Whistleblowing is not a Crime
Manning wurde vor der Richterin Colonel Denise Lind in Fort Meade nahe Baltimore angeklagt. Die Entscheidung darüber, ob Manning sich schuldig oder unschuldig bekennen wird, vertagten Manning und sein Anwalt David Coombs aber, ebenso wie die Entscheidung darüber, ob sie eine Verhandlung nur vor einem Richter oder vor einer Militär-Jury verlangen werden. Ein Verhandlungstermin wurde heute noch nicht festgelegt. Die Anklage forderte den 3. August als Verhandlungstermin. Es ist möglich, aber nicht wahrscheinlich, dass dies tatsächlich der Verhandlungstermin sein wird. Coombs forderte einen Verhandlungstermin im Juni.
Manning wurde in allen zuvor diskutierten Anklagepunkten angeklagt. Der schwerste Vorwurf ist "Unterstützung des Feindes", ein Verstoß gegen den umstrittenen "Espionage Act" von 1917. Auf dieses Delikt steht als Höchststrafe die Todesstrafe. In Mannings Fall wird aber "nur" eine lebenslange Haftstrafe in Erwägung gezogen. Die Höchststrafen der anderen Manning zur Last gelegten Delikte - darunter Diebstahl öffentlichen Eigentums und eine Reihe von IT-Verbrechen - summieren sich auf insgesamt 150 Jahre.
Parallel zur Verlesung der Anklage organisierte das "Bradley Manning Support Network" Solidaritäts-Aktionen, unter anderem eine Mahnwache vor der Militärbasis in Fort Meade. Die Aktivisten veröffentlichten eine Liste von vier Gründen, warum Manning ihrer Ansicht nach Unterstützung verdient: es habe eineinhalb Jahre von der Festnahme bis zur ersten Anhörung gedauert, Militärangehörige hätten sich geweigert, wichtige Zeugen anzuhören, Whistleblower seien "unabdingbar für eine lebendige Demokratie" und Manning habe acht Monate in Isolationshaft verbracht, was einer Folter gleich komme. Die Anklage erklärte heute, dass es bis zum Beginn des Prozesses länger als die in der US-Verfassung maximal erlaubten 120 Tage gedauert habe, liege an Mannings Verteidigung - dies wurde nicht näher erläutert - sowie an der Notwendigkeit, die Handhabung geheimer Dokumente im Prozess zu klären.
Bild-Quellen: Op Manning@Tumblr unter CC-BY
Text-Quellen: AP The Dissenter
Annika Kremer (g+) am Donnerstag, 23.02.2012 23:57 Uhr
Heutzutage ist die Internettelefonie neben Fest- und Mobilnetztelefonie immer gefragter. Per Internet zu kommunizieren ist nicht nur komfortabler und billiger, man ist zudem unabhängig von Tarifen, welche nur eine bestimmte Gesprächszeit günstig ermöglichen. Also wieso nicht auch Internet-Telefonie nutzen?
Sener Dincer am 14.06.2013, 11:47 Uhr
Bezugnehmend auf die anhaltende Protestbewegung gegen Ministerpräsident Erdogan hat nun auch der StudiVZ-Gründer Ehssan Dariani seine Ansichten offenbart. Via Facebook-Mitteilung teilt er mit, dass möglicherweise die Zeit für einen bewaffneten Kampf gegen die türkische Regierung gekommen sei – und zwar „Stauffenberg-like“.