CeBIT (Logo)
Auf einer Technologie-Messe wie der CeBIT rechnen Besucher vor allem mit Anbietern von Hard- und Software, Mobilgeräten und anderen technischen Produkten. Auch, dass viele Behörden - seien es Behörden anderer Staaten, der deutschen Bundesregierung oder der Bundesländer - vertreten waren, überraschte nicht, spielt doch Themen wie eGovernment dieses Jahr eine maßgebliche Rolle auf der CeBIT. Das Motto "Managing Trust" bietet sich für derartige Aussteller und Themen an, ist doch das Vertrauen der Bevölkerung häufig eines der Dinge, um die sich Regierungen besonders bemühen.
Dass allerdings auch eine Behörde auf der CeBIT vertreten ist, von der man als normaler Bundesbürger naturgemäß die meiste Zeit sehr wenig mitbekommt, nämlich der Bundesnachrichtendienst (BND), überrascht dann doch ein wenig. Offenbar nutzt der Geheimdienst vor allem die Möglichkeit zur Rekrutierung, wobei man die sonstige PR angesichts des derzeit - nach Cablegate, dem Stratfor-Hack, der Staatstrojaner-Affäre und ähnlichen Skandalen - eher schlechten Rufs derartiger Dienste wahrscheinlich gern mitnimmt. Der Messestand des BND ist im nüchternen weiß-blau aller Stände der Bundesregierung gehalten, zeigt allerdings unter anderem durch die Ausstellung einer alten Chiffriermaschine an, womit man sich befasst, und bietet eifrigen Lesern von Agenten-Romanen so zumindest einen gewissen Anknüpfungspunkt. Die Mitarbeiter zeigten sich äußerst freundlich und suchten das Gespräch mit den Interessierten.
Der CeBIT-Stand des BND
Eines der wichtigsten Ziele des BND-Standes war offenbar, wie bereits kurz erwähnt, die Rekrutierung von Nachwuchs. So hatte man extra Flyer ausgelegt, die mit den Worten: "Sie sind engagiert und motiviert und wollen bei einem international agierenden Arbeitgeber tätig werden? Dann bietet ihnen der Bundesnachrichtendienst ein nicht alltägliches Arbeitsumfeld" versuchen, das Interesse junger Leute zu gewinnen. Wahrscheinlich ist, dass man sich gerade auf einer Technologie-Messe wie der CeBIT erhofft, junge Mitarbeiter mit besonderen Fähigkeiten im IT-Bereich gewinnen zu können. Bekanntermaßen haben viele Behörden in den letzten Jahren Probleme, in diesem Bereich genug qualifizierte Mitarbeiter für sich zu gewinnen, was angesichts der vielfach geäußerten Befürchtungen über Internet-Kriminalität, Hacktivismus und Cyberwar von den Regierungen als großes Problem angesehen wird. Dies würde erklären, wieso der BND verstärkt und gerade in einem solchen Umfeld die Öffentlichkeit sucht. Es wird kaum zufällig sein, dass ein längerer Abschnitt der BND-Broschüre der sogenannten technischen Aufklärung beziehungsweise Fernmeldeaufklärung (SIGINT) gewidmet ist, bei der, so heißt es, "nachrichtendienstliche Erkenntnisse durch gezielte Filterung der internationalen Kommunikationsströme" gewonnen werden.
Eine vom BND ausgestellte historische Chiffriermaschine.
(Bilder: Annika Kremer)
Update:
Auf Nachfrage unserer Leser: der Messestand des BND befindet sich in Halle 26, Stand E54.
Annika Kremer (g+) am Mittwoch, 07.03.2012 16:46 Uhr
Hahaha! Wird "geheim bleiben" - JETZT NICHT MEHR!! ;) ...
Danke. ...
Interessanter Artikel. ...
Tut man vermutlich. Es ist aber trotzdem nicht ganz das, was ich schreiben wollte ;) danke für den Hinweis. ...
werden vor allem internationaler Terrorismus, internationaler Terrorismus und der Bereich Man scheint es mit dem internationalen Terrorismus doppelt so ernst zu nehmen wie gewöhnlich. ...
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Lars Sobiraj am 14.05.2013, 13:52 Uhr
Der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags steht seit vielen Jahren den Bürgern und Gruppen für ihre Anliegen offen. Wir haben uns kürzlich mit einem der 80 Mitarbeiter des Hauses unterhalten. Da seit der Gründung nur sehr wenige Gesetzesänderungen durch Petitionen entstanden sind, wollen wir den Sinn dieser Institution hinterfragen. Dies ist vorerst der letzte Teil unserer Interview-Serie.
Lars Sobiraj am 12.05.2013, 12:51 Uhr
Wie ein 73-jährige Japaner beweist, kann man das am häufigsten benutzte Tabellenkalkulationsprogramm Microsoft Excel nicht nur für reguläre Berechnungen einsetzen. Tatsuo Horiuchi erstellt ausnahmslos seine traditionellen Gemälde mit Hilfe dieses Programms. Er arbeitet bereits seit 10 Jahren mit der Software und stellt seine Bilder in diversen Ausstellungen vor.