
So würde Google auf Suchergebnisseiten Werbung, also bezahlte Links, einblenden, wo meist in unmittelbarer Nähe die vom Nutzer gewünschten Links kostenlos stehen. Den Werbern allerdings wird suggeriert, dass durch hohe Klickraten, ein besonderes Interesse an der Werbung bestehen würde. In Wahrheit jedoch manipuliert Google den Traffic. Zum Beispiel durch den Google-Browser Chrome, den Edelman sehr kritisch sieht.
Dieser würde deutlich Suchergebnisseiten bevorzugen, anstatt die direkte Navigation zu den Webseiten - und damit indirekt erneut die Möglichkeit erhöhen, dass Nutzer auf bezahlte Links klicken. Dabei bezieht er sich auf die "Auto-Vervollständigen"-Funktion in der Chrome URL-Zeile. Beginnt man, eine URL zu tippen, würden stets Keywords, die an eine Google-Suchseite geschickt werden den Vorzug gegenüber den vollständigen URLs bekommen, von denen Chrome wissen sollte, dass man diese aufsuchen will.
Durch dieses Standardverhalten des Browsers würden wesentlich häufiger als nötig Suchseiten mit Bezahllinks aufgerufen werden. Auf den Suchseiten werben die eigentlichen Seitenbetreiber oft genug über Google AdSense, sodass bezahlte Klicks dort stattfinden, wo Google Chrome auch hätte direkt hinnavigieren können. Unter dem Strich ist das Klickbetrug, den Google an ihrer eigenen Kundschaft durchführt, so Edelman.
Auch andere Webbrowser sind von diesem Verhalten, Suchseiten gegenüber den direkten URLs zu bevorzugen, betroffen, jedoch soll Chrome dieses wesentlich konsequenter betreiben. Die Hersteller der Browser dagegen argumentieren, dass sie ihre Nutzer lieber auf eine Suchseite verweisen, anstatt auf eine Seite, die eine Fehlermeldung generiert - beispielsweise, wenn die URL falsch sein sollte. Dies sei Service am Nutzer, und würde die Bedienungsfreundlichkeit erhöhen.
Auch Tippfehler würde Google monetarisieren, so Edelmans Kritik weiter. 75 Prozent aller Tippfehler in den URL-Zeilen der Browser würden bei Google landen, wobei auch immer wieder Werbung für die Seiten eingeblendet wird, die höchstwahrscheinlich auch die Seiten beinhalten könnte, welche die Nutzer suchen. Zu dem Report von Benjamin Edelman wollte sich Google nicht äußern. (020200)
(via Fudzilla, Information Week, thx!)
(Grafik: hiOnLife27 @ deviantART, thx!)
News Redaktion am Donnerstag, 14.05.2009 16:21 Uhr
Also "typosquatting" und "appears to be designed to encourage users to search -- for which Google may be paid -- rather than navigate directly" sind die Vorwürfe? Die einzigen Vorwürfe? Soso. Wie kann Google es wagen mit Werbung Geld zu verdienen :confused: Kann es sein, dass da jem ...
Wo genau ist jetzt der Betrug? Google behauptet doch nirgends, dass sie etwas anders tun als das, was der Herr Harvard Professor "herausgefunden hat"... (Ich gehe auch davon aus, dass Google sich etwas geschickter anstellen würde, wenn sie wirklich versuchen würden, die besagte Vorgehensweise zu v ...
Mimimi... ...
Ja, wie treiben sie denn nun die Preise nach oben? Stell dir vor, genau das ist ja der Witz an der Sache, die Leute zahlen dafür, dass ihre Werbelinks immer dann eingeblendet werden, wenn man nach was passenden sucht. Dass Links zu Suchmaschinenwerbung kommen, wenn man nach Suchmaschinenoptimierung ...
So sieht's aus liebe Leute: Die Anschuldigungen der EU sind wohl nicht unbegründet. Zum Adwords Adwords Klickbetrugsthema möchte ich Euch was besonders Interessantes zeigen: http://img818.imageshack.us/img818/701/googleklick ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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