Die Gulli-Glosse - Logo von Artesia
Die Woche begann mit Apple und dem Gerücht, dass es angeblich bald eine stationäre Spielekonsole von Apple geben solle. Grund dafür war ein Besuch von Tim Cook bei Valve. Die Konsole soll eventuell mit einer ähnlichen Spracherkennung wie Siri ausgestattet werden. Wahrscheinlich werden Gamer bald mit Fehlermeldungen genervt, wie zum Beispiel: "Es tut mir leid, ich konnte 'Stirb doch endlich du dreckiger Bastard' nicht finden". Sollte das Gerücht stimmen, ist allerdings noch unklar, wie Apple es sich vorstellt, das neue Produkt zu lancieren. Eventuell werden dann wieder auch in diesem Fall ein paar stationäre Spielekonsolen in Bars und Restaurants liegen gelassen - rein zufällig natürlich.
Die CSU jedenfalls möchte die Freiheit des Internets in der bayerischen Verfassung verankern. Besonders Privatsphäre und der Zugang sollen geschützt werden. Das hat die "Zukunftskommission" der CSU beschlossen. Interessant. Eine Kommisssion nur für so futuristische Sachen wie das Internetz. Und dann fragen sie sich noch, warum die Piratenpartei im Aufwind ist. Ich frage mich nur, wie verlogen kann man denn bitteschön sein, um auf der einen Seite das Internet beschützen zu "wollen". Und dann brüllen die gleichen Politiker nach der Vorratsdatenspeicherung. Wie blöd sollen wir sein, das nicht zu merken? Liegt die Strategie vielleicht am kollektiven Besäufnis auf allen CSU-Parteitagen? Derjenige, der als letztes noch steht, hat Recht, oder wie läuft das bei denen ab?
In Oregon ließ ein IT-Fachmann am Flughafen alle Hüllen fallen, weil er sich von der TSA belästigt fühlte. Sehr konsequent. Endlich konnten die Leute, die gerne Frauen mit sexistischen Kommentaren nerven und begrabschen etwas weiter gehen und sahen einen komplett nackten Mann. Immer diese blöde Kleidung. Die stört ja auch beim gepflegten Belästigen Kontrollieren. Ob den Leuten in dem Fall auch einer abging, ist hingegen nicht überliefert.
Am Mittwoch dann beschlagnahmte das FBI Server eines anonymen Remailerdienstes. Wie mag wohl die Vorbereitung der Beschlagnahmung geplant worden sein, wenn die Agents noch nicht einmal das Wort "anonym" lesen können. Mit lustigen bunten Bildchen? Durch Ausdruckstanz? Oder einfach, wie zu vermuten, gar nicht vernünftig geplant? Naja, wie zu erwarten können auf den Servern mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit keine relevanten Daten gefunden werden. Kunststück.
Kristina Schröder, sie versucht sich zur Zeit als Bundesfamilienministerin, selbst wenn sie sich dabei nicht besonders viel Mühe gibt. Auf jeden Fall hat sie kürzlich eine Buchvorstellung im Prenzlauer Berg gegeben, der "Gegend mit den teuersten Kinderwägen Deutschlands". Weil es Madame offenbar nicht passte, dass Leute in diesem Internet dazu aufrufen, ihre Veranstaltung zu besuchen, leitete sie entsprechende Tweets an das BKA weiter. Man könnte fast meinen, sie schämt sich so sehr für das Zeug, das sie verzapft hat, dass es ihr unangenehm ist, dass Leute ihre Veranstaltung besuchen. Doch dem ist offenbar nicht so. Vielmehr war den Tweets so ein gewisser Unterton anzumerken, dass Schröder Zwischenrufe erwartete. Das passt einer Selbstdarstellerin natürlich gar nicht. Die Goldene Schürze, die ihr überreicht wurde, weil sie "Frauen endlich mal gezeigt hat, wo ihr Platz ist - hinter dem Herd", nahm sie jedenfalls nicht an.
Die dpa failte diese Woche, als sie im Urteil des Youtube-GEMA-Prozesses vorschnell eine falsche, alternative Meldung zusätzlich zur richtigen rausschob, die sogleich von Portalen wie SPON übernommen wurde. Die Entschuldigung lautete: #shithappens. Das kann man wohl so stehen lassen.
Der Musiker Jan Delay verglich diese Woche Abmahnungen damit, als "würde man mit einem Baseballschläger jedem auf die Fresse hauen, der ein Kaugummi klaut". Er ist aber auch der Meinung, es gäbe genügend schlechte Musik im Netz, die man legal runterladen könne. So eine Aussage von einem Typen, der kaum einen Satz akustisch verständlich rausbringt. Auch hierzu muss man eigentlich nichts mehr sagen, das ist selbsterklärend.
Wir werden sehen, was für Kuriositäten und Shitstorms uns nächste Woche wieder erreichen werden, aber eins ist hoffentlich sicher: Es wird genug geben, um wieder eine Glosse zu schreiben. Allen Gulli-Lesern noch ein schönes Restwochenende und einen guten Start in die nächste Woche. Macht es gut, bis zum nächsten Sonntag.
Robert Clausen (g+) am Sonntag, 22.04.2012 11:33 Uhr
Geile Glosse *rofl* der letzte Absatzt stimmt nicht! Abmahnungen sind Sinnvoll! Wie will man leuten sonst beibringen das man schlechte Musik weder Kauft noch runterläd? Jo der Vorschlag von der CDU, da hab ich auch gedacht ich hab mich verlesen. :m) :coffee: ...
Ach Robert, Du bist schon eine arme 'Sau'. Annika nicht dar, Julian auch verschwunden - und wo ist eigentlich der Lars? ;-) Aber mach Dir doch keine Sorgen. Haste doch schön geschrieben. Pfeif auf den Rest der Bande. *grins* ...
Ostern ist vorbei, die Waage zeigt nun unfairerweise 2 kg mehr an. Auch sonst ist die Welt noch immer so verrückt wie eh und je. Annika schlägt sich dieses Wochenende mit irgendwelchen Leuten herum, Redakteur Julian ist verhindert. Somit fiel das Los auf Robert, der diese Woche das unzweifelhafte "V ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.