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Mit dem neuen Jugendmedienschutz-Staatsvertrag konnte die deutsche Politik bereits 2010 glänzen. Damals ging es darum, jeden Webseitenbetreiber dazu zu verpflichten, seine Webpräsenz mit einer Altersbeschränkung zu versehen, sodass der kleine Kevin nicht aus Versehen mit schmutzigen (in kommenden Fassungen des Vertrages: oppositionellen) Inhalten in Kontakt kommt. Man versuchte also das System, das bei Videospielen und DVDs schon so prima funktionierte, da es in ganz Europa keine Schwarzkopien gibt, einfach auf diese lustige neue Medium namens „Internet“ zu übertragen. Aus unverständlichen Gründen stimmte jedoch der nordrhein-westfälische Landtag gegen den Gesetzesentwurf, da man es tatsächlich wagte zu behaupten, das System wäre völlig wirkungslos und leicht zu umgehen.
DUMM-Symbol
Doch nicht nur die Regierungspartei konnte uns diese Woche mit ihren Ideen überzeugen. Auch die Partei Bündnis 90/Die Grünen weiß offenbar, wie der Hase läuft. Wie die Konkurrenz versucht man ein altbewährtes Konzept auf neue Zusammenhänge zu übertragen. Die Wahl fiel auf die Verknüpfung von „Handy“ und „Dosenpfand“. Folglich erging aus einem offiziellen Schreiben der Partei der Vorschlag, jedes Smartphone um zehn Euro teurer zu machen. Diesen Pfandbetrag solle der Kunde dann bei der Rückgabe seines Produktes wieder zurückbekommen. Eine tolle Sache. Statt das Gerät für ein paar Euros weiterzuverkaufen, wird die funktionierende Ware einfach zerhackstückelt, damit neue Smartphones hergestellt werden. So werden auch endlich die eingerichteten Rückgabeservices der Betreiber überfällig, die das Geld nur überflüssigen karitativen Organisationen schenken. Doch auch hier kamen verworrene Gegenstimmen des Branchenverbandes BITKOM auf, der tatsächlich der Meinung war, dass ein solches System vermutlich völlig unbrauchbar sein könnte.
Aber kommen wir weg von undurchsetzbaren Plänen zur knallharten Realität. Das kuhle Ex-Hacker-Cracker-Todes-Cyber-Krieger-Gruppen-Kollektiv Lulzsec wurde vom FBI überführt. Schon Mitte letzten Jahres konnten die Behörden den Anführer der Scriptkiddie-Bande festnehmen. Durch seine geständigen Aussagen wurden daraufhin alle anderen seiner ehemaligen Mitstreiter geschnappt. Der Verrat ist in Anbetracht einer Strafandrohung von nur 124 Jahren verständlich. Wahrscheinlich handelte es sich um einen Deal zwischen der Polizei und dem Schuldigen, sodass er durch den verminderten Gefängnisaufenthalt noch als 152 Jahre alter Senior auf Hawaii im Schatten von Kim Schmitz am Strand liegen kann.
Symbol irgendeiner Starwars-Allianz, (JA, ich habe noch nie einen Starwars-Film geschaut *versteck*)
Hihi, da ist eins dieser Internetgesichter
Um gleich bei gescheiterten Existenzen zu bleiben: Irgendwelche Vorstadt-Nazis sind offenbar auf die Idee gekommen, für sich und ihre kahlköpfigen Freunde ein eigenes asoziales Netzwerk zu basteln. Die schnuckelige Seite nennt sich Netzwerk-Rechts und ist nach unserer Berichterstattung leider offline. Zumindest steht das in einer Mitteilung der Betreiber. „[Nach den Berichten auf Gulli und Netz-gegen-Nazis] sind nicht nur unsere Besucherzahlen nach oben gegangen, sondern unsere Gegner haben auch mit virtuellen Angriffen gegen unsere Plattform begonnen. Gehackt wurde nichts, das Netzwerk ist momentan jedoch nur schwer zu erreichen. In einigen Stunden sollte netzwerk-rechts.com wieder wie gewohnt funktionieren.“ Da scheint sich jemand mit der Technik auszukennen. Wann die Seite wieder online ist, bleibt abzuwarten. Interessierten Nazis empfehlen wir, wachsam die F5-Taste zu betätigen, um die wenigen Minuten zwischen Downtime und dem nächsten Hack abzupassen.
Allen anderen sei ein gesegnetes Restwochenende ohne sinnfreie Vorschläge von ahnungslosen Parteien gewünscht. Auf dass wir uns in der nächsten Woche wieder lesen!
Bild-Quellen: jedipedia
Julian Wolf (g+) am Sonntag, 11.03.2012 15:10 Uhr
Haha, das war ganz klar die beste Glosse 2012. ...
geile Glosse :T ende :coffee: ...
Also die Werbung von diesem Rechten Netzwerk is ja Geil! "Wir bieten euch Aufkleber, Bücher, Waffen ..." Waffen! Da gehe ich doch lieber zum Verfassungsschutz, der bezahlt dann auch noch, wenn man ein paar Unliebsame Ausländer ... naja, wie dieses Trio da! Mit voller Protektion vom Verfassungsschu ...
Die CeBIT hat es auf's Neue beweisen: Der technische Fortschritt ist nicht aufzuhalten. Ständig folgt einer tollen Idee ein noch viel besserer Vorschlag, unsere Welt zu optimieren. Gerade von Seiten der Politik sind die Innovationen derart gut, dass man als normaler Bürger den Sinn dahinter nicht me ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.