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Kurz notiert:

MPAA/RIAA: Vulnerability entkräftet Warnungen

Es gehört zu den alltäglichen Aufgaben der Rechteinhaberverbände, auf die Jagd nach Urheberrechtsverletzern zu gehen.

In der Regel wird diese Aufgabe von Drittfirmen wahrgenommen, darunter auch das Unternehmen BayTSP. Diese beobachten nämlich nicht nur Filesharing-Netzwerke und erstellen entsprechende Entwicklungsberichte, auch der Versand von Warnbriefen gehört zum Tätigkeitsfeld des Unternehmens.

Sobald ein User ein urheberrechtlich geschütztes File via einer Tauschbörse verbreitet, läuft er Gefahr von BayTSP erfasst zu werden. Diese speichern in der Regel die IP-Adresse und gelangen dann über Umwege an die Anschlussinhaberdaten. Völlig automatisiert erhält der Anschlussinhaber dann einen Brief, in welchem er verwarnt wird. Ein weiteres Feature dieser Warnungen ist die Mitteilung eines Links, über welchen die betroffenen Personen mitteilen können, ob sie der Verwarnung folge leisten und die Datei von ihrem PC entfernen oder eben nicht. Problematisch wird dies, wenn diese Formularfelder nicht sicher sind. Mithilfe von Google lassen sich ohne Probleme einige Antworten finden, und mitunter sogar fälschen. Aufgrund einiger XSS-Lücken wäre es sogar möglich, Fake-Beschwerden zu versenden.

Gegenüber Torrentfreak erklärte das Unternehmen, dass man sich der XSS-Problematik annehmen würde. Man gab auch an, dass man sich darüber im Klaren sein, dass jede x-beliebige Person die Formularfelder ausfüllen könnte. Man könne sich also nicht sicher sein ob derjenige, der diese ausfüllt, auch der tatsächliche Empfänger des Warnbriefes ist.

(Firebird77)

(via torrentfreak, thx!)

(Bildquelle: fightignorance @ deviantART, thx!)

News Redaktion am Donnerstag, 14.05.2009 13:09 Uhr

Tags: filesharing urheberrechtsverletzung mpaa riaa warnbriefe formularfeld injection xss vulnerability baytsp

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