Screenshot von www.syborg.de
In insgesamt drei Fällen wurde in Niedersachsen Schnüffelsoftware der Firma Syborg eingesetzt. Sinn dieser Einsätze war das Abhören von verschlüsselter Internet-Telefonie, zum Beispiel über Skype. Zwei Einsätze kosteten insgesamt 36.975 Euro. Der dritte Einsatz wurde offenbar von Zollermittlern durchgeführt, die Kosten dafür übernahm der Bund. Die beiden anderen Einsätze wurden von niedersächsischen Polizeibeamten durchgeführt.
Bei mindestens einem der drei Einsätze führte die Software zur Festnahme eines Verdächtigen. Bei allen Einsätzen konnte die Software erfolgreich auf dem Zielsystem installiert werden.
Diese Informationen stammen aus der Antwort der niedersächsischen Landesregierung auf eine große Anfrage der Linkspartei. Diese Anfrage trug den Titel: "Quellen-Telekommunikationsüberwachung und Onlinedurchsuchungen – Wie steht es mit dem Einsatz von Staats-Trojanern in Niedersachsen?". Allerdings wurde diese Anfrage aus Gründen der Geheimhaltung nicht vollständig beantwortet. Neue Erkenntnisse lassen sich also nicht daraus gewinnen.
Auch hier offenbaren sich allerdings Probleme, wie sie bereits länger bekannt waren: Weder Regierung noch Polizei wussten anscheinend, was für eine Software sie für die Maßnahmen benutzten. "Der Quell-Code wurde vor Einsatzbeginn nicht gesichtet und ist der Landesregierung auch nicht bekannt".
Wie bereits im Falle des Staatstrojaners, der vom Chaos Computer Club aufgedeckt wurde, mieteten die zuständigen Behörden einen Proxy-Server in den USA beim Anbieter Webintellects an, um die IP-Adresse zu verschleiern. Über diesen Server wurden die Daten an einen Aufzeichnungsserver in Deutschland weitergeleitet.
Skype selber behauptete, keine Abhörschnitstelle für Behörden zur Verfügung zu stellen, weswegen die Software von den Behörden zum Abhören genutzt wurde. Verschlüsselt würde die Kommunikation über AES an den Endpunkten. Auch nur dort lägen die Schlüssel zum dechiffrieren vor.
Bild-Quellen: syborg.de
Text-Quellen: heise online
Robert Clausen (g+) am Dienstag, 13.03.2012 21:18 Uhr
Die aufgelisteten Features der Software muss man ja nich mehr weiter kommentieren... da sieht man ja schon eindeutig (dank der Hervorhebung) was da wieder alles gegen die Grundrechte verstößt. Ich muss mich da verbessern.. die aufgelisteten Features gehören zu Gamma ...
Warum eine Software? Man hätte doch auch einfach Skype direkt fragen können. Die haben ja mal großmäulig erklärt, dass sie extra für Behörden Schnittstellen in ihre Software eingebaut haben, um Strafverfolgungsbehörden die Überwachung zu ermöglichen. Wer mag, kann ja danach ...
Warum eine Software? Man hätte doch auch einfach Skype direkt fragen können. Die haben ja mal großmäulig erklärt, dass sie extra für Behörden Schnittstellen in ihre Software eingebaut haben, um Strafverfolgungsbehörden die Überwachung zu ermöglichen. Wer mag, kann ja danach googeln. Die 40.000 Euro ...
1. Polizisten sind i. d. R. selbst keine Nazis, sondern jagen Nazis viel mehr Made my day:D Auf den Demos werden die sogar beschützt während sie offen Fremdenhass, Rassenhygiene und Volksverhetzungen durch die Gegend brüllen. Dann noch die NSU-Sache und 3 Kollegen b ...
Haja Shodan_v2-3 ... die beamten können nur mit dem Trojaner umgehen, sie kennen auch nicht den vollen Funktionsumfang, dazu müssten sie z.B. das böse Internet bemühen, das ist ihnen aber mit Dienstrechnern wohl eher nicht erlaubt, mit dem Privaten könnten sie in den Verdacht geraten, sich über gese ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Sener Dincer am 14.06.2013, 11:47 Uhr
Bezugnehmend auf die anhaltende Protestbewegung gegen Ministerpräsident Erdogan hat nun auch der StudiVZ-Gründer Ehssan Dariani seine Ansichten offenbart. Via Facebook-Mitteilung teilt er mit, dass möglicherweise die Zeit für einen bewaffneten Kampf gegen die türkische Regierung gekommen sei – und zwar „Stauffenberg-like“.