
Professor Dieter Gorny vom BVMI dazu: "Die französische Regierung macht uns vor, wie man mit dem Problem der massenhaften Urheberrechtsverletzung im Internet effizient umgehen kann. Wir würden auch lieber warnen statt abmahnen, aber leider mangelt es in Deutschland immer noch am politischen Willen zur Umsetzung eines ähnlichen Vorgehens. Ich vermisse in der deutschen Politik die Erkenntnis, dass ein qualitativ geschäftsfähiges Internet nur durch das Zusammenspiel von technologischer Infrastruktur und Inhalten entstehen kann", so der Vorsitzende des BVMI weiter.
Anstatt neue Strategien auszuarbeiten, legt man lediglich Wert auf den Schutz der bisherigen Vermarktungsstategien, die aufgrund der massiven Teilnahme in den Tauschbörsen und Sharehostern nicht mehr funktionieren. "Wer das Problem des massenhaften Diebstahls von Musik, Filmen, Hörbüchern, Games und Software im Internet in den Griff bekommt, verschafft seiner Kreativwirtschaft im internationalen Vergleich einen echten Wettbewerbsvorteil", unterstreicht Gorny seine Begeisterung.
Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU) fordert bereits seit letztem Jahr mehr politische Initiative für ein eigenes, deutsches Kooperationsmodell mit den Internet Service Providern (ISPs). Christian Sommer, Vorstandsvorsitzender der GVU, erneuert seinen Appell an die politischen Entscheidungsträger: "Gerade vor dem Hintergrund eines sprunghaft angestiegenen Piraterieproblems im Internet muss von der Politik ein klares Signal erfolgen. Der von uns vorgeschlagene deutsche Ansatz für ein Kooperationsmodell würde eine Stärkung des gesellschaftlichen Rechtsbewusstsein hinsichtlich des geistigen Eigentum erheblich unterstützen." Ohne staatliches Engagement seien jedoch die Erfolgsaussichten eines solchen Modells wesentlich geringer, fügt Sommer hinzu.
Das deutsche Modell, das die GVU gemeinsam mit anderen Verbänden bereits 2008 vorgelegt hat, sieht zunächst eine Meldung der Rechteinhaber über begangene Urheberrechtsverletzungen im Internet vor. GVU sowie die beauftragten Unternehmen der Rechteinhaber würden dementsprechend das Netz selbst nach Raubkopierern durchsuchen. Die ISPs würden vor dieser Aufgabe verschont werden. Die Filesharer sollen dann mehrfach schriftlich über ihrer begangene Tat sowie legale Alternativen informiert und im Wiederholungsfall sollen Sanktionen angedroht und vollzogen werden. Die GVU spricht von Gechwindigkeitsdrosselungen bis hin zur kompletten Sperrungen der Verbindung ins Internet.
Mit einer Umsetzung der Pläne ist in dieser Legislaturperiode nicht mehr zu rechnen. Immerhin: Im Gegensatz zum französischen Modell hat die GVU von einer eigenen Behörde Abstand genommen. (Ghandy)
(via PM BVMI & PM der GVU, merci!)
(Grafik icecap032 @deviantART, thx!)
News Redaktion am Mittwoch, 13.05.2009 17:49 Uhr
These - Beweis? Beweis... das ist das, was die MI nicht braucht. ...
These - Beweis? Es ist jetzt schon Dein 3.000 Beitrag hier in diesen Forum und ich verstehe nicht was Du eigentlich hier willst. Deine Meinung kennen doch schon fast alle hier?! :rolleyes: ...
Also sorry, es ist ein Kommunikationsmedium für die globale Gesellschaft und hat nur 2. rangig etwas mit wirtschaftlicher Verwertung zu tun. These - Beweis? ...
Die Musik ist immer "noch" beliebt, aber die Ware kann nicht abgesetzt werden, weil die Kunden dein eigenes Produkt schon haben (oder es anderweitig erlangen können). Das Phänomen der Musik"piraterie" gibts nun schon seit sage und schreibe [url=http://www.bestactever.com ...
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Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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