
Am Umgang mit den Bildern der folternden US-Wächter zeigt sich, dass Präsident Obama nicht gewillt ist die Aufklärung, um die Vorgänge in den Foltergefängnissen voranzutreiben. Vielleicht muss er aber auch aufpassen, dass er die aufgeheizte Krisenstimmung im eigenen Land nicht weiter anfacht. Massenentlassungen gefährden den inneren Frieden. Er sieht in den Fotos die Gefahr eines Auflammens von anti-amerikanischen Stimmen.
Xeni Jardin von BoingBoing rät, "wissen sie wie man die Flammen ersticken kann? Mit einem Ende der Straflosigkeit von Kriegsverbrechen und das Versprechen aus dem amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf von echter Transparenz einlösen, anstatt nun schon wieder die bürgerlichen Freiheiten zu enttäuschen."
Barack Obama erläuterte kurz seine abrupte Umkehr in Bezug auf die Freigabe der Fotos. Er sagte, die Bilder, die er sah, "sind nicht besonders sensationell, aber das Benehmen darauf steht nicht im Einklang mit dem Armee-Handbuch." Er ließ keine Fragen von Reportern zu, sondern sagte abschließend, die Freigabe der Fotos hätten "eine abschreckende Wirkung".
Zwischen den Zeilen mag man erkennen, dass der Präsident es satt hat, den bullshit seines Vorgängers wegzuräumen, die "abschreckende Wirkung" der Fotos wird sich hoffentlich in seiner zukünftigen Politik niederschlagen, aber derzeit steht die Aufarbeitung der Vergangenheit im Vordergrund und hier zeigt sich, dass der Präsident an Grenzen stößt, die, wenn er sie umreißt, das ganze Land erschüttern könnte.
Am 24. April konnte man noch in einem Artikel in der NYT lesen, dass die Fotos der Folterer veröffentlicht werden sollten. Das Pentagon stimmte mit der "Amerikanischen Bürgerrechtsunion" (American Civil Liberties Union) darin überein, mit dem Veröffentlichen der Fotos, die Vorfälle in Abu Ghraib und einem halben Dutzend anderer Gefängnisse aufzuklären. Nun aber die Kehrtwende. Warum? Die Obama-Administration verabschiedet sich von ihren Idealen. Kein transparentes Regieren, kein Stärken der Rolle des Gesetzes, kein Wiederbeleben einer moralischen Vormachtstellung. Nach wie vor beunruhigt die Entscheidung vor allem deswegen, weil eine juristische Untersuchung der Foltervorgänge unter der Bush-Administration ausgeschlossen wird. Bei BoingBoing bringt man es auf den Punkt. "In Bezug auf diese Frage ist Obama nicht nur Bush-Lite, er fährt genau mit der gleichen Politik der Bush-Administration fort und weitet deren Machtbefugnisse weiter aus. Da gibt es kein Lite!" Zur Meinungsbildung gibt es hier weitere Dokumnete, die Folter betreffend von der ACLU.
Mark Frauenfelder veröffentlichte in einem Tweet, eine vorgefertigte E-Mail, in der man den Präsidenten, um "eine schnelle Form zur Förderung der Transparenz und der Verantwortlichkeit" bitten kann. Bevor er seine Wahlversprechen vollends vergisst, sollte man ihn daran erinnern. (Christian Schmidt-David alias double screening)
(via BoingBoing Danke!)
(Bildquelle via ACLU Danke!)
News Redaktion am Donnerstag, 14.05.2009 10:43 Uhr
Auge um Auge... Das fände ich für solche Leute angebracht. Auge um Auge auch für die US-Soldaten die sich jetzt noch im Irak befinden. In sachen Wahrheitsfindung ist genug getan, wenn eine solche Folterung öffentlich wird. Die Bilder davon noch abzudrucken und um die Welt gehen ...
http://***************.info?id=31006240 ...
Ich habe keine Angst vor der Wahrheit. Die Bilder würden mich bestimmt auch interessieren, aber es muss doch schrecklich sein, dass man nach solch einer Erfahrung noch der ganzen Welt gezeigt wird. Ob zensiert oder nicht spielt doch keine Rolle. Ich fänd es schon schlimm genug wenn ich wüsste, da ...
Puh, was ham we denn hier für ne Angst vor der Wahrheit ??? (Natürlich sollten die Gesichter unkenntlich sein - versteht sich wegen der Persönlichkeitsrechte von selbst ... ) ...
Nochmal, es geht hier nicht um Terroristen, sondern um Verdächtige! Nur das Zeigen der Bilder und die Verurteilung der Täter kann diesen Menschen ihre Würde zurückgeben. --------- Ich glaube nicht, dass jemand sein Bild in allen Weltmedien sehen will. An meiner ...
Lars Sobiraj am 04.02.2012, 11:32 Uhr
Während Die Linke zur Teilnahme an einem europaweiten Aktionstag gegen ACTA aufruft und Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger die Kritik am internationalen Handelsabkommen zurückweist, führte der Jurist Jens Ferner eine ausführliche Analyse jedes einzelnen Artikels durch. Wir fragten ihn, wie gefährlich ACTA tatsächlich ist. In welchem Rahmen bedroht dieses Abkommen unser aller Freiheit?
Lars Sobiraj am 09.02.2012, 11:40 Uhr
In der südenglischen Grafschaft Sussex ereignete sich letzten Monat ein Fauxpas der besonderen Art. Statt einen Einbrecher zu fassen, jagte ein Polizist mit Hilfe von Kameras für etwa 20 Minuten sich selbst. Sein Kollege an den Monitoren hatte ihn nicht erkannt und fand sein Verhalten sehr auffällig. Der beobachtete Mann habe auf heißen Kohlen gesessen, weswegen er dringend tatverdächtig sei.
Kämpfe als Held in diesem einzigartigen Fantasy Game. Viele Gefahren und Abenteuer erwarten dich!
spielen
Erschaffe deine eigene Insel und erobere die Welt. Krieg oder Wachstum - deine Strategie entscheidet!
spielen
Werde Gladiator und kämpfe im antiken Zeitalter um Ruhm und Ehre. Gehe Bündnisse mit anderen Spielern ein und kämpft gemeinsam gegen die schrecklichen Barbaren.
spielen
Ziehe als einsamer Waldläufer oder an der Seite von Kampfgefährten in einem Fantasy-Spiel von Abenteuer zu Abenteuer.
spielen
Tritt gegen legendären Samurai aus Japan des 19. Jahrhundert an und werde der gefürchtetste aller Samurai.
spielen
Tritt in eine epische Schlacht zwischen Werwölfen und Vampiren, in der nur die Stärksten überleben werden, ein.
spielen