurde im Polizeistaat wieder ein Reporter ermordet. Reporter ohne Grenzen berichtet von zunehmender Gewalt im Land gegen Medienschaffende. Die UNESCO-Preisverleihung ist deshalb ein wichtiges Signal im Vorfeld des „Eurovision Song Contest“, den sich das Regime des Ölstaates zu Ehren des Präsidenten Alijew angeblich rund 500 Millionen Euro kosten lässt.

Das Ölland am Kaspischen Meer ist allerdings nur ein trauriges Beispiel. Während des letzten Jahrzehnts wurden weltweit mehr als 500 Journalisten und Medienschaffende ermordet, viele weitere wurden verletzt oder bedroht. Allein im Jahr 2011 wurden nach einem Bericht der UNESCO-Generaldirektorin zur Sicherheit von Journalisten 62 Journalisten getötet, der unheilvolle Trend setzt sich in diesem Jahr fort.

Daher betont die Organisation das Menschenrecht Meinungsfreiheit „als eines unserer wertvollsten Rechte“. Sie untermauere alle anderen Freiheiten und lege die Grundlage für die menschliche Würde. „Freie, pluralistische und unabhängige Medien seien essenzielle Voraussetzungen für die Meinungsfreiheit“, betonten UNESCO-Generaldirektorin Irina Bokova und UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon in einer gemeinsamen Botschaft zum Welttag der Pressefreiheit.

"In den meisten Fällen berichteten die Journalisten nicht über bewaffnete Konflikte, sondern über lokale Fälle von Korruption, organisiertem Verbrechen oder Drogenhandel", so Bokova. Aufgrund der alarmierenden Statistiken fordert die UNESCO ein konzertiertes Vorgehen aller UN-Agenturen und -Programme, um die Pressefreiheit zu schützen und gegen die mangelhafte Bestrafung von Verbrechen an Journalisten vorzugehen. Weitere Informationen:

Website der UNESCO zum Welttag der Pressefreiheit. Die Rangliste der Pressefreiheit in den einzelnen Staaten von Reporter ohne Grenzen.

 

Lars Sobiraj (g+) am Dienstag, 01.05.2012 09:18 Uhr

Tags: unesco reporter ohne grenzen eynulla fatullayev world press freedom day

vgwort
 
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2 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • FloMaier am 22.06.2012 16:38:22

    Mal etwas anderes, habe bei Vice folgende 3-teilige Doku entdeckt...gerade erst erschienen und wie ich finde ganz interessant! http://www.vice.com/de/vice-news/eurovision-im-reich-der-oeldiktatur-1 ...

  • OttoOtter am 03.05.2012 22:37:32

    Guten Abend ! Ich bin OttoOtter und wollte soeben einen Beitrag z.T. Gesellschaft/ Parteien einstellen. Da ich hier noch keine 100 Beiträge gepostet habe, gesteht mir die Moderation leider nicht das Recht zu, im Forum Gesellschaft/Politik eine Meinung zu vertreten. Dazu kann ich nur sagen : [ ...

  • Ghandy am 01.05.2012 09:18:42

    Zum Welttag der Pressefreiheit am 3. Mai verleiht die UNESCO den Guillermo Cano-Preis für Pressefreiheit an den aserbaidschanischen Journalisten und Menschenrechtsaktivisten Eynulla Fatullayev. Der 35-Jährige ist ehemaliger Chefredakteur und Gründer der unabhängigen Wochenzeitung "Realny Azerbaijan" ...

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