
SOPA macht frei?
Das Abkommen trägt den Titel Free Internet Act (FIA) und wird auf einem "Writeboard", ähnlich dem Piratenpad von mehreren Nutzern gemeinschaftlich entwickelt. Ein Ziel dieses Abkommens ist es, "Wohlstand, Kreativität, Unternehmertum und Innovation (zu) fördern, indem es die Einschränkung von Freiheit sowie Zensur verhindert". Dabei soll, anders als wahrscheinlich von vielen bei dem Gedanken an ein Internetabkommen gefürchtet, Urheberrecht existent bleiben und urheberrechtlich geschütztes Material geschützt bleiben. Anscheinend soll dabei auch auf die Selbstverantwortung der Internetnutzer gesetzt werden. "Wir regieren die Inhalte des Internets, Regierungen tun das nicht". Im Vordergrund steht aber auch das Grundrecht auf freies Wissen und freie Meinungsäußerung.
Der Aspekt der freien Rede und der Zensur wird wie folgt auf den Punkt gebracht: Zensiert werden dürfe nichts, was nicht menschenrechtswidrig ist. Verantwortlich für Uploads von illegalem Material seien weder Provider noch Benutzer, die die Dateien herunterladen, sondern lediglich die Uploader. Damit wird ein klares Signal gegen die viel gefürchtete und heiß diskutierte "Providerhaftung" gesetzt, die im Kontext von ACTA aufkam. Gelöscht werden dürfen Inhalte nur, wenn der oder die Nutzer vorher informiert werden. Auch soll eine Personenzuordnung über IP-Adressen nicht mehr gültig sein, da es viele Möglichkeiten gibt, seine IP-Adresse zu verschleiern und außerdem bei einer IP-Adresse, die von mehreren Personen benutzt wird, ein Verursacher nicht festgestellt werden kann. Dadurch könnte die Verantwortung eines Anschlussinhabers wegfallen. Bisher konnte ein Anschlussinhaber für illegale Inhalte haftbar gemacht werden, wenn diese von seinem Anschluss beziehungsweise über seine IP-Adresse verschickt wurden.
Der fertige Entwurf soll nach Abschluss der Bearbeitung der breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden und durch die Parlamente verabschiedet werden. Da sich das Abkommen allerdings bislang in der Bearbeitungsphase befindet, kann es noch geändert werden. Daher könnten die hier genannten Informationen nach Änderung des Abkommens eventuell ungültig werden.
Was haltet Ihr davon? Ist das ein sinnvoller Ansatz, um zu zeigen, welche Dynamik das Internet besitzt? Kann man damit beweisen, dass auch sinnvolle Vorschläge aus dem Netz kommen, woran viele Politiker wahrscheinlich noch immer zweifeln? Hat so eine "Verfassung" eurer Meinung nach Aussicht auf Erfolg?
Bild-Quellen: cornishhostingcompany.co.uk
Text-Quellen: reddit.com
Robert Clausen am Dienstag, 21.02.2012 21:33 Uhr
Aber klar: back to the roots! Warum nicht wieder den Vogelflug beobachten, oder im Schlachthof aus den Eingeweiden von Schweinen lesen? Ich bezweifle, dass die "5 Wirtschaftsweisen" eine höhere Trefferquote hätten als der Veterinärmediziner Auch wenn du das w ...
Und genau dieses Problem haben wir auch mit der externen IP... Das ist richtig. Ein vernünftiger Anwalt haut einen da aber auch wieder raus, sofern er nicht auf einen "komischen" Richter stösst. Dass es recht krasse Urteile gibt ist klar - die gibt es in all ...
Das ist nicht auf Erwin Pelzigs Mist gewachsen, sondern auf dem Mist der Griechen - in der Attischen Demokratie wurden fast alle Ämter (zumindest nach Kleistenes) ausgelost... Aber klar: back to the roots! Warum nicht wieder den Vogelflug beobachten, oder im S ...
Das ist nun aber auch stark pauschalisiert. Die Formulierung " zu einer Person unter Umständen nicht möglich ist" wäre passender. Da könnte man ja ebenso gut KFZ-Kennzeichen mit der Argumentation des "Spoofings" abschaffen ;) Sorry, da fehlte tatsächlich ein ...
Nötig wäre es alle mal! Es nur kommt leider nicht durch, zumindest nicht bevor die Generation Internet in dem oberen Rängen der Politik angekommen ist. Das Argument mit den Urheberrechten find ich persönlich Hirnrissig: Es ist so als ob sich ein Dampfmaschinenhersteller darüber beklagt, das ...
Lars Sobiraj am 20.05.2012, 16:54 Uhr
Im US-amerikanischen iTunes Store wurden statt dem Begriff "Jailbreak" lediglich Sternchen zwischen dem Anfangs- und Endbuchstaben angezeigt. Davon waren letztlich alle Kategorien betroffen. So wurden neben Apps auch Klingeltöne, Podcasts, Musikstücke, ganze Alben und eBooks zensiert angezeigt. Laut den Untersuchungen von Shoutpedia waren mehrere Monate lang 95% aller Begriffe davon betroffen.
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