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Hypponen rechnet mit Cyber-Wettrüsten

Mikko Hypponen, leitender Sicherheitsforscher beim Unternehmen F-Secure, ist der Ansicht, dass es in nächster Zeit zu einem regelrechten Wettrüsten mit Cyber-Waffen zwischen den Nationen kommen wird. Hypponen vermutet außerdem, dass zukünftig praktisch jeder Konflikt zwischen technisch hoch entwickelten Staaten Cyber-Elemente umfassen wird.

In einem Interview mit dem IT-Newsportal "The Inquirer" am gestrigen Montag sagte Hypponen, die Welt bewege sich derzeit auf eine "Cyber-Kriegführungs-Revolution" zu. Damit gehe einher, dass Regierungen in naher Zukunft versuchen würden, sich mit der Durchschlagkraft ihrer Cyber-Waffen gegenseitig zu überbieten. Der Sicherheitsforscher rechnet mit einem regelrechten "Cyber-Wettrüsten" zwischen den technisch hoch entwickelten Nationen. Außerdem geht er davon aus, dass in Zukunft jeder Konflikt zwischen diesen Nationen Cyber-Elemente umfassen wird.

Hypponen begründet seine Theorien unter anderem mit der kürzlich bekannt gewordenen Tatsache, dass die USA und China heimlich gemeinsame Cyber-Manöver durchführten. Damit habe er so bald nicht gerechnet, so Hypponen. Er halte diesen Schritt aber für begrüßenswert, da Manöver erlaubten, den Gegner besser einschätzen zu können, und so einer Eskalation vorbeugten.

Innerhalb der letzten 60 bis 70 Jahre, so der Sicherheitsforscher, habe es eine Revolution in der Verteidigungs-Technologie sowie allgemein im Technologie-Sektor gegeben. Nun stehe die Menschheit am Beginn der nächsten Revolution: der "Cyber-Kriegführungs-Revolution".

Bereits innerhalb der nächsten Jahre rechnet Hypponen mit einem Cyber-Wettrüsten. Dieses werde, so der Experte, auch damit einhergehen, dass die verschiedenen Länder die Stärke ihrer Waffen und Sicherheitssysteme öffentlich zur Schau stellen. "Wie Nuklearwaffen in den 1960er-Jahren sind Cyber-Waffen ein Mittel der Abschreckung und Abschreckung funktioniert nur, wenn der mutmaßliche Feind weiß, dass man die entsprechenden Mittel hat," erklärte Hypponen. Vergleiche mit dem Kalten Krieg seien durchaus nicht abwegig. Der Sicherheitsforscher befürwortet Verhandlungen und die Ausarbeitung von Regelwerken, um das Cyber-Wettrüsten in geregelte Bahnen zu lenken. 

Annika Kremer (g+) am Dienstag, 24.04.2012 17:02 Uhr

Tags: cyberwar cyberwarfare f-secure hypponen

 
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4 Reaktionen zu dieser Nachricht
  • IronCandy am 25.04.2012 16:02:03

    Naja "Cyberwarfare" ist doch im Grunde nur Fuzzen bzw. DDoS und benötigt im Grunde nur pure Rechenleistung. Da fragt man bei den Leuten von Intel, AMD & Nvidia ob die einem noch son paar Schlachtschiffe verkaufn und gut is. Oh Moment stimmt ja... Wir sind ja die potenziellen Terroristen und gegen di ...

  • Cacheperl am 24.04.2012 18:17:29

    Praktisch, wenn die meist genutzte Nutzerplattform in den USA entwickelt wird. Alle anderen werden das Nachsehen haben. Richtig, am besten wir wechseln alle schnell zu MacOS. Oh wait... :p ...

  • Keule44 am 24.04.2012 17:54:31

    Praktisch, wenn die meist genutzte Nutzerplattform in den USA entwickelt wird. Alle anderen werden das Nachsehen haben. ...

  • laughz am 24.04.2012 17:23:04

    oje, ich weiß jetzt schon wer das wieder ausbaden darf.... :m) Wir, diejenigen, die das mit ihren Freiheitsrechten bezahlen :( ...

  • Annika_Kremer am 24.04.2012 17:02:42

    Mikko Hypponen, leitender Sicherheitsforscher beim Unternehmen F-Secure, ist der Ansicht, dass es in nächster Zeit zu einem regelrechten Wettrüsten mit Cyber-Waffen zwischen den Nationen kommen wird. Hypponen vermutet außerdem, dass zukünftig praktisch jeder Konflikt zwischen technisch hoch entwicke ...

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