Ausschnitt aus dem Buch. Anleitung um seinen Schreibtisch zu bewegen.
Bei der PDF-Datei handelt es sich um das „Valve Handbuch für neue Angestellte“. Dieses tauchte offenbar erstmalig am 20. April 2012 über das Forum Flamehaus im Internet auf, woraufhin der Valve-Mitarbeiter Greg Coomer auf Twitter dessen Echtheit bestätigte. Gleich zu Beginn des knapp 60 Seiten langen Buches macht Valve klar, dass eine klassische „Hierarchie“ eher für das Militär geeignet sei. Bei Valve jedoch sei jeder Angestellte ein Individuum, das keinem Chef unterstellt sei. „Du hast die Befugnis, grünes Licht für Projekte zu geben und Produkte auszuliefern“, heißt es.
Im Zuge dieser Ausführungen beschreiben die Autoren zugleich, weshalb der Schreibtisch jedes Mitarbeiters Rollen hat. Das soll es jedem ermöglich, sich dort einzusetzen, wo er seiner Meinung nach am effektivsten arbeiten kann. An welchem Ort innerhalb des Washingtoner Gebäudes sich eine Person aktuell befindet, ist über eine Intranet-Webseite jederzeit abrufbar. Auch aktuelle Projekte lassen sich auf diesem Wege erkennen.
Auch auf die Bezahlung geht man in einem der Kapitel konkret ein. Obwohl jedes Mitglied der Firma grundsätzlich jedem anderem gleichgestellt ist, finden jährlich anonyme Umfragen statt, in denen man die Zusammenarbeit mit den entsprechenden Teamkollegen beschreiben soll. Die Ergebnisse der Befragungen werden an die jeweiligen Personen weitergeleitet und sind eines der Kriterien, die für das letztendliche Monatsgehalt herangezogen werden. Wenn man als Mitarbeiter unzufrieden mit seiner aktuellen Bezahlung sei, müsse man dies lediglich zur Sprache bringen. „Bei Valve sind solche Unterhaltungen überraschend leicht und zielführend“, wird in einer Art Infokasten erwähnt. Jedoch solle man es vermeiden, sich über sein Gehalt zu beschweren, ohne dabei irgendwelche Informationen zu erbringen, die diese Forderung stützen.
Selbst eine große Auswahl an Freizeitangeboten scheint es im Firmengebäude zugeben. Schalen mit frischen Früchten, kostenloser Kaffee, Massageangebote und die Sporthalle seien dazu da, genutzt zu werden, ist im Buch zu lesen. Lediglich wenn es Kaviar zum Frühstück geben sollte, sollte man sich Gedanken machen. „Dann ist vielleicht irgendetwas falsch.“ Und weiter: „Definitly panic if there’s caviar“.
Trotz der teilweise ungewöhnlichen Firmenstruktur scheint Valve nichtsdestotrotz weiterhin ein sehr erfolgreiches Unternehmen zu sein. So zählt der Gründer Gabe Newell beispielsweise mit 1,5 Milliarden Dollar zu den 1000 reichsten Menschen der Welt.
Bild-Quellen: flamehaus
Text-Quellen: flamehaus
Julian Wolf (g+) am Montag, 23.04.2012 20:13 Uhr
Sein wir mal ehrlich: Das funktioniert nicht überall. Man kann in einer Engineering-Abteilung eines Herstellers für Bohrmaschinen nicht einfach das tun, wo man grade meint, Lust drauf zu haben. Geht nicht. Da kommen Aufträge von außen rein, wenn die keiner bearbeiten wi ...
Jaja "geleakt":D Ich bin mir fast sicher, dass Valve nicht sonderlich viel dagegen hat, dass das Handbuch der Öffentlichkeit zugänglich ist. Find's trotzdem sehr cool, dass das da so läuft. ...
Scheint ja eine recht coole Atmosphäre im Hause Valve zu herrschen. Das Handbuch erinnert mich irgendwie an ihren Humor, den sie in Spielen wie Portal eingebaut haben. Echt genial :T ...
Jetzt ist klar, warum Episode 3 nie rauskommt :D ...
Laut Eindrücken eines Besuchers gibt es bei Valve auch keinen Mitarbeiter, der seine Arbeit nicht mag. Klar, ich würde mich auch nicht beschweren dort zu arbeiten :D Und nein, bei Microsoft geht es nicht ähnlich zu, dort ist es viel strukturierter. Hier auch ein netter Blogeintrag von Michael Abras ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.